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Blackrock Die heimlichen Herren des Dax

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Ein Geheimnis namens Aladdin

Goldstein gehört zu den Pionieren bei Blackrock. Er kam 1994, direkt von der Universität, zu einer Zeit, als Blackrock das Wall-Street-Äquivalent einer Garagenfirma war. Heute ist er Chef von Blackrock Solutions - und der Hüter von Aladdin.

Hinter dem 1001-Nacht-Namen verbirgt sich das Geheimnis von Blackrock. Der Grund, warum Pensionskassen, Staatsfonds, Stiftungen, Versicherer weltweit dem Vermögensverwalter ihre Milliarden anvertrauen. Aladdin ist ein gigantisches Datenanalysesystem, es besteht aus einem Heer von Analysten und rund 5000 Großrechnern, verteilt auf vier Rechenzentren, deren Standorte geheim sind und die 200 Millionen Kalkulationen pro Woche ausführen. Eine Anlage, die die Weltraumbehörde Nasa neidisch machen kann. Die Kapazität braucht Aladdin, um täglich, stündlich, minütlich und teilweise sogar sekündlich auszurechnen, welchen Wert die Aktien, Bonds, Devisen oder Kreditpapiere haben, die in den milliardenschweren Anlageportfolios liegen.

Gleichzeitig durchleuchtet Aladdin, wie sich dieser Wert verändern dürfte, wenn sich das Umfeld verändert - die Konjunktur etwa oder die Umsatzzahlen, wenn Währungskurse purzeln oder der Ölpreis klettert. Das klingt einfacher, als es ist, denn die Wertpapiere, mit denen Investmenthäuser und Anleger jonglieren, sind komplizierte Konstrukte. Meist handelt es sich um Pools mit Abertausenden verschiedener Instrumente. Das macht es extrem schwer, herauszufinden, wie viel das Investment insgesamt wert ist - und wo die Gefahren liegen.

"Wir sind geradezu manisch, wenn es darum geht, jedes einzelne Instrument im Detail zu verstehen und das Ganze dann wieder auf die Portfoliosicht zusammenzubringen", sagt Goldstein. "Es ist eine Art Kernspintomograf für die Anlageportfolios von institutionellen Investoren." Der Vorteil für die Kunden: Wer seine weltweiten Positionen und Risiken auf Knopfdruck abrufen kann, gewinnt einen entscheidenden Vorsprung im Milliardengezocke. Er kann rechtzeitig kaufen oder verkaufen, Gewinne einstreichen oder Verluste vermeiden.

Lawrence Fink, genannt Larry, gründete Blackrock 1988. Der Sohn eines Schuhladenbesitzers in San Francisco konnte exzellente Studienabschlüsse vorweisen und galt an der University of California als brillanter Kopf. Nach dem Studium heuerte er bei First Boston an, damals eine der Topadressen im Investmentbanking. Sein Arbeitsfeld waren Hypotheken - langweilig in den Augen der Hochfinanzakrobaten, die mit Aktien jonglierten oder Unternehmensfusionen einfädelten. Doch Fink hatte eine Idee: aus Krediten Wertpapiere basteln, die sich an Investoren verkaufen ließen. "Larry gehört zu den Erfindern des Hypothekenpapiermarktes", sagt Larry Doyle, der für Fink arbeitete. "Er war ein Visionär." Es wurde ein Riesenerfolg, kein anderes Produkt bescherte der Wall Street je solche Gewinne - bis zur Jahrhundertfinanzkrise vor zwei Jahren.

Finance Briefing
Wie bei den "Ghostbusters"
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3 Kommentare zu "Blackrock: Die heimlichen Herren des Dax"

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  • Unbedingt dazu noch diesen Artikel lesen:

    http://www.theintelligence.de/index.php/wirtschaft/finanzen/3859-ein-gespenst-geht-um-im-deutschen-aktienindex-blackrock.html

  • Unsere_Medienwelt

    Alles Märchen!!!

    Ist die Presse da um uns zu informieren?

    Nein die privaten Konzernmedien sind nicht da um uns zu informieren.

    Medien sind da um uns abzulenken und eine bestimmte Meinung einzutrichtern!!!

    ( Je nach Wunsch der Eigentümer bzw. Drahtzieher )

    Wer die Information kontrolliert, kontrolliert alles!!!

  • 200 Millionen Kalkulationen pro Woche ... das schafft mein Laptop in der Sekunde. Die Zahl ist sicherlich nicht richtig. Wirft aber indirekt ein Bild auf die anderen Fakten des Artikels, die man nicht so einfach nachprüfen kann.

    Bitte etwas mehr Präzision in den etwas "reisserisch" geschriebenen Artikel!

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