Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Beweismittel IBM-Razzia verschärft Verdacht gegen Deutsche Bank

Ermittler werfen der Deutschen Bank das Vorenthalten von Informationen vor. Nun durchsuchten sie die Büros von deren IT-Dienstleister IBM. Doch es ist kein Löschauftrag, der die Bank-Mitarbeiter in die Bredouille bringt.
Update: 15.12.2012 - 01:46 Uhr 17 Kommentare
Ein Polizeiwagen vor dem Hauptgebäude der Deutschen Bank. Auch bei IBM gab es eine Razzia. Quelle: dapd

Ein Polizeiwagen vor dem Hauptgebäude der Deutschen Bank. Auch bei IBM gab es eine Razzia.

(Foto: dapd)

Berlin In der Affäre um Steuerhinterziehung beim Handel mit Verschmutzungsrechten soll die Deutsche Bank den Ermittlern einem Medienbericht zufolge wichtige Informationen vorenthalten haben.

Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, sollen die beschuldigten Mitarbeiter keinen Auftrag erteilt haben, bereits gelöschte Daten wieder herstellen zu lassen. Das hat die ermittelnde Staatsanwaltschaft nach einer Durchsuchung der Geschäftsräume des IT-Unternehmens IBM Deutschland festgestellt. IBM ist der IT-Dienstleister der Deutschen Bank.

IBM-Mitarbeiter hätten darauf hingewiesen, dass gelöschte Daten wieder hergestellt werden können, heißt es in dem Bericht. Die Bank hingegen soll für eine Aufbereitung aber keinen Auftrag erteilt haben.

Im Zuge der Ermittlungen seien rund 20.000 Gespräche von Finanzmarkthändlern der Bank ausgewertet worden. Es habe sich herausgestellt, dass die Bank auch in anderen Ermittlungsverfahren vorhandenes Beweismaterial den Behörden vorenthalten habe. Ein Sprecher der Deutschen Bank sagte der Zeitung: "Wir werden die Vorwürfe prüfen."

Vier Bank-Mitarbeiter sitzen wegen der Affäre derzeit in Untersuchungshaft. Bei den Ermittlungen geht es um den Verdacht der schweren Steuerhinterziehung beim Handel mit C02-Emissionszertifikaten, Geldwäsche und versuchter Strafvereitelung. Im Visier der Behörden stehen auch Co-Vorstandschef Jürgen Fitschen und Finanzvorstand Stefan Krause.

Fitschen - Der ehrbare Kaufmann

 
  • afp
Startseite

Mehr zu: Beweismittel - IBM-Razzia verschärft Verdacht gegen Deutsche Bank

17 Kommentare zu "Beweismittel: IBM-Razzia verschärft Verdacht gegen Deutsche Bank"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Diese Vorstandsjahrgänge haben ja noch Brecht in den Schulen gelesen - und haben einfach ernst gemacht:

    "Nur Dilettanten überfallen eine Bank, richtige Ganoven gründen eine.?"

  • Wenn die DB wichtige Beweise vernichtet hat, woher will die Staatsanwaltschaft dann wissen,dass diese angeblichen Beweise wichtig waren,wenn sie nicht mehr existieren, und sie deren Inhalt demnach nicht kennt?
    Es wird zudem dem Vorstand der DB die Unterschrift unter falsche Usteueranmeldungen vorgeworfen.Sollte er Beweise dazu vernichtet haben,handelt er rechtmässig,denn er darf als Beschuldigter straflos Ermittlungen vereiteln.(§ 258,5 StGB).Ausserdem kann er nicht mit dem Geld der DB,also deren Aktionären,eine kostspielige Wiederherstellung von Belegen beauftragen,die zu beschaffen Angelegenheit der Ermittler ist.Das wäre dann Untreue.
    Last not least hat er ja auch vielleicht die Straftat zugunsten seiner Mutter begangen,die ihm in Emails mehrfach die Müllsortierung ins falsche Eimerchen oder gar die Geschwindigkeitsüberschreitung in einer Tempo 30 Zone gestanden hat.
    Dann wäre er straffrei nach §258,6 StGB (Wer die Srafvereitelung zugunsten eines Angehörigen begeht,ist straffrei)
    Angesichts der gelungenen Show mit 500 Darstellern der Steuerfahndung,Polizei etc.und der täglichen Verunglimpfung von Bankern und Unternehmern beunruhigt es den Laien ein wenig,was die Politik diesmal wieder zu verstecken hat.

