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Brexit-Banken Die verzweifelte Suche nach geeigneten Immobilien

Wegen des Brexits auf der Suche: Viele internationale Großbanken schauen sich in Frankfurt nach neuen Büros um. Sie finden aber oft nicht das geeignete Gebäude – obwohl der Leerstand vergleichsweise hoch ist.
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Obwohl zurzeit viele internationale Großbanken auf der Suche nach neuen Bürogebäuden sind, werden sie in Frankfurt oft nicht fündig. Quelle: dpa
Bankenviertel in Frankfurt

Obwohl zurzeit viele internationale Großbanken auf der Suche nach neuen Bürogebäuden sind, werden sie in Frankfurt oft nicht fündig.

(Foto: dpa)

Frankfurt Frankfurt hat mit knapp neun Prozent zwar eine der höchsten Büro-Leerstandsquoten in deutschen Großstädten. Doch das Angebot an modernen, hochwertigen und zusammenhängenden Flächen im Bankenviertel der Main-Metropole ist knapp. Das ist das Ergebnis einer Markt-Untersuchung des Immobiliendienstleisters Savills Plc.

„Nicht zuletzt wegen des Brexit schauen sich derzeit mehrere internationale Großbanken in Frankfurt nach Büros um. Teilweise werden dabei Flächen von über 10.000 Quadratmetern nachgefragt“, sagt Benjamin Remy, der bei Savills für das Büro-Vermietungsgeschäft in Frankfurt verantwortlich ist, in einem Interview mit Bloomberg. „Bei genauerem Blick stellt sich heraus, dass es gar nicht so viele geeignete Objekte für Banken gibt.“

Die attraktivsten Städte für Londoner Banker
Wohin zieht es die Banken nach dem Brexit?
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Es werden immer mehr Stimmen laut, dass sowohl englische als auch ausländische Banken Arbeitsplätze nach Paris oder Frankfurt verlagern werden. Doch eine Studie von Movinga zeigt: Für Banker sind die beiden europäischen Metropolen keinesfalls die attraktivsten Städte. Die Online-Umzugsplattform hat anhand verschiedener Kriterien – unter anderem Abgabenhöhe, Englisch-Freundlichkeit, Mieten, Kosten für den Lebensunterhalt und Flugminuten nach London – die lebenswertesten Städte für Londoner Banker zusammengestellt.

(Foto: Reuters)
Platz 10: Mailand
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Die zweitgrößte Stadt Italiens ist für Londoner Banker im Vergleich zu anderen europäischen Metropolen eher unattraktiv: Das liegt der Studie zufolge vor allem an der 130-minütigen Flugstecke, den hohen Mieten für Top-Wohnungen – fast 3000 Euro im Mittel – und dem geringen Anteil englischsprachiger Bewohner der Stadt.

(Foto: dpa - picture-alliance)
Platz 9: Paris
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Manche Finanzexperten prophezeien zwar, dass die französische Hauptstadt nach dem Brexit zum neuen Finanzzentrum Europas wird. Im Preis-Leistungsverhältnis schneidet Paris aber deutlich schlechter als andere europäische Metropolen ab, was insbesondere an dem enorm hohen Einkommensteuersatz von 49 Prozent und an den horrenden Lebenshaltungskosten liegt. Das obere Mietpreissegment beträgt fast 3.400 Euro im Monat, für die Mitgliedschaft in einem Luxus-Fitnessstudio werden mehr als 100 Euro monatlich fällig und für einen Cocktail am Abend im Mittel zwölf Euro.

(Foto: dpa - picture-alliance)
Platz 8: Madrid
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In der spanischen Hauptstadt müssen Londoner Banker weniger tief ins Portemonnaie greifen. Für eine Top-Wohnung zahlen sie in Madrid etwas mehr als 2.400 Euro, der maximale Einkommensteuersatz beträgt 42 Prozent. Allerdings müssen die Banker bei einer Flugzeit von 155 Minuten mehr als doppelt so viel Zeit einplanen, wenn sie Freunden und Bekannten in der ehemaligen Heimat London einen Besuch abstatten möchten.

(Foto: AP)
Platz 7: Hamburg
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Die deutsche Hansestadt könnte für einige Banker aus London zur neuen Heimat werden: Dort sprechen – im Vergleich zu Madrid, Paris und Mailand – laut Untersuchung deutlich mehr Menschen Englisch, die deutsche Metropole ist nur 90 Flugminuten von London entfernt und die durchschnittlichen Mieten für Top-Wohnungen sind vergleichbar mit denen in der spanischen Hauptstadt. Mit fast 48 Prozent ist in Hamburg der maximale Einkommensteuersatz allerdings vergleichsweise hoch.

(Foto: dpa)
Platz 6: Frankfurt
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Noch lebenswerter für Banker als Hamburg ist Frankfurt. Dennoch schafft es die ohnehin schon weltweit als deutsche Finanzmetropole bekannte Großstadt nicht unter die Top fünf der attraktivsten europäischen Städte für Londoner Banker. Der Grund: hohe Abgaben, hohe Mieten und Lebenshaltungskosten. Für eine Hausreinigung werden schon mal 144 Euro fällig, für eine Mitgliedschaft im Luxus-Fitnessstudio 99 Euro und für einen Cocktail am Abend neun Euro.

(Foto: dpa)
Platz 5: Brüssel
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Der Hauptsitz der europäischen Politik kann trotz eines hohen Einkommensteuersatzes vor allem mit der Nähe zu London (70 Flugminuten) und vergleichsweise geringen Mieten für Top-Wohnungen punkten. Im Schnitt betragen diese in Brüssel etwa 1.500 Euro monatlich.

(Foto: dpa)

Erst in dieser Woche war eine hochwertige Bürofläche aus dem Angebot der Makler verschwunden. Die Bundesbank unterzeichnete einen neuen zehnjährigen Mietvertrag für 7000 Quadratmeter im Frankfurter Trianon-Hochhaus. Savills hatte bei der Untersuchung zu verfügbaren Büros im Bankenviertel große zusammenhängende Flächen berücksichtigt, die wegen des Auszugs von Alt-Mietern oder wegen eines Neubaus auf dem Markt sind.

In seiner Analyse identifiziert das Unternehmen für dieses Jahr lediglich sechs hochwertige Immobilien mit freien Flächen von mehr als 10.000 Quadratmetern, die für potenzielle Mieter zur Verfügung stehen und sich in zentraler Innenstadt-Lage befinden. Hinzu kommen drei weitere Objekte mit einem Angebot zwischen 5000 und 10.000 Quadratmetern.

Für 2018 berücksichtigt das Unternehmen drei zusätzliche Immobilien mit einem Leerstand von 8000 Quadratmetern, 11.500 Quadratmetern und 44.000 Quadratmetern. Erst ein Jahr später dürften demnach drei Objekte mit verfügbaren Flächen von fast 100.000 Quadratmetern hinzukommen.

Remy sagt: „Wenn man die Anzahl der Gesuche analysiert und bedenkt, dass es eher unwahrscheinlich ist, dass zwei Großbanken in ein und dasselbe Gebäude ziehen und über welche Bezugszeitpunkte gegenwärtig gesprochen wird, dann ist die Auswahl in Frankfurt durchaus begrenzt.“

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