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Bilanz Analysten prognostizieren Deutscher Bank Einnahmenrückgang im zweiten Quartal

Das Geschäft mit Aktien und Anleihen stagniert weltweit – auch die Deutsche Bank ist betroffen. Im Investmentbanking könnte es einen Lichtblick geben.
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Der Deutsche Bank-Chef steht unter Druck. Quelle: Jan Huebner
Christian Sewing

Der Deutsche Bank-Chef steht unter Druck.

(Foto: Jan Huebner)

FrankfurtDie Warnung kam in der vergangenen Woche – und sie ließ die gesamte Finanzbranche aufhorchen. Auf einer Investorenkonferenz in den Vereinigten Staaten räumte Mark Mason, der Finanzchef des US-Bankriesen Citi ein, dass die Einnahmen im Handel mit Anleihen und im Aktiengeschäft im zweiten Quartal 2019 im Vergleich zum Vorjahr wahrscheinlich im mittleren einstelligen Prozentbereich fallen würden.

Masons Fazit: Die Schwächephase, die im Dezember 2018 begonnen habe, hätte auch in großen Teilen des zweiten Quartals dieses Jahres angehalten. Masons Warnung war nicht die erste. Zuvor hatte bereits Brian Moynihan, Vorstandschef der Bank of America, ähnlich skeptische Töne angeschlagen.

Die anhaltende Flaute im Handelsgeschäft ist auch für Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing eine schlechte Nachricht, denn das größte heimische Geldhaus könnte angesichts der umfangreichen Umbauarbeiten, die in den kommenden Monaten anstehen, etwas Rückenwind von den Märkten sehr gut gebrauchen. In Finanzkreisen heißt es allerdings, dass das Geschäft mit Aktien und Anleihen im zweiten Quartal ähnlich flau gelaufen sei wie im Rest der Branche.

Konkret prognostizieren die Analysten für die Monate April bis Juni für die gesamte Deutsche Bank im Schnitt einen weiteren Rückgang der Einnahmen auf 6,3 Milliarden Euro von 6,6 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn vor Steuern des Frankfurter Geldhauses dürfte den Schätzungen zufolge von 711 Millionen Euro auf 670 Millionen Euro fallen und der Nettogewinn von 401 Millionen auf 378 Millionen Euro.

Für die Unternehmens- und Investmentbank, die noch immer für rund die Hälfte aller Erträge der Frankfurter sorgt, sagen die Analysten für das zweite Quartal einen Rückgang der Einnahmen um rund zehn Prozent auf 3,28 Milliarden Euro voraus. Dabei werden die Erträge voraussichtlich quer durch alle Geschäftsbereiche fallen, von der Transaktionsbank über das Beratungsgeschäft und die Platzierung von Wertpapieren.

Für das gesamte Handelsgeschäft erwarten die Experten einen Rückgang der Einnahmen von 1,9 Milliarden Euro auf 1,8 Milliarden Euro. Die schrumpfenden Einnahmen werden den Schätzungen zufolge auch auf das Ergebnis der einstigen Vorzeigesparte durchschlagen. Die Prognosen gehen für die Investmentbank von einem Gewinn vor Steuern von 436 Millionen Euro aus, nach 475 Millionen im Vorjahreszeitraum.

Damit würde das Investmentbanking der Deutschen Bank aber zumindest in die schwarzen Zahlen zurückkehren, nachdem der Bereich die vergangenen beiden Quartale mit Verlusten beendet hat. Das wäre für Garth Ritchie, den umstrittenen Chef des Bereichs und Stellvertreter Sewings, zumindest ein minimaler Erfolg.

Mehr: Vier Prozent Rendite hält die Deutsche Bank derzeit nicht für realistisch. Lesen Sie hier, warum das Geldhaus ihr Renditeziel opfert.

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