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Carsten Maschmeyer „Vertrieb ist ganz einfach“

Der AWD-Gründer Carsten Maschmeyer wird in einigen Medien immer noch gerne als „Abzocker“ und „Drückerkönig“ tituliert. Auf der Handelsblatt-Tagung spricht der Finanzunternehmer darüber, wie er gute Beratung definiert.
10 Kommentare

Social Media ersetzt den Bankberater nicht

FrankfurtCarsten Maschmeyer - viele Deutsche haben von dem Finanzunternehmer kein gutes Bild. Sie kennen seinen Namen aus Fernsehdokumentationen mit Titeln wie „Der Drückerkönig und die Politik“ oder „Abzocker Maschmeyer“. Doch Maschmeyer will dieses Image los werden. Also redet der Gründer des Finanzvertriebs AWD auf der Handelsblatt-Banken-Tagung darüber, was gute Beratung ausmacht. Er hat dafür einen einfachen Grundsatz: „Die entscheidende Frage lautet: Wenn der Kunde mein Bruder oder meine Schwester ist, würde ich das Produkt auch dann noch so empfehlen?“ Und fügt hinzu: „Und ich habe kein gestörtes Verwandtenverhältnis.“

Solche Nebensätze sind es, die zeigen, wie bewusst sich Maschmeyer seines Rufes ist. Die Zuhörer könnten jedes einzelne Wort von ihm auf die Goldwaage legen und zu seinen Ungunsten interpretieren, also reicht er gleich eine Präzisierung nach. Die wiederum lässt das Publikum schmunzeln, und er gewinnt an Sympathie.

Maschmeyer hat den AWD 2008 mit großem Gewinn an den Schweizer Versicherungskonzern Swiss Life verkauft, inzwischen ist er Vorstand bei der Maschmeyer Rürup AG und berät Banken, Versicherer und Regierungen bei Altersvorsorge-Strategien. Trotzdem muss er sich immer wieder mit seiner Vergangenheit beim Finanzvertrieb AWD herumschlagen. Die Stiftung Warentest, die für viele Deutsche als absolut glaubwürdige Instanz gilt, wirft ihm vor, die „systematische Falschberatung“ seines früheren Unternehmens zu verharmlosen.

Zuletzt machte Maschmeyer vor allem Schlagzeilen mit einer juristischen Fehde mit dem Norddeutschen Rundfunk. Der Fernsehsender hatte Maschmeyer als „Drückerkönig“ bezeichnet und vorgeworfen, dass der AWD zahlreiche Kleinanleger betrogen habe.

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10 Kommentare zu "Carsten Maschmeyer: „Vertrieb ist ganz einfach“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Na ja, irgendwie fiel gestern schon auf, dass in der allg. Presse über Josef Ackermann auf der Bankentagung und zusätzlich im HB über Carsten Maschmeyers Auftritt berichtet wurde: Halbgeschmeidig anerkennend. So gar nicht HB-like. Ackermann-Maschmeyer, das ist "personell" ein ziemliches, sagen wir: Spektrum. Ich sehe die Bühne für Maschmeyer auch kritisch. Wäre ich das HB, dann hätte ich die Diplomatie der Auslassung betrieben: ich hätte Berichte über Maschmeyer ... ausgelassen.

  • vom Saulus zum Paulus? Herr Maschmeyer ist und bleibt ein Struki. So ist er groß geworden und so wird er weiter Geschäfte machen. Die Worte sind Wort-Hülsen. Wie er gute Beratung definiert? er soll mal die Fragen die durch seinen Finanz-Vertrieb alles verloren haben. Nicht nur die Kunden sondern auch die "Mitarbeiter" solcher Struki-Konstrukte!Hier wird nicht nur Geld sondern auch Menschen verheizt für den Gewinn und die vollen Taschen der Bosse.

  • Überraschender Weise lese ich hier von Handelsblattlesern, welchen ich grundsätzlich ein Mindestmaß an emotionaler und intellektueller Intelligenz zuspreche, nur plakative Aussagen, welche dann auch noch anonym verfasst werden.
    Ist der "Schuldige" erst einmal gefunden fällt es auch dem Rabenvater leicht den Stein aufzunehmen und ihn zu werfen.

    Würde das Handelsblatt seine Berichte so verfassen wie manch ein Leser der sich berufen fühlt einen Kommentar zu verfassen, würde das Niveau unter das jeder deutschen Boulevardzeitung sinken.

    Ich bin weniger über den Artikel verwundert, als über die Kommentare erschrocken :-((

    Mit freundlichen Lesergrüßen,
    Ralf K.

  • Ob Herr Maschmeyer seinem Bruder oder seiner Schwester auch einen Dreiländerfond verkauft hätte ?? Er hatte keine Probleme diese Fonds zu Zehntausenden unter das Volk zu streuen. Die Probleme haben jetzt andere.
    Das Herr Schröder und Herr Wulff zu seinen dicksten Freunden zählen, ist für mich definitiv kein Qualitätsmerkmal. Der Autor dieses Artikels versucht hier in recht plumper Form H.Maschmeyer reinzuwaschen.

  • Manche können auch ihre Schwiegermütter verkaufen.
    Manche würden gerne ihre Schwiegermütter verkaufen.
    Einer könnte dies bestimmt tun.
    Wer das wäre, da dürfen sie dreimal raten.

    Es fällt mir nicht schwer zu denken, dieser Mann hat Dreck am Stecken.
    Kein Butterbrot würde ich dem ab kaufen.
    Man sehe sich sein Gesicht an und wenn man dann noch überzeugt ist, dass er keinen betrügen kann, dann steht einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit ihn ja nichts mehr im Weg.
    Nur ich würde da lieber mein Geld im Sack behalten.
    Zu viele prominente Personen mit denen er gut Freund sein will.

  • Reicht Maschmeyers Einfluss jetzt schon bis in die Hb-Redaktion?!

    Sportsfreunde, ihr fasst da ein ganz heisses Eisen an!
    Es braucht lange einen guten Ruf zu erwerben, aber ganz schnell ist dieser auch wieder zerstört.

  • Sehr geehrtes Handelsblatt,

    noch so´n Ding und ich kündige mein Abo!!!

  • Selten einen so schlechten Artikel im Handelsblatt gelesen.

  • Alle von Maschmeier in den AWD eingespeisten Produkte waren auf maximale Provisionen ausgelegt, Geld hat keiner seiner Kunden damit verdient. Wer meint auf diesem Wege genügend Dumme gefunden zu haben und ein Vermögen zu scheffeln, der glaubt auch das Vertrieb ganz einfach ist.

  • „Die entscheidende Frage lautet: Wenn der Kunde mein Bruder oder meine Schwester ist, würde ich das Produkt auch dann noch so empfehlen?“
    Ach ne, die Frage muss ihm in den letzten 5 Minuten eingefallen sein. Sozusagen die alles beschönigende Ausrede.
    Diese Frage kam im Leitfaden für seine Vertriebsdeppen aber nun definitiv nicht vor.
    Er soll doch einfach mal einen Schulungs-/Seminarordner seiner Truppe auf den Tisch legen, mit der eidesstattlichen Versicherung, dass der denselben Umfang / Inhalt wie früher hat. Daneben sind dann die ERGO Parties Klosterausflüge.

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