  • @ hermann.12
    Heiligt also der Zweck mal wieder die Mittel? Schade, dass sie bisher dazu nix gelernt haben!
    So wie die Rechnung für die Deutschen derzeit aussieht, hätten wir seit Ende 2008 die 20-Stunden-Woche einführen können, ohne auch nur einen Cent einzubüßen. Alles was wir darüber hinaus verdient haben, wurde ohne dass wir es merkten vom Konto unserer Kinder abgebucht.

  • Eigentlich ist die Tatsache das die den IT Dienstleister erst NACH der Razzia bei der Bank direkt auf den Kopf stellen schon Totalversagen der Ermittlungsbehörden.
    Dieses MUSS zumindest Zeitgleich geschehen.
    Wenn, dann findet man 90% aller Vorgänge innerhalb der IT Systeme...wenn nicht gar an die 100% heutzutage.

  • @ FrancfortTowersForSale
    Wieso verkaufen? Seit die Steuerfahndung dort ist, sollte man sie versichern. Sonst müsste man ja noch die ganzen Leichen aus dem Keller räumen und dafür gibt es glaub ich selbst in FFM nicht genug schwarze Limousinen. Inzwischen erscheint mir die Bauverzögerung von Berlin-Brandenburg in einem ganz anderen Licht.

  • Die Banker Kritik ist verständlich und auch berechtigt.
    Allerdings gehen mir die maßlosen Schuldzuweisungen zu weit.
    Hier machen es sich genau diejenigen einfach, die es sich vorher auch einfach gemacht haben und nun enttäuscht und überrascht die Ergebnisse zur Kenntnis nehmen müssen.

    Wer irgendwas bewegen will, muss menschliche, und vor allem die eigene Schwäche, bei allem was er tut mit einkalkulieren. Das gilt auch für Gesetze und Vorschriften, Aufsicht und Vertrauen.
    Pauschal gesagt ist niemand, und zwar absolut niemand vertrauenswürdig, der in einem wettbewerbsorientierten Umfeld agiert, in dem illegale oder unmoralische Taten
    Erfolg versprechen und schlecht strafrechtlich verfolgt werden können.
    Es ist nicht nur sinnlos, sondern auch letztlich kriminell durch regulatorische Fehlentscheidungen Unternehmen einen solchen Wettbewerb auszusetzen. Keine noch so gute Zielsetzung kann das rechtfertigen.
    Denn letztlich können sich in solchen Märkten am Ende nur Skrupellose behaupten und durchsetzen.
    Dabei muss man teilweise noch dankbar sein, denn ohne diese fragwürdigen Anpassungen der Akteure wäre es bei gleichen Spielregeln nicht besser sondern noch schlechter geworden.
    Denn die Arbeitsplätze wären neben dem Verlust der Moral auch noch weg.
    Das ist der Grund warum für mich SPD und Grüne unwählbar sind. Weil deren naiver Idealismus solche Verhältnisse erzeugt, die sie anschließend als fremd verschuldet beklagen. Es ist schlicht dumm und idiotisch darüber zu lamentieren, welch schlechte Menschen es gibt, wenn man den eigentlich Schwächeren vorher dafür die Wettbewerbsvorteile eingeräumt hat. In der Annahme das niemand Missbrauch will.
    Und die Instrumente des Sozialstaates und des Umweltschutzes, sowie der alleinige Blick auf potentielle Opfer von Fehlentwicklungen (Arbeitsplatzverluste, Umweltschäden) schaffen erst das Umfeld, in dem dieses Verhalten gedeiht, ja zur vermeintlichen existentiellen Notwendigkeit wird.

