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Berliner Fintech Elinvar Ex-Deutsche-Banker holen Goldman als Investor für ihr Startup

Elinvar hat einen neuen prominenten Investor gefunden. Mit dem Einstieg der US-Großbank steigt die gesamte Finanzierung laut Elinvar-CEO Chris Bartz auf über 20 Millionen Euro.
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Die US-Großbank agierte laut Elinvar-CEO Chris Bartz über ihre Sparte Goldman Sachs Principal Strategic Investments als Lead-Investor bei einer neuen Finanzierungsrunde. Quelle: Reuters
Goldman Sachs

Die US-Großbank agierte laut Elinvar-CEO Chris Bartz über ihre Sparte Goldman Sachs Principal Strategic Investments als Lead-Investor bei einer neuen Finanzierungsrunde.

(Foto: Reuters)

BerlinDas Fintech-Unternehmen Elinvar GmbH, dessen Büros auf einem Hinterhof im Berliner Trendbezirk Prenzlauer Berg liegen, hat mit Goldman Sachs Group Inc. einen prominenten neuen Investor gefunden. Die US-Großbank agierte über ihre Sparte Goldman Sachs Principal Strategic Investments als Lead-Investor bei einer neuen Finanzierungsrunde, wie Elinvar-CEO Chris Bartz in einem Interview mit Bloomberg erklärte.

Die bereits bestehenden Gesellschafter - Ampega Asset Management und Finleap - hätten sich sich ebenfalls beteiligt. Elinvars gesamte Finanzierung steige laut Bartz damit auf über 20 Millionen Euro, wobei „der größte Teil des Geldes“ aus der aktuellen Finanzierungsrunde stamme.

„Wir wollen die Mittel für Wachstum nutzen und denken unter anderem auch darüber nach, ins Ausland zu gehen“, sagte Bartz, der fast 20 Jahre bei Banken arbeitete, zehn Jahre davon bei der Deutschen Bank AG, bevor er Elinvar mitgründete. Auch COO Marco Neuhaus war an der Gründung beteiligt und zuvor bei Deutschlands größter Bank tätig gewesen.

Elinvar hat eine digitale Plattform gebaut, mit der Banken ihre Dienste online und mobil genauso wie im persönlichen Gespräch anbieten und dann komplett digital abwickeln können. Zu den Kunden zählen beispielsweise M.M.Warburg & CO, Donner & Reuschel AG sowie die Fürstlich Castell’sche Bank.

Auch die BayernLB-Tochter DKB hat sich jetzt für eine Zusammenarbeit mit Elinvar im Bereich der digitalen Vermögensverwaltung entschieden und will diese noch in diesem Jahr ihren Kunden anbieten.

Deutsche Banken haben noch großen Nachholbedarf im digitalen Vertrieb und beim Angebot innovativer Dienstleistungen, zeigt der 2. Digital Banking Index der Strategieberatung Oliver Wyman aus diesem Jahr, der den aktuellen Stand der Digitalisierung von rund 70 Banken aus sechs europäischen Ländern bewertet.

Geld verdient Elinvar nicht etwa über pauschale Lizenzgebühren, sondern über eine Beteiligung an den Umsätzen, welche die Banken bei Nutzung der Plattform generieren. Derzeit beschäftigt das Unternehmen rund 80 Mitarbeiter, bis zum Jahresende sollen es 100 sein.

Mit der aktuellen Finanzierungsrunde wird Goldman Sachs mit 13,9 Prozent an Elinvar beteiligt sein. Jeweils 32,8 Prozent gehören Ampega Asset Management und Finleap, der Rest liegt bei Gründern und Mitarbeitern.

„Elinvar hat eine innovative Technologie entwickelt, die dabei helfen kann, die Digitalisierung der Asset-Management-Branche zu beschleunigen. Wir sind beeindruckt von der Vision und Entschlossenheit des Managements“, sagte James Hayward, Executive Director der Principal Strategic Investments Group. Deutschland sei für Goldman eine Fokus-Region und das Investment in Elinvar trage dazu bei, das strategische Anlageportfolio der Bank zu erweitern.

Laut Bartz ist Elinvar derzeit noch in der Investitionsphase. „Für uns geht es jetzt ersteinmal darum, zu wachsen und Skaleneffekte zu erzielen“, sagte er. Einen Zeitpunkt, zu dem die Gewinnzone erreicht werden soll, habe das Unternehmen noch nicht definiert.

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