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Betriebliche Altersvorsorge Pläne werden konkreter: Talanx führt „Die Deutsche Betriebsrente“ ein

Bei Talanx soll es einen ersten konkreten Vertrag für eine neue Art von betrieblicher Altersvorsorge geben. Darauf musste die Bundesregierung lange warten.
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Der Versicherungskonzern will seinen rund 12.000 Beschäftigten in Deutschland eine zusätzliche Betriebsrente über das Sozialpartnermodell anbieten. Quelle: dpa
Talanx-Fahnen

Der Versicherungskonzern will seinen rund 12.000 Beschäftigten in Deutschland eine zusätzliche Betriebsrente über das Sozialpartnermodell anbieten.

(Foto: dpa)

Frankfurt, Berlin Fast zwei Jahre hat es gedauert: Nun soll das erste Modell für eine neue Art von Betriebsrente in einen Vertrag gegossen werden. Bei der Versicherung Talanx aus Hannover wird nun „Die Deutsche Betriebsrente“ – eine Kooperation für das erste sogenannte Sozialpartnermodell von Talanx und Zurich Gruppe Deutschland – eingeführt. Wie Talanx mitteilte, haben sich die Versicherung und die Gewerkschaft Verdi darauf geeinigt.

Die Vereinbarung über das erste Sozialpartnermodell in Deutschland soll bis zum 1. Januar 2020 geschlossen werden. Basis des Modells bei Talanx ist ein Haustarifvertrag, den Verdi und der Konzern demnach aktuell aushandeln. Die Umsetzung erfolgt laut der Versicherung zufolge, sobald die Finanzaufsicht Bafin zugestimmt hat. Dann will Talanx seinen rund 12.000 Beschäftigten in Deutschland eine zusätzliche Betriebsrente über das Sozialpartnermodell anbieten. Wie der Konzern mitteilt, beabsichtigt auch die Zurich Versicherung, mit Verdi über ein Sozialpartnermodell zu verhandeln.

Mit dem Sozialpartnermodell will die Bundesregierung mehr Beschäftigten die Möglichkeit geben, mit einer Betriebsrente zusätzlich für das Alter vorzusorgen. Das Anfang 2018 in Kraft getretene Betriebsrentenstärkungsgesetz ermöglicht Arbeitgebern und Gewerkschaften, im Zuge von Tarifverhandlungen Pensionsfonds oder andere Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung zu gründen. Die entscheidende Neuerung ist dabei, dass die Unternehmen nur noch eine bestimmte Beitragszahlung zusagen. Sie müssen keine Garantie mehr für die Höhe der späteren Altersrente übernehmen.

Doch das Sozialpartnermodell wird von den Tarifparteien zögerlich aufgenommen. So gilt das Modell als äußerst komplex. Des Weiteren gibt es in den großen Branchen bereits Vereinbarungen für oft verschiedene Angebote von betrieblicher Vorsorge. Auch bedeutet es vor allem für die Gewerkschaften eine größere Hürde, eine Vereinbarung über eine betriebliche Altersversorgung zu schließen, bei der die spätere Betriebsrente nicht garantiert ist.

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