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Britische Bank Barclays erhöht die Dividende trotz niedrigerem Quartalsgewinn

Die britische Bank will wegen des niedrigen Quartalsgewinns die Kosten drücken. Gleichzeitig erhöht Barclays die Dividende, um Anleger zu locken.
Update: 01.08.2019 - 11:32 Uhr Kommentieren
Investoren erhalten eine um 20 Prozent höhere Zwischendividende von drei Pence je Aktie Quelle: Reuters
Barclays-Hauptgebäude

Investoren erhalten eine um 20 Prozent höhere Zwischendividende von drei Pence je Aktie

(Foto: Reuters)

London Die britische Bank Barclays will die Kosten des Geldinstituts in diesem Jahr weiter drücken. Das gab CEO Jes Staley am Donnerstag mit, als er die Zwischenbilanz des Geldhauses vorstellte. Die Kosten sollen unter die 13,6-Milliarden-Pfund-Marke gedrückt werden, teilte Staley mit. Bislang hatte sich Barclays zum Ziel gesetzt, die Kosten zwischen 13,6 und 13,9 Milliarden Pfund zu halten.

Im zweiten Jahresquartal ging der Verdienst um knapp eine Milliarde Pfund – und damit rund um ein Fünftel im Vergleich zum Vorjahr – zurück. Damit liegen die Zahlen unter den Erwartungen der Analysten. Zu berücksichtigen ist aber, dass das Geldhaus höhere Kosten zu bewältigen hatte als 2018. Erste Einsparungsmaßnahmen hat die Bank schon getroffen, heißt es von Staley. Im zweiten Quartal habe die Bank 3000 Arbeitsplätze abgebaut, um die Kosten zu senken und die Rentabilitätsziele zu erreichen.

Trotz des niedrigen Quartalsgewinns lockt die britische Bank ihre Anleger mit einer höheren Dividende. Investoren erhalten eine um 20 Prozent höhere Zwischendividende von drei Pence je Aktie. Für das Gesamtjahr will das Institut drei Mal so viel ausschütten. Von April bis Juni verdiente Barclays vor Steuern – wie von Analysten erwartet – 1,58 Milliarden Pfund nach 1,9 Milliarden Pfund vor Jahresfrist.

Vor allem das Geschäft mit Anleihen, Devisen und Rohstoffen sei gut gelaufen. Die Erträge in der Sparte kletterten um 25 Prozent auf 920 Millionen Pfund. Im Aktienhandel mussten die Briten allerdings, wie viele andere Geldhäuser auch, Federn lassen.

Die Märkte reagierten positiv darauf, dass die Bank ihre Kosten drosseln, eigene Anteile zurückkaufen und eine höhere Dividende ausschütten will. Diese Aussichten – in Kombination mit dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed – trieben die Aktien an. Ihr Wert stieg um 2,9 Prozent. Damit war sie am Donnerstagmorgen drittstärkster Wert im britischen Leitindex FTSE 100. Um knapp fünf Prozent hat die Aktie seit Jahresbeginn zugelegt.

Mehr: Im ersten Halbjahr sind die Fintech-Investments und Übernahmen weltweit gesunken. Anders sah es in Europa und vor allem in Deutschland aus.

  • Bloomberg
  • rtr
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