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Britische Großbank HSBC baut Hunderte Jobs im Investmentbanking ab

Bankchef Flint setzt sein Umbauprogramm fort: In der Investmentbank müssen zahlreiche Mitarbeiter gehen. Gleichzeitig soll es in Asien Einstellungen geben.
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Dank ihrer Wurzeln in Hongkong ist die HSBC im Vergleich zu europäischen Wettbewerbern stark in den asiatischen Wachstumsmärkten vertreten. Quelle: dpa
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Dank ihrer Wurzeln in Hongkong ist die HSBC im Vergleich zu europäischen Wettbewerbern stark in den asiatischen Wachstumsmärkten vertreten.

(Foto: dpa)

London HSBC-Chef John Flint plant, Hunderte Jobs abzubauen: 500 Arbeitsplätze im Investmentbanking sollen wegfallen, berichtete Bloomberg unter Berufung auf nicht näher genannte Personen. Die Bank teilte auf Anfrage mit, es fänden „kontinuierlich“ Überprüfungen in den Geschäfts- und Funktionsbereichen statt.

Im vergangenen Jahr waren die Kosten bei HSBC stärker als die Erträge gestiegen, Bankmanager Flint hatte sich zum Ziel gesetzt, diese Entwicklung zu stoppen. Und sein Vorhaben zeigte zuletzt Wirkung: Im ersten Quartal zogen die Erträge um fünf Prozent auf 14,4 Milliarden Dollar an, die Kosten um 3,2 Prozent. An diese Erfolge will der Vorstandschef der britisch nun offenbar anknüpfen, indem er Arbeitsplätze verlagert.

Global sollen bis zum Jahresende mehrere hundert Jobs gestrichen werden, an anderer Stelle – vor allem in Asien – will man neue Mitarbeiter einstellen. Unter dem Strich dürfte die Zahl der Beschäftigten zum Jahresende somit gleichbleiben.

Gestrichen werden Arbeitsplätze wohl vor allem im Bereich „Global Banking and Markets“, berichtet der Nachrichtendienst Bloomberg. Ab Mitte Juni sollen dem Bericht zufolge die Mitarbeiter informiert werden. In der Investmentbank sind rund 48.500 der insgesamt 238.000 HSBC-Mitarbeiter beschäftigt, der Bereich erwirtschaftet etwa ein Drittel der Gruppenumsätze.

HSBC-Boss Flint hatte schon vor Monaten angekündigt, an der Kostenstruktur zu arbeiten. Im Blick hat der Bankchef dabei eine in der Branche „Jaws“ genannte Kennzahl: Man erzielt „positive Jaws“, wenn die Erträge stärker steigen als die Kosten. Für das vergangene Jahr lag diese wichtige Marke jedoch bei minus 1,2 Prozent.

Stark im Asien-Geschäft

Bei der Bilanzvorlage im Februar hatte Flint verkündet, die Bank werde ihre geplanten Investitionen in Höhe von 15 bis 17 Milliarden Dollar möglicherweise über einen längeren Zeitraum strecken. Als Grund nannte er die schwächelnde Konjunktur in den Schlüsselmärkten China und Großbritannien.

Dank ihrer Wurzeln in Hongkong nimmt die HSBC gegenüber den europäischen Wettbewerbern eine führende Rolle in den Wachstumsmärkten in Asien ein. Insbesondere der Heimatmarkt Hongkong ist seit Langem eine verlässliche Einnahmequelle. Flint sieht große Chancen, der schnell wachsenden chinesischen Mittelschicht Versicherungen zu verkaufen und unzählige neue Millionäre in der Vermögensverwaltung zu beraten.

Allerdings bekommt HSBC durch die starke Ausrichtung auf den chinesischen Markt auch die Spannungen zwischen den USA und China besonders stark zu spüren.

Mehr: Europas größte Bank hat die Erwartungen der Analysten im ersten Quartal übertroffen: Nicht nur der Gewinn, auch die Erträge wuchsen kräftig.

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