Bieter für WestLB Und da waren es nur noch zwei

Die Verhandlungen über den Verkauf der WestLB werden mit nur noch zwei Bietern fortgesetzt. Unterdessen zeichnet sich als Zukunftsszenario eine deutlich verkleinerte Verbundbank ab. Doch wichtige Fragen sind noch offen.
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Zentrale der WestLB in Düsseldorf: Nur noch zwei Bieter im Rennen. Quelle: dpa

Zentrale der WestLB in Düsseldorf: Nur noch zwei Bieter im Rennen.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDer Verkaufsprozess für die WestLB wird überraschend mit nur noch zwei Bietern fortgesetzt. Diese hätten mit ihren Angeboten die Interessen aller Beteiligten berücksichtigt und praktikable Lösungskonzepte vorgestellt, teilte der Sonderbeauftragte Friedrich Merz am Mittwoch mit. In den kommenden Wochen sollen mit den beiden Interessenten konkrete Verhandlungen mit dem Ziel bindender Angebote aufgenommen werden. Der Verkaufsprozess liefere Perspektiven für die Zukunft der WestLB im Einklang mit den EU-Vorgaben, sagte Merz.

Bei den verbliebenen Bietern für die komplette WestLB soll es sich um Finanzinvestoren handeln. Im Rennen waren nach unbestätigten Informationen Apollo, Blackstone und der Unternehmer JC Flowers mit seiner japanischen Shinsei Bank.

Nach den Brüsseler Auflagen muss die WestLB bis zum Jahresende mehrheitlich den Besitzer wechseln. Die einst größte deutsche Landesbank steht in jedem Fall vor einer Schrumpfkur. Als wahrscheinlichstes Zukunftsmodell zeichnet sich nach der Grundsatzeinigung von Bund, Land und Sparkassen eine deutlich verkleinerte Verbundbank ab, wie am Mittwoch aus dem Sparkassen-Verband verlautete.

Wie der radikale Umbau der schwer angeschlagenen Landesbank finanziert werden soll, ist offenbar noch nicht geklärt. Die Sparkassen-Zentralbank ist Teil des Umbaukonzepts, das Deutschland am späten Dienstagabend bei der EU-Kommission eingereicht hatte.

Das Konzept für die derzeit noch drittgrößte deutsche Landesbank enthält drei Varianten: Verkleinerung, Verkauf und Verbundbank. In der EU-Kommission sorgten die Vorschläge für Verwunderung: Aus Kreisen der EU-Wettbewerbshüter verlautete, es sei sehr ungewöhnlich, dass mehrere Alternativen für die Restrukturierung eines Unternehmens vorgelegt würden. Die Bundesregierung habe das Problem nun nach Brüssel abgewälzt.

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