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Bezahlen per Smartphone Google Pay startet mit vier Banken in Deutschland

Kunden können den mobilen Bezahldienst des US-Internetkonzerns bei mehreren großen Einzelhändlern nutzen. Dafür müssen drei Bedingungen erfüllt sein.
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Google Pay startet mit vier Banken in Deutschland Quelle: Vodafone
Bezahlen per Smartphone

Google Pay kommt nach Deutschland.

(Foto: Vodafone)

FrankfurtDer Bezahldienst Google Pay startet in Deutschland mit vier Banken als Partner. Dazu gehören die Commerzbank und ihre Online-Tochter Comdirect, die Smartphone-Bank N26 und Wirecard. Ihre Kunden können die App auf ihr Smartphone laden und ab sofort an der Ladenkasse bezahlen. Auch Online oder in der App ist Google Pay nutzbar.

Wie Google am Dienstag mitteilte, werden bald die LBBW aus Stuttgart, die über die BW-Bank auch Privatkunden bedient, sowie die Smartphone-Bank Revolut folgen. „Mit Google Pay vereinfachen wir das Bezahlen in Apps, auf Webseiten und im stationären Handel“, sagte Philipp Justus, Vice President Central Europe bei Google.

Das Handelsblatt hatte bereits vor drei Wochen berichtet, dass Google Pay noch Ende Juni unter anderem mit der Commerzbank in Deutschland starten wird.

Um Google Pay zu nutzen, brauchen Kunden:

  1. eine Kreditkarte einer der Banken, die mit Google kooperieren.
  2. ein Android-Smartphone, das mit dem Betriebssystem Android 5.0 oder einem neuerem ausgestattet ist, und eine NFC-Schnittstelle für die kontaktlose Datenübertragung hat.
  3. einen Google-Account und die Google-Pay-App auf dem Smartphone.

Der Bezahldienst von AppleApple Pay – ist dagegen noch nicht in Deutschland verfügbar, iPhone-Nutzer bleiben also außen vor. Anfang des Jahres hatte Google sein Smartphone-Bezahlsystem „Android Pay“ und die digitale Geldbörse „Google Wallet“ zu Google Pay verschmolzen.

Zwar war zuvor vor allem über den Start von Apple Pay in Deutschland spekuliert worden. Doch Google Pay ist für viel mehr Kunden interessant. Android-Smartphones sind viel verbreiteter, der Marktanteil von iPhones lag in den vergangenen Jahren nur bei rund 20 Prozent.

Bezahlen über Google Pay können Kunden in Deutschland bei mehreren großen Einzelhändlern, unter anderem bei Aldi-Süd, Lidl, Hornbach, Kaufland, McDonald's, Media Markt und Saturn. Auch bei etlichen Onlinehändlern kann man über den Google-Pay-Button zahlen, und zwar bei Adidas, ASOS, Deliveroo, Flixbus und Ryanair. In Kürze sollen noch die Berliner Verkehrsbetriebe, Hellofresh, Media Markt, myTaxi und Saturn dazu kommen.

Die Kassenterminals müssen das kontaktlose Bezahlen per NFC (Near Field Communication) unterstützen. Rund 475.000 Kassenterminals sind mit dieser Technik ausgestattet, so Euro Kartensysteme, ein Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Banken und Sparkassen. Das entspricht knapp 60 Prozent aller Kassenterminals, wobei die Kassenterminals vieler großer Einzelhändler schon seit längerem NFC-fähig sind.

Über den Zahlungsdienstleister Wirecard können auch Kunden der Banken, die nicht direkt mit Google Pay kooperieren, die Bezahl-App nutzen. Wirecard bietet mit Boon bereits eine App zum Bezahlen per Smartphone an, die Kunden nun auch in Google Pay integrieren können. Das funktioniert über eine digitale Kreditkarte und unabhängig von der Bank, bei der man sein Girokonto hat.

Die Zahlungen per Smartphone sollen besonders schnell sein. Wenn Kunden Beträge unter 25 Euro begleichen wollen, müssen sie ihr Smartphone nur „wecken“, also den Bildschirm aktivieren. Geht es um höhere Summen, muss man das Gerät auch entsperren.

Dennoch wird Google Pay nicht gleich den Durchbruch für das mobile Bezahlen sorgen. Schließlich nutzen die Verbraucher in Deutschland am liebsten Bargeld. Drei Viertel ihrer Einkäufe begleichen sie mit Scheinen und Münzen. „Das mobile Bezahlen wird sich erst durchsetzen, wenn eine Lösung Kunden mehr bietet als nur einen alternativen Bezahlweg. Bezahlen ist immer nur Mittel zum Zweck“, sagt der Berater Maik Klotz.

„Für die Verbreitung des mobilen Bezahlens ist es sehr wichtig, dass auch die Girokarte in der App hinterlegt werden kann. Die Kunden in Deutschland nutzen kaum Kreditkarten“, sagt Klotz weiter. Während mehr als 100 Millionen Girokarten in Umlauf sind, hat nur etwa jeder dritte Bankkunde eine Kreditkarte – und setzt diese obendrein kaum ein.

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