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Börsendebüt Slack könnte beim Börsengang bis zu 17 Milliarden Dollar wert sein

Slack hat sich rasant als ein Firmen-Kommunikationstool etabliert. Am 20. Juni will der Messenger per Direktlisting an die New Yorker Börse gehen.
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Das Kommunikations-Tool hat sich fest in den Alltag vieler Firmen integriert. Quelle: Reuters
Slack

Das Kommunikations-Tool hat sich fest in den Alltag vieler Firmen integriert.

(Foto: Reuters)

Der Messenger Slack hat sich in kurzer Zeit in vielen Unternehmen als wichtiges Kommunikationstool etabliert. Bei seinem geplanten Börsenstart in der kommenden Woche wird das Mutterunternehmen Slack Technologies von Investoren nun mit stolzen 16 bis 17 Milliarden Dollar bewertet, schreibt die Nachrichtenagentur Bloomberg. Die Bewertung basiert demnach auf den geplanten Umsätzen und Wachstumsraten des Dienstes. Die Aktie soll am 20. Juni an der New Yorker Börse unter dem Kürzel WORK in den Handel starten.

Bei der letzten Finanzierungsrunde im vergangenen August wurde das Start-up noch mit 7,1 Milliarden Dollar bewertet. Doch bereits im April hat das Unternehmen Aktien über einen Privatverkauf losgeschlagen und kam da ebenfalls auf eine Bewertung von 16 Milliarden Dollar. Eine Slack-Sprecherin wollte die Werte Bloomberg gegenüber nicht kommentieren.

Slack selbst rechnet im Geschäftsjahr 2020, das im Januar endet, mit Umsätzen von 590 Millionen bis 600 Millionen Dollar. Gegenüber dem Vorjahr entspräche das einer Steigerung von bis zu 50 Prozent. Im Jahr darauf käme das Unternehmen dann auf Umsätze in Höhe von fast 900 Millionen Dollar. Die Investoren bewerten das Unternehmen somit ungefähr mit dem 20-fachen Umsatz.

Erlöse generiert Slack so: Wer nur die einfache Variante des Tools nutzt, zahlt nichts. Die Standardversion gibt es ab 6,25 Euro pro Nutzer und Monat, das Plus-Modell mit erweiterten Funktionen für 11,75 Euro pro Nutzer und Monat. Laut Unternehmensangaben hat der Messenger zehn Millionen aktive Nutzer pro Tag, und nach dem ersten Geschäftsquartal dieses Jahres kam er auf mehr als 95.000 zahlende Kunden.

Dennoch müssen sich die Aktionäre auch weiterhin auf Verluste im operativen Geschäft einstellen. In den Unterlagen an die US-Börsenaufsicht SEC schreibt Slack: „Wenn die Umsätze nicht wachsen, um die erwarteten Anstiege bei den operativen Ausgaben zu decken, werden wir auch künftig nicht profitabel sein.“ Im Gesamtjahr sollen sich die Verluste auf 182 bis 192 Millionen Dollar summieren, inklusive der Ausgaben für das Börsendebüt.

Der Börsengang wird allerdings kein klassischer IPO. Stattdessen geht Slack im Wege eines Direktlistings an die Börse. Das Unternehmen wird dabei keine neuen Aktien ausgeben. Die bisherigen Investoren können aber sofort ihre Aktien verkaufen. Ähnlich ist der Börsenstart des Musikstreamingdiensts Spotify im vergangenen Jahr abgelaufen. Zu den bisherigen Slack-Investoren zählen die Risikokapitalgeber Accel Partners und Andreessen Horowitz. Beraten wird Slack von Goldman Sachs, Morgan Stanley und Allen & Co.

Zahlreiche Firmen nutzen den Messenger, um im Team zu kommunizieren. Vielfach ersetzt er den als umständlich angesehenen E-Mail-Verkehr. Slack kann zudem mit anderen Diensten verknüpft werden – etwa mit Dropbox und Twitter. Ob momentan ein guter Zeitpunkt für einen Börsenstart ist, wird sich zeigen. Andere US-Techfirmen wie Lyft oder Uber hatten es nach ihren Börsengängen nicht einfach.

Mehr: Messenger-Dienste gewinnen in Unternehmen immer mehr an Bedeutung. Wie Sie diese in Ihr Unternehmen integrieren können, lesen Sie hier.

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