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Berkshire-Hathaway-Chef Warren Buffett steigt bei JP Morgan ein

Der Star-Investor hat sich im dritten Quartal mit Aktien eingedeckt. Neu im Portfolio ist die größte US-Bank, doch es gab auch andere Überraschungen.
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Berkshire-Hathaway-Chef: Warren Buffett steigt bei JP Morgan ein Quelle: AP
Warren Buffett

Im dritten Quartal kaufte Berkshire Hathaway mehr als 35 Millionen Aktien von JP Morgan.

(Foto: AP)

New YorkAmerikanische Großbanken findet Warren Buffett schon lange gut. Er hält Aktienpakete von Bank of America, Goldman Sachs und Wells Fargo. Jetzt hat der Chef des Konglomerats Berkshire Hathaway auch bei JP Morgan Chase zugeschlagen. Im dritten Quartal kaufte Berkshire Aktien im Wert von gut vier Milliarden Dollar, wie aus einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht. Die Papiere von Amerikas größter Bank stiegen daraufhin nachbörslich um rund 1,5 Prozent.

Buffett und JP-Morgan-Chef Jamie Dimon kennen sich gut. Buffetts Co-Investmentchef Todd Combs sitzt bei JP Morgan im Verwaltungsrat. Im Sommer haben Buffett und Dimon andere Unternehmenschefs dazu aufgefordert, auf Quartalsprognosen zu verzichten. Zudem arbeiten sie gemeinsam mit Amazon-Chef Jeff Bezos an einer besseren und günstigeren Krankenversicherung für ihre Mitarbeiter. Buffett ist zudem ein Fan von Dimons Aktionärsbrief, weil er dort gute Einblicke in die Wall Street bekomme.

Auch seine Beteiligungen an Goldman Sachs, Bank of New York Mellon und U.S. Bancorp baute Buffett im dritten Quartal aus. Seinen Anteil an der krisengeschüttelten Bank Wells Fargo fuhr er jedoch etwas zurück.

Doch es waren nicht nur Banken, die Buffett im vergangenen Quartal begeisterten. Berkshire stieg auch beim Technologiekonzern Oracle ein. Das ist ungewöhnlich für Buffett, der lange Zeit damit kokettierte, dass er von Technologie nicht viel verstehe und sich daher lieber fernhalte.

Bei seiner Hauptversammlung im Mai musste der 88-Jährige gegenüber seinen Aktionären jedoch einräumen, dass das ein Fehler war und er das Potenzial von Tech-Giganten wie Google und Amazon früher hätte erkennen müssen. Berkshire kaufte Aktien im Wert von 2,1 Milliarden Dollar. Die Oracle-Papiere stiegen nachbörslich um 2,6 Prozent.

Komplett ausgestiegen ist der Star-Investor indes aus Wal-Mart. Die Beteiligung am Öl-Konzern Philipps 66 hat er weiter reduziert.

Wer hinter den Kauf- und Verkaufsentscheidungen steckt, lässt Buffett bewusst offen. Combs und Ted Weschler, Berkshires zweiter Investmentchef, verwalten jeweils eigene Aktienportfolios im Wert von rund 13 Milliarden Dollar und treffen eigenständige Entscheidungen. „Buffett liebt es, wenn die Leute raten“, sagte Weschler einst im Gespräch mit dem Handelsblatt. Nur bei ganz großen Käufen gilt es als sicher, dass Buffett dahintersteckt.

Berkshires Aktienportfolio ist gut 100 Milliarden Dollar schwer. Die drei größten Positionen sind Apple, Bank of America und Wells Fargo.

Zudem hat Berkshire Cash-Reserven von ebenfalls gut 100 Milliarden Dollar. Da Buffett schon seit Jahren keine günstigen Übernahmeziele findet, kaufte er im dritten Quartal zum ersten Mal seit 2012 auch Aktien seines eigenen Unternehmens zurück, insgesamt von knapp einer Milliarde Dollar. Die Berkshire-Aktie lag nachbörslich leicht im Minus und kostete 323.700 Dollar.

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  • Hat dem 'guten Mann' bisher noch niemand gesagt, dass das letzte Hemd keine Taschen hat?