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„Coalition“-Rangliste Deutsche Bank rutscht im europäischen Investmentbanking auf Platz vier ab

Der Umbau hat Folgen: Im Ranking des Informationsdiensts Coalition rutscht die Deutsche Bank um zwei Plätze ab. Es gibt aber auch gute Nachrichten.
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Deutsche Bank fällt im europäischen Investmentbanking auf Platz 4 Quelle: dpa
Deutsche Bank

Gemessen an den weltweiten Einnahmen aus dem Investmentbanking verteidigt das Frankfurter Geldhaus seine Stellung als erfolgreichste europäische Bank.

(Foto: dpa)

FrankfurtDas Investmentbanking ist heiß umkämpft. Will man die Frage beantworten, welche Institute hier Marktanteile gewinnen oder verlieren, gelten in der Branche die Ranglisten des britischen Informationsdienstleisters Coalition als besonders vertrauenswürdig. Am Donnerstagmorgen hat Coalition seine Übersicht für 2018 veröffentlicht.

„2018 war für viele Investmentbanken ein schlechtes Jahr. Vor allem das Geschäft mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen lief schlecht. Aber auch für Aktien war die Entwicklung wenig erfreulich“, sagte George Kuznetsov, Chefanalyst des Informationsdienstleisters.

Auf internationaler Ebene hat sich in der Rangliste wenig verändert. Gemessen an den globalen Erträgen dominieren fünf Wall-Street-Häuser den Markt: JP Morgan, Goldman Sachs, Citi, Morgan Stanley und die Bank of America Merril Lynch. Goldman Sachs und Bank of America machen dabei im Vergleich zu 2017 einen Platz gut.

Erst auf Platz sechs folgt mit der Deutschen Bank das erste europäische Haus in der internationalen Übersicht. Trotz der Marktturbulenzen 2018 verteidigt der deutsche Branchenprimus damit seinen Rang und steht weiter vor den europäischen Konkurrenten von Barclays, Credit Suisse, HSBC, UBS, BNP und Société Générale.

Schlechter sieht die Situation bei der Deutschen Bank jedoch aus, wenn man speziell auf das Geschäft in Europa, dem Nahen Osten und Afrika blickt (der sogenannten EMEA-Region): Hier ist das Institut um zwei Plätze abgerutscht. Stand die Bank 2017 noch auf Platz zwei hinter JP Morgan, so belastete vor allem das zweite Halbjahr 2018 die Erträge. Citi und Goldman Sachs sind an der Deutschen Bank vorbeigezogen. Damit dominieren nun gleich drei US-Häuser das europäische Geschäft.

„Die erneute Verbesserung im Ranking zeigt, dass wir mit unserer Strategie richtig liegen,“ erklärte Michael Schmitz, Co-Chef des Wertpapierhandelsgeschäfts bei Goldman Sachs in Frankfurt. „Auf der einen Seite sehen wir weiterhin eine Konsolidierung zugunsten größerer Anbieter, auf der anderen Seite bieten wir unseren Kunden mehr Services und gewinnen Marktanteile hinzu.“

Christian Sewing, der neue Vorstandschef der Deutschen Bank, hatte nach seinem Antritt 2018 das Geschäftsmodell noch einmal angepasst, mit Einschnitten im Investmentbanking in den Vereinigten Staaten und in Asien sowie im Aktiengeschäft. Einige Analysten glauben allerdings, dass das nicht ausreicht und Sewing die Investmentbank radikal verkleinern sollte mit einem Komplettrückzug aus den USA und aus dem Aktiengeschäft.

Im wachsenden Asiengeschäft behauptet die Deutsche Bank ihren siebten Platz, während die UBS zwei Plätze gutmacht auf Platz sechs. Nur in Asien ist eine europäische Bank unter den Top drei zu finden, HSBC. Ansonsten dominieren hier wie auch auf dem amerikanischen Markt die großen Wall-Street-Häuser.

Kuznetsov von Coalition rechnet auch für 2019 mit einer weiterhin schwierigen Entwicklung für die Europäer: „Das Marktumfeld bleibt herausfordernd, vor allem im Bereich festverzinslicher Wertpapiere. Die US-Banken dürften sich weiter von den europäischen Instituten absetzen.“ Zu den Gründen zählten die niedrigen Leitzinsen in Europa und eine schlechtere Kostenstruktur.

Es gibt aber auch optimistischere Stimmen, was das allgemeine Marktgeschehen angeht. Goldman-Sachs-Banker Schmitz sagt: „In den nächsten Wochen werden wir Klarheit bei Themen bekommen, die bisher zu einer gewissen Zurückhaltung im Markt geführt haben“, darunter der Handelsstreit zwischen China und den USA oder der Brexit. „Wir sehen durchaus Hoffnung im Markt, dass auch 2019 ein ordentliches Aktienjahr wird.“

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