Blockwall Deutschlands Pionier für Krypto-Assets legt zweiten Fonds auf

Blockwall bietet als erster deutsche Fonds Investoren Zugang in die Entwicklung von Kryptowährungen. Nun will der Gründer einen zweiten auflegen.
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Angesichts des Kursanstiegs ziehen Krypotwährungen immer mehr Investoren an. Quelle: Reuters
Bitcoin und Co.

Angesichts des Kursanstiegs ziehen Krypotwährungen immer mehr Investoren an.

(Foto: Reuters)

FrankfurtEs ist eine Geschäftsidee, die sich ganz allmählich entwickelte. „Am Anfang haben wir uns nur privat mit Krypto-Assets beschäftigt“, erzählt Laurenz Apiarius. Zu den bekanntesten Krypto-Assets gehören digitale Währungen wie Bitcoin und Ether. Doch nach und nach hätten immer mehr Freunde und Bekannte sein Wissen angezapft. Sie wollten zudem in die neue Welt investieren, hätten aber kein passendes Produkt gefunden.

Prompt war bei Apiarius die Idee für Blockwall geboren, den ersten deutschen Fonds, der Investoren Zugang in die Entwicklung von Kryptowährungen ermöglicht und zu Technologien wie Blockchain, auf denen sie basieren. Der erste Fonds hat ein Volumen von 16,5 Millionen Euro. Jetzt will Blockwall-Chef Apiarius den zweiten auflegen.

Die ersten derartigen Fonds gab es auf internationaler Ebene bereits vor etwa fünf Jahren. Dazu gehört unter anderem der Bitcoin Investment Trust von dem US-Anbieter Grayscale Investments. Nach Schätzungen der Researchgesellschaft Autonomous existieren inzwischen mehr als 250 Krypto-Fonds, die ein Vermögen von 3,5 bis fünf Milliarden Dollar verwalten.

Da einige der digitalen Währungen wie etwa Ripple im vergangenen Jahr enorm zugelegt haben, glänzten auch Fonds mit massiven Ertragszuwächsen, bevor sich ein steiler Kurssturz anschloss. Auf Grund der Achterbahnfahrt von Bitcoin & Co. hat Blockwall einen geschlossenen Fonds aufgelegt, der eine Laufzeit von sechs Jahren hat – um Anleger vor dem spekulativ getriebenen Auf und Ab zu schützen, wie Apiarius erklärt, „und einen stärkeren Fokus auf die technologische Entwicklung zu setzen.“ Im Gegensatz zu offenen Fonds werden bei geschlossenen Objekten nicht beliebig viele Fondsanteile veräußert.

Die Technologie, die sich Währungen wie Bitcoin zunutze machen, ermöglicht unter anderem eine ganze neue Art von Verträgen, die als so genannte „Smart Contracts“ weltweit diskutiert werden. Das sind im Prinzip digitale Verträge, die ohne eine Unterschrift zustande kommen. Die Technologie kann zudem in der Kommunikation von Maschinen zu Maschinen zum Einsatz kommen.

Noch ist aber unklar, was genau sich durchsetzt und welche Firmen davon profitieren. „Eine Investition in die Infrastruktur darunter macht daher mehr Sinn“, so Apiarius, „als Beteiligungen an den Unternehmen, die die Anwendungen entwickeln.“

Große traditionelle Vermögensverwalter und auch Hedgefonds waren bisher eher zurückhaltend, wenn es um Investitionen in Krypto-Assets geht. Die Beratungsgesellschaft Mercer, zu deren Kunden Pensionsfonds und andere Investoren gehören, sagte noch vor wenigen Monaten, digitale Währungen seien nicht anlagefähig.

Jüngere Umfragen deuten auf einen langsamen Meinungsumschwung hin. Das US-Researchhaus Tabb Group prognostiziert daher in einer jüngst erschienenen Studie, dass klassische institutionelle Investoren sich in diesem Jahr auf digitale Währungen einlassen würden. Denn nach und nach würden auch die Hürden dafür beseitigt – etwa Risiken beim Handel und ein größerer Aufwand als beim Handel mit Aktien und Anleihen.

Es gebe bei institutionellen Investoren enorme Summen, die darauf warteten, in Krypto-Assets investiert zu werden, sobald die Konditionen stimmig seien, heißt es in der Tabb-Group-Studie. Und da Börsen, Broker und Banken sich ebenfalls im verstärkten Maße aus Bitcoins und andere digitale Währungen einließen, verbesserten sich die Rahmenbedingungen allmählich.

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