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Bezahlen mit dem Fingerabdruck Mastercard plant eine biometrische Zahlungskarte

Das Kreditkartenunternehmen denkt über die Einführung von Karten nach, die Bezahlen per Fingerabdruck erlauben. Erste Gespräche laufen schon.
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Das Kreditkartenunternehmen testet biometrische Technologien für den Zahlungsprozess. Quelle: AP
Mastercard

Das Kreditkartenunternehmen testet biometrische Technologien für den Zahlungsprozess.

(Foto: AP)

FrankfurtViele Smartphones lassen sich bereits mit dem Fingerabdruck entsperren. Komplizierten Zahlenfolgen müssen sich Nutzer nicht mehr merken. Sie legen lediglich ihren Daumen auf das Display. Der Vorgang ist schnell, unkompliziert und einfach.

Ein Trend, der nicht nur zum Smartphone passt. Das Kreditkartenunternehmen Mastercard plant die Einführung von Zahlungskarten mit eingebauten Fingerabdruck-Scannern, um die Identität ihrer Kunden zu überprüfen. In Großbritannien spricht das Unternehmen bereits mit Banken über eine mögliche Markteinführung, wie ein Sprecher des Unternehmens dem Sender CNBC bestätigte.

Mithilfe dieser biometrischen Erkennungsfunktion möchte der Konzern die bisher benutzen Passwörtern ersetzen und den Bezahlprozess modernisieren. „Die Verwendung von Passwörtern für die Authentifizierung von Personen ist veraltet“, sagt Ajay Bhalla, President, Enterprise Risk and Security bei Mastercard. Die Verbraucher würden ihre Zahlenkombinationen oft vergessen. „Es ist viel einfacher, mit einem Fingerabdruck oder einem Selfie zu authentifizieren“, meint Bhalla.

Für die Kartenzahlung mit Fingerabdruck muss sich der Karteninhaber in Zukunft bei seinem Finanzdienstleister für die biometrische Kartennutzung registrieren. „Anschließend wird der Fingerabdruck in eine verschlüsselte digitale Form umgewandelt und auf der Karte gespeichert. Danach ist die Karte weltweit bei allen Kartenterminals einsatzbereit“, erklärt Mastercard.

Während des Einkaufens und Bezahlens in einem Geschäft funktioniere die biometrische Karte dann wie jede andere Chipkarte: Der Karteninhaber steckt seine Karte in das Kartengerät, legt den Finger auf den integrierten biometrischen Sensor, sodass der Fingerabdruck mit dem gespeicherten biometrischen Abdruck in der Karte abgeglichen werden kann. Stimmen die Abdrücke überein, wird die Transaktion von der Bank des Karteninhabers bestätigt.

Mastercard erhofft sich durch die Fingerabdrücke einen sicheren Authentifizierungsprozess. „Eine Zahlung mit biometrischen Daten zu verifizieren – in diesem Fall mit dem Fingerabdruck – ermöglicht einzig und allein dem Karteninhaber mit der Karte zu bezahlen“, so die Begründung des Unternehmens. „Letztendlich entscheiden aber die Banken darüber, welche Biometrie-Lösungen angeboten werden.“

Eine Auswahl an Alternativen gibt es: Mobile Bezahllösungen wie Google Pay arbeiten ebenfalls mit der Authentifizierung per Fingerabdruck und lassen sich einfach in den Alltag der Verbraucher integrieren.

Auch Visa arbeitet an biometrischen Lösungen fürs Bezahlen

Hauptkonkurrent Visa entwickelt ebenfalls neue Programme und Technologien für ein verbessertes Bezahlsystem. „Mit unserem ‚Visa Ready Program for Biometrics‘ beschleunigen wir Bezahlinnovationen, indem wir Standards entwickeln und biometrische Lösungen zertifizieren“, erklärt das Unternehmen. Und natürlich testen sie auch „biometrische Zahlungsinnovationen der Zukunft.“

Die Konsumenten bewerten die Nutzung der biometrischen Bezahltechnologien unterschiedlich. Eine Studie des ECC Köln zeigt zwar, dass immerhin 23 Prozent der Konsumenten schon einmal die biometrische Identifikation ihres Smartphones zum Bezahlen einer Onlinebestellung genutzt haben.

Und zumindest weitere 34 Prozent sich genau das in Zukunft vorstellen können. Aber für 32 Prozent der Konsumenten spielt die biometrische Technologie auch in Zukunft keine Rolle bei Onlinebestellungen. An elf Prozent ist die Technik bisher sogar ganz vorbei gegangen.

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