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Bezahlen per Smartphone Supermarktkette Lidl startet mit „Lidl Pay“ einen eigenen Bezahldienst

Lidl will es mit Apples Bezahldienst Apple Pay aufnehmen und baut ein eigenes Smartphone-Bezahlverfahren auf. Die Konkurrenten Edeka und Netto allerdings haben längst Apps mit Bezahlfunktion.
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Auch der Discounter Lidl will das Bezahlen per App anbieten. Quelle: imago images / Newscast
Supermarkt von Lidl

Auch der Discounter Lidl will das Bezahlen per App anbieten.

(Foto: imago images / Newscast)

Frankfurt Die Supermarktkette Lidl arbeitet derzeit daran, europaweit ein Smartphone-Bezahlsystem aufzubauen. „Lidl Pay“ heißt das neue Angebot. Darüber berichtete die „Lebensmittel Zeitung“ am Freitag. „Lidl Pay ist ein Feature, welches wir unseren Kunden zukünftig anbieten werden“, erklärte Lidl gegenüber der Fachzeitung.

Lidl Pay soll Teil der App Lidl Plus sein, einer Art digitalen Kunden- und Bonuskarte, die der Kundenbindung dient. Derzeit führe das Unternehmen Tests für die Bezahloption vor allem in Spanien durch, erklärte Lidl auf Anfrage. „Darüber, ob und wie sich die Bezahlmöglichkeit im Rahmen von Lidl Plus in Deutschland konkret abbildet, werden wir unsere Kunden informieren, sobald Details feststehen.“

Lidl ist nicht die erste Supermarktkette mit einem eigenen Smartphone-Bezahlangebot. Auch Edeka und Netto haben Apps mit Bezahlfunktion – sogar seit 2013. Gezahlt wird in der Edeka-App per Lastschrift. Kunden können zudem Gutscheine und Coupons über die App einlösen. Auch der Discounter Netto, der zu Edeka gehört, bietet das Bezahlen per eigener App längst an. Kunden können entweder über Lastschriftverfahren zahlen oder ihren Zugang zum Onlinebezahldienst Paypal hinterlegen.

Mit dem Namen „Lidl Pay“ dürfte Lidl aber besonders viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Schließlich kann man das als Zeichen dafür betrachten, dass die Supermarktkette sich gegenüber den Bezahlverfahren der Tech-Konzerne Apple und Goolge, Apple Pay und Google Pay, zu Wehr setzen will.

Das Bezahlen per Smartphone steckt in Deutschland zwar noch in den Kinderschuhen. Doch mit dem Start von Apple Pay und Google Pay im vergangenen Jahr findet es langsam mehr Nutzer, zumal immer mehr Geldhäuser mit den Tech-Konzernen kooperieren. Zudem haben die deutschen Sparkassen und Volksbanken sowie die Deutsche Bank eigene Angebote für das Handy-Bezahlen an den Markt gebracht – allerdings jeweils nur für Android-Smartphones, die in Deutschaland viel weiter verbreitet sind als Apples iPhones.

Beim mobilen Bezahlen über Apple Pay und Google Pay sowie bei den Angeboten der Geldhäuser werden die Daten per NFC-Technik zwischen Smartphone und Kassenterminal übertragen. Apple hat dabei den direkten Zugriff auf die NFC-Schnittstelle am iPhone für andere Bezahldienste gesperrt, weshalb die Kreditinstitute mit dem Tech-Konzern über die Freigabe verhandeln müssen.

Sowohl für Banken als auch für Einzelhändler drohen Apple Pay und Google Pay auf Dauer zur Gefahr werden - mit Blick auf Erträge und Kundenbindung. Zum einen geht es darum, dass die Bezahlverfahren der beiden Tech-Konzerne langfristig einen wesentlichen Teil der Gebühr im Zahlungsverkehr abgreifen könnten. Zum anderen könnten Apple und Google zusehends mehr Daten über das Einkaufsverhalten der Nutzer sammeln und ihnen entsprechende Zusatzangebote machen.

Die Bezahl-Apps von Einzelhändlern setzen meist auf einen QR-Code, teils auch auf eine Geheimnummer oder die NFC-Technik, wie Stefan Schneider, Zahlungsmarktexperte vom Berater Netzwerk-Handel feststellt. Der Vorteil: Die App lässt sich unabhängig vom Handy-Typ nutzen.

Schneider hat verschiedene Apps mit Bezahlfunktion aus der Branche analysiert und rund zehn verschiedene Angebot unter die Lupe genommen, unter anderem die Backwerk-App und Smart Pay von Shell. Üblich ist dabei die Bezahlung per Lastschrift. Das gilt auch für Payback Pay, die Bezahlfunktion in der App des Bonusprogramms Payback.

Auch bei Lidl Pay dürfte das Bezahlverfahren in Deutschland per Lastschrift funktionieren wird. In Spanien können Kunden laut „Lebensmittel Zeitung“ virtuelle Kreditkarten von Mastercard und Visa in der App hinterlegen.

Mehr: Die Branche der Zahlungsdienstleister boomt, zugleich tobt ein harter Konkurrenzkampf. Tech-Konzerne haben den Markt entdeckt – anders die Banken.

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1 Kommentar zu "Bezahlen per Smartphone : Supermarktkette Lidl startet mit „Lidl Pay“ einen eigenen Bezahldienst"

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  • „nur für Android-Smartphones, die in Deutschaland viel weiter verbreitet sind als Apples iPhones. […] Sowohl für Banken als auch für Einzelhändler drohen Apple Pay und Google Pay auf Dauer zur Gefahr werden […] Auch bei Lidl Pay dürfte das Bezahlverfahren in Deutschland per Lastschrift funktionieren wird.“

    Deutschaland. [zu] werden. dürfte wird.

    Grammatik 101. Orthographie 101.

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