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Warren Buffett in Omaha

Ein Bad in der Menge gehört zu den Ritualen der Hauptversammlung von Berkshire Hathaway.

(Foto: Reuters)

Berkshire Hathaway HV Buffett zeigt sich offen für Veränderungen

Seit 54 Jahren steht der Starinvestor an der Spitze von Berkshire Hathaway. Auf der Hauptversammlung dürfen auch andere die Fragen der Aktionäre beantworten.
Update: 05.05.2019 - 00:32 Uhr Kommentieren

New York Warren Buffett und Charlie Munger sind bester Laune. Stundenlang sitzen sie auf der Bühne, trinken Cola, essen Kekse, spielen sich die Bälle zu. Der Chef des Konglomerats Berkshire Hathaway und sein stellvertretender Verwaltungsratschef sind ein eingespieltes Team.

Die analytische und gleichzeitig unterhaltsame Art der beiden, Fragen ihrer Aktionäre zu beantworten, macht sie einmal im Jahr zu großen Stars. 42.000 Anteilseigner aus aller Welt sind am Samstag in Omaha, um die wahrscheinlich ungewöhnlichsten Unternehmenslenker Amerikas zu feiern.

Vieles ist wie immer. Von Müdigkeit keine Spur. Und doch gibt sich der Berkshire-Chef an verschiedenen Stellen nachdenklicher und offener für Veränderungen als zuvor. Mehrmals lässt Buffett Greg Abel und Ajit Jain zu Wort kommen, um Fragen der Aktionäre zu beantworten.

Abel leitet Berkshires Energiegeschäft, Jain die Versicherungssparte. Im vergangenen Jahr wurden sie beide zu stellvertretenden Verwaltungsratschefs befördert, ein Zeichen dafür, dass sie eines Tages die Führung des Konzerns von Buffett übernehmen könnten.

Immer nur die Alten auf der Bühne

„Könnten nicht Ajit und Greg auch mal mit euch auf der Bühne sitzen und Fragen beantworten?“, will ein Aktionär wissen und trifft damit einen Nerv. Im Saal gibt es Beifall. Buffett ist 88, Munger 95 Jahre alt und beide stehen immer noch im Mittelpunkt, auch damit sich ihre Nachfolger in Ruhe auf das Geschäft konzentrieren können.

Dass demnächst nicht nur Buffett und Munger auf der Bühne sitzen könnten, sondern auch Jain und Abel „ist eine ziemlich gute Idee“, räumt Buffett ein. „Wir haben da auch schon darüber diskutiert. Das Format ist nicht in Stein gemeißelt, und die beiden sind eh viel besser als wir.“

„Unsere Investmententscheidungen wollen wir nicht im Detail erklären.“ Quelle: AP
Warren Buffett und Charlie Munger (r.)

„Unsere Investmententscheidungen wollen wir nicht im Detail erklären.“

(Foto: AP)

Ob das schon nächstes Jahr der Fall sein könnte, ist jedoch unklar. Es wäre eine Zäsur. Dass seine beiden Investmentmanager Ted Weschler und Todd Combs ebenfalls Fragen der Aktionäre beantworten, lehnt Buffett jedoch ab.

Keine Details verraten – mit einer Ausnahme

Weschler und Combs verwalten jeweils ein Aktienportfolio von rund 20 Milliarden Dollar. „Doch unsere Investmententscheidungen wollen wir nicht im Detail erklären“, so der Starinvestor, der mit einem geschätzten Vermögen von 89 Milliarden Dollar der drittreichste Mann der Welt ist. Buffett macht grundsätzlich ein Geheimnis daraus, welcher Manager in welche Aktien investiert.

Zu Berkshires 190 Milliarden Dollar schwerem Aktienportfolio gehören unter anderem Anteile an Apple, das größte Investment des Konzerns, Bank of America und Coca-Cola.

Doch auch hier macht Buffett eine seltene Ausnahme: Combs oder Weschler hätten Amazon-Aktien im ersten Quartal gekauft, teilte Buffett am Donnerstagabend mit.

Mehr Lust auf Tech-Aktien

Der Starinvestor hat sich lange von Technologiepapieren ferngehalten. 2016 investierte er jedoch in Apple, nachdem ihn seine Investmentmanager überzeugt hatten. Zum ersten Mal mischte sich am Samstag auch Apple-Chef Tim Cook unter die Gäste. Wenn es nach Munger geht, könnte Berkshire künftig häufiger in ausgewählte Tech-Aktien investieren. Zwar hätten er und Buffett immer noch kein gutes Gespür für die, Weschler und Combs dagegen schon.

Mehr als 40.000 Besucher kommen jedes Jahr zur Hauptversammlung und den Produktpräsentationen der Firmen aus Buffetts Imperium. Quelle: Reuters
Bühne der Hauptversammlung

Mehr als 40.000 Besucher kommen jedes Jahr zur Hauptversammlung und den Produktpräsentationen der Firmen aus Buffetts Imperium.

(Foto: Reuters)

Passend zum Aktionärstreffen legte Berkshire Hathaway starke Zahlen vor. Im ersten Quartal stieg der operative Gewinn im Jahresvergleich um fünf Prozent auf 5,6 Milliarden Dollar (5,0 Milliarden Euro), wie das Unternehmen diesen Samstag bei der Hauptversammlung in Omaha im US-Bundesstaat Nebraska mitteilte.

Der Nettoüberschuss betrug sogar 21,7 Milliarden Dollar. Warren Buffett rät jedoch davon ab, dem viel Beachtung zu schenken. Seit Einführung einer neuen Bilanzierungsmethode, durch die der Marktwert unrealisierter Investmentgewinne laufend ausgewiesen werden muss, schwankt das Ergebnis heftig und ist stark verzerrt. So hatte es hier im Vorjahreszeitraum einen Verlust von 1,1 Milliarden Dollar gegeben.

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