Credit Suisse im Umbau Schweizer Großbank bündelt Aktien- und Anleihegeschäft in Asien

Umbau in Fernost: Die Credit Suisse legt die Geschäfte mit Aktien und Anleihen in Asien zusammen. Der Plan ist Teil einer Umstrukturierung bei der Schweizer Großbank. Künftig sollen die Geschäfte risikoärmer werden.
Credit-Suisse-Chef Tidjam Thiam will das Anleihegeschäft des Instituts weltweit eindampfen und dafür die risikoärmere Vermögensverwaltung ausbauen. Quelle: Reuters
Neue Strategie

Credit-Suisse-Chef Tidjam Thiam will das Anleihegeschäft des Instituts weltweit eindampfen und dafür die risikoärmere Vermögensverwaltung ausbauen.

(Foto: Reuters)

HongkongDie Credit Suisse baut ihr Investmentbanking in Asien um. Die Schweizer Großbank legt das Aktien- und das Anleihengeschäft in der Region zusammen, wie einer Reuters am Dienstag vorliegenden internen Mitteilung zu entnehmen war. Leiter des neuen Bereichs werde mit sofortiger Wirkung Ali Naqvi, der bisher das Aktiengeschäft verantwortete und die Erträge dabei verdoppeln konnte. Der seit einem Jahr amtierende Konzernchef der Credit Suisse, Tidjam Thiam, ist dabei, das Anleihengeschäft des Instituts weltweit einzudampfen und stattdessen das risikoärmere Vermögensverwaltungsgeschäft auszubauen.

Mit der Zusammenlegung des Aktien- und des Anleihengeschäfts wolle die Bank den Kunden Anlagenklassen-übergreifende Produkte anbieten und die Fähigkeit stärken, mit Risiken umzugehen, hieß es in dem Memo. Als Teil des Umbaus ernannte Credit Suisse Ken Pang, der bisher das Aktienderivate-Geschäft leitete, zum Chef des gesamten Handels in der Region. Einem Insider zufolge könnte die Reorganisation des Asiengeschäfts weitere Managementwechsel nach sich ziehen.

Ein Credit-Suisse-Sprecher bestätigte den Inhalt des Memos, wollte aber keine weiteren Angaben machen.

Deutsche Bank rutscht weiter ab
Einnahmen aus dem Investmentbanking brechen ein
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Laut einer aktuellen Analyse von Thomson Reuters steht es schlecht um die Einnahmen der Investmentbanken weltweit. Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Umsätze mit Börsengängen, M&A-Beratung sowie neubegebenen Anleihen und Krediten im ersten Halbjahr 2016 um mehr als 23 Prozent zurück, in den USA sogar um 26 Prozent.

Etwas weniger schlecht sieht es im Raum Asien-Pazifik aus. Hier fielen die Einnahmen um zehn Prozent.

Platz 10: RBC Capital Markets
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Ob der Präsident der Royal Bank of Canada (RBC) zufrieden ist mit den aktuellen Ergebnissen, ist fraglich. Im ersten Quartal sanken die Einnahmen aus dem Investmentbanking um 32,6 Prozent auf nunmehr 757 Millionen US-Dollar. Zwar konnte die RBC ihren Rang gegenüber den anderen Investmentbanken verteidigen, doch lag das vorrangig daran, dass auch die anderen ähnlich schlecht abschnitten.

Platz 9: Wells Fargo
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Wells Fargo kann Platz 9 im Ranking verteidigen. Im ersten Quartal muss das Finanzdienstleistungsunternehmen mit Firmensitz in San Francisco Gebühreneinbußen in Höhe von 28,9 Prozent hinnehmen. Damit bleiben noch Umsätze in Höhe von 891 Millionen Dollar. Auffällig ist der enorm große Anteil an Bonds am Gesamtgeschäft.

Platz 8: Deutsche Bank
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Die Deutsche Bank rutscht um zwei Plätze auf Rang 8 ab. Das größte deutsche Geldhaus nimmt zwar immer noch 1,269 Milliarden Dollar ein. Doch sind das 34,4 Prozent weniger als im Vorjahr.

Platz 7: Credit Suisse
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Auch nicht gut, aber immerhin besser, läuft es bei der Credit Suisse. Das Geldhaus mit Sitz in der Schweiz klettert einen Platz nach oben. Im vergangenen Quartal nahm das Investmentbanking 1,3 Milliarden Dollar an Gebühren ein, 25 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2015.

Platz 6: Barclays
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Ebenfalls einen Platz nach oben klettert Barclays. Das Investmentbanking der englischen Bank nahm im ersten Halbjahr genau 22 Prozent weniger Gebühren ein. Damit belaufen sich die Einnahmen auf knapp 1,42 Milliarden Dollar.

Platz 5: Citibank
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Wie bereits im Vorjahr auf Platz 5 liegt die Citibank. Der Finanzdienstleister nimmt im Investmentbanking knapp 1,81 Milliarden Dollar ein, 20,3 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2015.

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