Bezahldienst Der Start von Apple Pay rückt näher

Die Katze ist aus dem Sack: Apples mobiler Bezahldienst startet schon bald in Deutschland. Wann genau es losgeht, ist jedoch weiter ein Geheimnis.
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Noch wird in Deutschland selten per Smartphone bezahlt. Das könnte sich nun ändern. Quelle: fStop/Getty Images
Bezahlen per Smartphone

Noch wird in Deutschland selten per Smartphone bezahlt. Das könnte sich nun ändern.

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FrankfurtAuch iPhone-Nutzer können bald an der Ladenkasse per Smartphone bezahlen. Der Bezahldienst von Apple, Apple Pay, dürfte in den nächsten Tagen in Deutschland starten. Es gibt zwar noch keinen genauen Starttermin, auf seiner deutschen Internetseite gab Apple Pay am Montagvormittag aber bekannt: „Kommt bald“.

Da der US-Tech-Konzern seinen Bezahldienst in Deutschland vermutlich vor dem Weihnachtsgeschäft freischalten will, ist mit dem Start noch im November zu rechnen. Apple-Chef Tim Cook hatte Ende Juli angekündigt, dass Apple Pay bis Ende dieses Jahres in Deutschland eingeführt werden soll.

Seit vier Jahren bietet Apple vielen iPhone-Nutzern bereits den hauseigenen Bezahldienst Apple Pay an. Deutsche Kunden allerdings blieben bislang jedoch außen vor. Schon seit Längerem wird darüber spekuliert, wann der Konzern aus Cupertino seinen Service auch hierzulande anbieten wird.

Googles Bezahldienst Google Pay, der auf Smartphones mit Android-Betriebssystem läuft, war im Juni in Deutschland gestartet. Unter anderem können ihn Kunden der Commerzbank und ihrer Online-Tochter Comdirect nutzen.

Comdirect ist auch bei Apple Pay mit von der Partie – neben fünf weiteren Geldhäusern. Zu den Startpartnern gehören die Deutsche Bank und die Hypo-Vereinsbank sowie die Hanseatic Bank, an der der Versandhändler Otto Anteile hält. Außerdem mit im Boot: die Digitalbanken N26, Bunq und Fidor. Zudem können Kunden über die Wirecard-App „Boon“ den neuen Dienst nutzen. Die Fidor-Bank ist darüber hinaus mit ihrem O2-Banking-Angebot vertreten.

Um Apple Pay nutzen zu können, müssen die Kunden eine Kreditkarte von Mastercard, Visa oder American Express hinterlegen. Apple Pay erklärt, dass der Service keine Transaktionsdaten speichere, die auf den jeweiligen Kunden oder die jeweilige Kundin zurückzuführen seien.

Wie Google Pay wird auch Apple Pay nicht nur in vielen Geschäften und Supermarktketten funktionieren, sondern auch beim Onlineshopping per Smartphone. Das gilt zum Beispiel für die Internetshops von Zalando, Mytaxi und Booking.com.

Das mobile Bezahlen steckt in Deutschland wie in vielen anderen Ländern noch in den Kinderschuhen. Die meisten Deutschen zahlen an der Ladenkasse ganz klassisch: Bargeld kam zuletzt bei drei Vierteln der Einkäufe zum Einsatz. Kreditkarten sind zudem relativ wenig verbreitet. Laut einer Bundesbank-Studie besitzen nur 36 Prozent der Verbraucher eine Kreditkarte – und setzen diese obendrein vergleichsweise selten ein.

Der Auftritt der Tech-Riesen aus Kalifornien, Apple Pay und Google Pay, dürfte dem deutschen Markt nun einen Schub versetzen. Zudem sind Sparkassen und Volksbanken mit eigenen Lösungen für's smarte Bezahlen gestartet – wenn auch nur auf Android-Smartphones.

Globaler Vorreiter beim mobilen Bezahlen ist China. Die Bezahl-Apps Alipay und WeChat Pay aus dem Reich der Mitte zählen zusammen mehr als 1,4 Milliarden Nutzer.

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