    H.

  • Ihr Superman Jain wirds schon richten, der wurde ja bereits schon vor seinem Antritt dort gefeiert wie ein Obama damals der plötzlich einen Friedensnobelpreis bekam, wofür auch immer....so wie die EU eben LOOOOOL

  • Die Untersuchungen zu dem gigantischen Steuerbetrug (MWSt-Erstattungen für grenzüberschreitende Scheinverkäufe von "Verschmutzungsrechten" zwischen Scheinfirmen)wirft ein Schlaglicht auf die verlogene Klima-Rettungs Ideologie und zeigt worum es in Wiklichkeit geht: Einführung einer Kunstwährung (Klima-Zertifikate), mit deren Hilfe Insider gigantische Gewinne scheffeln können - maximiert unter Ausnutzung der Steuergesetzgebung (MWSt-Erstattung), ohne irgendeine reale Substanz. Aus dem Nichts Pseudowerte schaffen und diese schnellstmöglich in Realwerte umwandeln, das ist das Geschäftsmodell heutiger Bankster. Die Dummen sind diejenigen, die ihre Arbeitskraft oder Realwerte gegen das wertlose Produkt - genannt Geld - eintauschen. Wir sind endlich im globalen Betrugskartell angekommen.

  • Die Deutsche Bank ist - wie manche andere Bank auch - eine kriminelle Vereinigung. Die deutsche Bundeskanzlerin und Konsorten gehören zu der Kategorie der Sympathisanten. Was sind das für armselige, geistlose Menschen, die sich bei uns "Elite" nennen. Ich könnte auch sagen: Was für ein mieses Pack. Armes Deutschland!
    Bei der nächsten Bundestagswahl wird sich's zeigen, ob das Volk weiss, was hier abgeht. Weg mit den ganzen Blockparteien, es gibt Alternativen. Ich denke nicht an die Piraten, sondern z.B. an Freie Wähler-Gruppierungen.

  • Politiker von den Bankern "gekauft"?

    Möglich, aber ich denke, das Problem liegt woanders: Die Politiker werden von der Finanzindustrie regelmäßig über den Tisch gezogen, weil sie mit der komplizierten Materie überfordert sind.

    Selbst für Banken-Insider sind die Zusammenhänge oft nur schwer nachvollziehbar. Sicher, die Politiker haben ihre Berater, aber diese Leute kommen nicht aus der Praxis! Sie mögen Experten der Volkswirtschaftslehre mit Doktor-Titel sein, aber das nützt ihnen gar nichts, wenn sie Bankern gegenüber stehen, die mit allen Wassern gewaschen sind.

    In den Banken sitzen hoch intelligente Leute, die Finanzmathematik aus dem FF beherrschen und zusätzlich die "Tricks" der Finanzwelt beherrschen. Denen können die Berater, Staatssekretäre und Politiker in keiner Weise das Wasser reichen.

    Die Regierungen (bzw. die EU) könnten dem entgegenwirken, indem sie sehr gute Leute aus der Finanzwelt abwerben. Die besten Leute dürfen nicht bei den Banken sitzen, sondern im Staatsapparat! Natürlich dürfen es keine Lobbyisten sein, die nur "ausgeliehen" sind und im Grunde die Interessen den Banken vertreten. Nein, es müssen Leute sein, die 100% loyal gegenüber dem Staat sind. Es gibt auch Banker, denen mehr am Gemeinwesen gelegen ist als an der Profitmaximierung einer Bank. Aber zugegeben, es ist eine Gradwanderung, wie man bei Draghi sieht.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote