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Britische Großbank HSBC steigert Umsatz um fünf Prozent, bleibt aber hinter Erwartungen zurück

Die HSBC kann ihren Umsatz 2018 um fünf Prozent steigern. Doch die Großbank leidet unter der wirtschaftlichen Unsicherheit in ihren Schlüsselmärkten.
Update: 19.02.2019 - 10:16 Uhr Kommentieren
HSBC verfehlt trotz deutlich höherem Gewinn die Erwartungen Quelle: Reuters
HSBC-Gebäude in London

Der bevorstehende Brexit sorgt für Unsicherheit.

(Foto: Reuters)

LondonDie britische Großbank HSBC bekommt die Abkühlung der Weltwirtschaft zu spüren. Zwar konnte Europas größte Bank ihren Umsatz um fünf Prozent auf 53,8 Milliarden Dollar steigern. Der Vorsteuergewinn wuchs sogar um 16 Prozent auf 19,9 Milliarden Dollar. Doch die Zahlen blieben hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Sie hatten mit einem Umsatz von 54,7 Milliarden und einem Gewinn von 21,3 Milliarden Dollar gerechnet.

Der neue CEO John Flint, der die HSBC-Führung 2018 von Stuart Gulliver übernommen hatte, sprach von „guten Ergebnissen“. Zugleich räumte der Bankchef ein, dass das Geschäft schwieriger geworden sei. Das Kreditgeschäft in Asien wuchs im vierten Quartal nur noch um 5,5 Prozent, deutlich langsamer als im Vorjahr. Auch die Turbulenzen an den Finanzmärkten in den letzten Wochen des Jahres haben den Umsatz der Bank weltweit gedrückt.

HSBC ist in zwei Märkten besonders aktiv, in denen akute Krisen drohen. Chinas Wirtschaft wuchs 2018 nur noch um 6,6 Prozent, der Handelskonflikt mit den USA macht Unternehmen vorsichtig. Und in Großbritannien lähmt die Brexit-Unsicherheit jegliche Unternehmenstätigkeit. Bei einem ungeordneten Brexit droht eine Rezession.

Trotz der Abkühlung bleibt Asien der Gewinnbringer der Bank, sie verdiente hier 89 Prozent des Gesamtgewinns. Auch das britische Filialgeschäft ist immer noch sehr lukrativ. Insgesamt konnte HSBC daher die Eigenkapitalrendite auf 8,6 Prozent steigern. Das ist im europäischen Vergleich ein guter Wert, wenn auch noch deutlich unter dem Ziel von elf Prozent, das Flint für 2020 ausgegeben hat. Analysten zweifeln, dass er es erreichen wird.

Anleger reagierten enttäuscht auf die Ergebnisse, die Aktie fiel im Handel in Hongkong um 2,7 Prozent, bevor sie sich später wieder erholte. Flint musste sich insbesondere dafür rechtfertigen, dass die Kosten schneller gestiegen sind als der Umsatz. Er erklärte, der Umsatz in den letzten Wochen des Jahres sei so rasant eingebrochen, dass man auf der Kostenseite nicht mehr habe gegensteuern können. Schon im ersten Quartal will er die Kosten jedoch wieder unter Kontrolle bringen.

Flint sagte, vielleicht müsse man die Investitionspläne zeitlich etwas anpassen. Bei der Vorstellung seiner Strategie im Juni hatte er angekündigt, binnen drei Jahren 15 bis 17 Milliarden Dollar investieren zu wollen – vor allem in die Expansion in Asien und die Digitalisierung. Im US-Geschäft, seit langem ein Sorgenkind der Bank, konnte Flint die Eigenkapitalrendite auf 2,7 Prozent verbessern. Auch hier ist es noch ein weiter Weg zu den angestrebten sechs Prozent.

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