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C-Quadrat Deutsche-Bank-Großaktionär HNA verkauft seine Fondstochter

Der Mischkonzern aus China setzt seine Verkäufe fort. Jetzt trennt HNA sich vom Wiener Vermögensverwalter C-Quadrat. Der Deal trifft indirekt auch die Deutsche Bank.
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Der Mischkonzern trennt sich auf Druck der chinesischen Regierung von etlichen Beteiligungen. Quelle: Reuters
HNA

Der Mischkonzern trennt sich auf Druck der chinesischen Regierung von etlichen Beteiligungen.

(Foto: Reuters)

Einst sah es so aus, als wäre der Akquistionshunger des chinesischen Konzerns HNA nicht zu stillen. Doch um ihre Schuldenlast in den Griff zu bekommen, verkaufen die Chinesen bereits seit anderthalb Jahren Beteiligungen. Das trifft jetzt auch den Wiener Vermögensverwalter C-Quadrat.

„Der Gründer und Vorstandschef Alexander Schütz und der Vorstand und Aktionär Cristobal Mendez de Vigo werden gemeinsam eine Mehrheitsbeteiligung an C-Quadrat erwerben und damit wieder die vollständige Kontrolle über das Unternehmen übernehmen“, heißt es in einer Mitteilung von diesem Freitag. Gleichzeitig beteiligt sich die in Hongkong ansässige Investmentgesellschaft Jebsen Group mit einem Minderheitsanteil an dem Unternehmen.

Der Deal betrifft zumindest indirekt auch die Deutsche Bank. Denn über einen Fonds von C-Quadrat hält HNA seine Beteiligung am größten deutschen Geldhaus. Außerdem sitzt Schütz auch im Aufsichtsrat der Bank.

Auf dem Höhepunkt kontrollierte HNA rund zehn Prozent der Deutsche-Bank-Aktien. Diesen Anteil hatten die Chinesen allerdings zu einem erheblichen Anteil mit Krediten finanziert und über eine komplexe Derivatestruktur bei der Schweizer Großbank UBS abgesichert. Mittlerweile kontrolliert HNA nur noch 4,9 Prozent der Anteile des Frankfurter Geldhauses; die direkte Beteiligung durch Aktien ist auf 0,19 Prozent zusammengeschrumpft.

Durch den Verkauf von C-Quadrat werde sich für die Deutsche Bank nichts ändern, heißt es in Finanzkreisen. C-Quadrat habe die Beteiligung bereits vor der Übernahme durch HNA verwaltet, und werde das auch nach dem Verkauf fortsetzen. Es gebe auch keinerlei Anzeichen dafür, dass Schütz den Aufsichtsrat der Deutschen Bank verlassen werde, hieß es.

Nach Jahren der schuldengetriebenen Expansion konzentriert sich HNA inzwischen wieder auf das Kerngeschäft rund um die Luftfahrt. Auch auf Druck der chinesischen Regierung trennte sich der Konzern von einer ganzen Reihe von Beteiligungen. In den vergangenen 18 Monaten summierten sich diese Verkäufe auf 25 Milliarden Dollar.

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