Credit Suisse Alte Zahlen in neuem Gewand

Die zweitgrößte Schweizer Bank passt ihre Geschäftsergebnisse an die neue Organisationsstruktur an. Investoren erhalten so eine Vorschau, in welcher Form die Schweizer Bank im kommenden Monat ihr Ergebnis vorlegen wird.
Unter der Leitung des neuen Chefs, Tidjane Thiam, will die Credit Suisse bis 2018 auf einen Gewinn von 2,3 Milliarden Franken auf dem Heimatmarkt erreichen. Quelle: dpa
Credit Suisse

Unter der Leitung des neuen Chefs, Tidjane Thiam, will die Credit Suisse bis 2018 auf einen Gewinn von 2,3 Milliarden Franken auf dem Heimatmarkt erreichen.

(Foto: dpa)

ZürichDie Credit Suisse hat den Vorsteuergewinn 2014 des Schweizer Geschäfts nach Anpassungen an die neue Organisationsstruktur angehoben. Die zweitgrößte Schweizer Bank bezifferte das Ergebnis am Freitag auf 1,976 Milliarden Franken. Bei der Vorlage der neuen Strategie in Oktober hatte das Institut noch einen Wert von 1,6 Milliarden Franken ausgewiesen.

Eine Sprecherin des Konzerns erklärte, es handle es sich um rein technische Neuzuordnungen. Am Ziel, in dieser Division bis 2018 auf einen Gewinn von 2,3 Milliarden Franken zu kommen, halte Credit Suisse fest. Ausgehend vom ursprünglichen Vorsteuergewinn hatten Experten von einem ambitiösen Ziel gesprochen. Credit Suisse will die Division 2017 an die Börse bringen, aber die Mehrheit selbst behalten.

Dass die Finanzergebnisse nun angepasst werden, ist der neuen Organisationsstruktur der Bank geschuldet. Investoren erhalten so eine Vorschau, in welcher Form die Schweizer Bank im kommenden Monat ihr Ergebnis vorlegen wird.

Unter der im Oktober angekündigten Restrukturierung der Credit Suisse Group wurden drei neue regional ausgerichtete Divisionen - Schweiz, Asia Pacific und International Wealth Management - geschaffen. Dazu kamen zwei globale Divisionen, Global Markets und Investment Banking & Capital Markets.

Die Vorlage der an die neue Strategie angepassten Finanzergebnisse seit 2011 soll nach Angaben der Sprecherin Amy Rajendran das Verständnis für die Bank erleichtern. Analysten bieten die Zahlen eine Basis zum Vergleich, wie die Bank auf dem Weg zur Erreichung ihrer Ziele vorankommt.

Die Stars der Bankenwelt
Beste Devisenbank: Citibank
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Das US-Magazin „Global Finance“ hat für seine Rangliste der besten Banken 2015 Banken mehrerer Länder unter die Lupe genommen. In die Wertung flossen dabei objektive Kriterien wie das Wachstum des verwalteten Vermögens oder die Profitabilität ebenso ein wie subjektive Einschätzungen von Bankberatern oder Analysten. Die Gewinner wurden in zwölf Kategorien gekürt.

In der Kategorie beste Devisenbank wurde die Citibank ausgezeichnet. Die Marktkapitalisierung erreichte in diesem Jahr 155,8 Milliarden Dollar.

Beste islamische Bank: Al Baraka Bank
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Die Al Baraka Bank mit Sitz in Bahrain ist für „Global Finance“ das beste islamische Finanzinstitut. Die Bank verfüge über eine starke Präsenz im mittleren Osten und Nordafrika mit Standorten in Libyen, Tunesien, Sudan, Algerien, Libanon und Ägypten. Außerdem unterhält die Bank Niederlassungen in Südafrika, Indonesien, Pakistan und der Türkei. Die Marktkapitalisierung der Al Baraka Bank wurde in diesem Jahr auf 1,21 Milliarden Dollar beziffert.

Cash Management: Citigroup
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Auch im Cash Management sieht „Global Finance“ die Citibank an der Spitze. Die entsprechende Sparte der Bank verfügt über eine beeindruckende Kundenliste mit multinationalen Firmen und auch Finanzinstituten.

Bester Handelsfinanzierer: HSBC
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In der Kategorie „Bester Handelsfinanzierer” kann die britische HSBC punkten. HSBC gehört nicht nur zu den größten Unternehmen der Welt sondern ist auch Europas größte Bank. Ermöglicht wurde dies vor allem durch eine Marktkapitalisierung von 140,9 Milliarden Dollar.

Beste Sub-Depotbank: Citibank
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Und in noch einer Kategorie siegt die Citibank. Als beste Sub-Depotbank sieht „Global Finance“ das Geldhaus ganz vorne. Die US-Großbank verfüge vermögensrechtlich über das größte Depot-Netzwerk der Welt. Die Marktkapitalisierung der US-Großbank erreichte in diesem Jahr umgerechnet 155,8 Milliarden Dollar.

Beste Investmentbank: JP Morgan
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In der Kategorie beste Investmentbank wurde die US-Bank JP Morgan ausgezeichnet. Mit Einnahmen von 1,093 Milliarden Dollar allein durch Anleihe-Geschäfte ist die Bank in diesem Bereich die Nummer eins. Das Geldhaus ist die größte Bank der USA und laut „Forbes“ das weltweit zweitgrößte börsennotierte Unternehmen. Die Marktkapitalisierung der Bank erreichte 2015 231,4 Milliarden Dollar.

Beste Depotbank: Bank of New York Mellon
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Mit einer verwalteten Vermögenssumme von mehr als 27 Milliarden Dollar ist die Bank of New York Mellon laut „Global Finance“ die größte Depotbank der Welt. Die Marktkapitalisierung der US-Bank erreichte in diesem Jahr 43,2 Milliarden Dollar.

Am 4. Februar wird das Ergebnis für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2015 in der neuen Form vorgelegt. Dabei gibt es sechs Berichterstattungssegmente, einschließlich der neu geschaffenen strategischen Abwicklungseinheit. Die Änderungen haben nach Angaben der Bank keine Auswirkungen auf das konsolidierte Ergebnis der Credit Suisse Group.

Der Aktienkurs der Bank ist um 14 Prozent gefallen, seit CEO Tidjane Thiam seine Pläne für die neue strategische Ausrichtung vorgestellt hat. Dazu gehören eine Verkleinerung der Investmentbank und eine Verstärkung des Vermögensverwaltungsgeschäfts. Ein wichtiger Teil der Strategie, eine Kapitalerhöhung im Volumen von rund 6 Milliarden Franken, ist im Dezember abgeschlossen worden.

  • rtr
  • Bloomberg
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