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Credit Suisse Wenn Roboter auf Regulierungsfragen antworten

Die Schweizer Großbank Credit Suisse setzt auf künstliche Intelligenz. Regulierungsfragen werden zunehmend von Robotern beantwortet. Die dahintersteckende Technologie hat ein berühmtes Vorbild.
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Die Großbank möchte Regulierungsanfragen zunehmend mit Robotern bewältigen. Quelle: dpa
Credit Suisse

Die Großbank möchte Regulierungsanfragen zunehmend mit Robotern bewältigen.

(Foto: dpa)

Beverly HillsDie Credit Suisse lässt Regulierungsfragen zunehmend von Robotern beantworten. Die Schweizer Großbank setze inzwischen 20 solcher computergesteuerte Instrumente ein, sagte Handelschef Brian Chin in der Nacht auf Dienstag auf einer Konferenz. Ein Teil dieser Roboter helfe Mitarbeitern, einfache Fragen zur Einhaltung von Richtlinien (Compliance) zu beantworten. Die Technologie funktioniert ähnlich wie der Sprachassistent Alexa von Amazon. „Man stellt ihm eine Frage und er spuckt die betreffende Vorschrift aus“, erklärte Chin. Das erspare den Mitarbeitern, eine Anleitung oder Internetseite zu konsultieren.

Credit Suisse hoffe, mit Hilfe dieser Technologie die Anrufe im hauseigenen Compliance-Call-Center um bis zu 50 Prozent zu senken. Bisher habe die Bank damit in den entsprechenden Abteilungen zwar Stellen einsparen können. Auf der anderen Seite habe Credit Suisse Programmierer eingestellt, so dass der Personalbestand insgesamt stabil geblieben sei.

So viel mussten Banken für ihre Fehler hinblättern
Deutsche Bank – 202 Millionen Dollar
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Mai 2012: Die Deutsche Bank steht für zwielichtige Hypotheken-Geschäfte einer Tochtergesellschaft in den USA gerade. Um eine Klage aus der Welt zu schaffen, zahlen die Frankfurter 202 Millionen US-Dollar. Der Bank drohte eine Strafzahlung und Wiedergutmachung von mehr als eine Milliarde Dollar. Die US-Justiz hatte der Tochter MortgageIT Betrug beim Geschäft mit Hypothekenfinanzierungen vorgeworfen.

(Foto: Reuters)
Deutsche Bank – 725 Millionen Euro
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Dezember 2013: Im Skandal um Zinsmanipulationen hat die Deutsche Bank von der EU-Kommission die branchenweit höchste Strafe aufgebrummt bekommen. EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia verhängte gegen sechs internationale Großbanken Rekord-Geldbußen von zusammen 1,71 Milliarden Euro. Allein der deutsche Branchenprimus muss im Rahmen des Vergleichs 725 Millionen Euro zahlen.

(Foto: Reuters)
Rabobank – 774 Millionen Euro
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Oktober 2013: Der Libor-Skandal kostet die niederländische Rabobank 774 Millionen Euro. Es ist die höchste Strafe in der Geschichte der Genossenschaftsbank. Die Bank hatte mit britischen, amerikanischen und niederländischen Behörden einen außergerichtlichen Vergleich getroffen. Drei Viertel der Summe fließen in die USA an das Justizministerium und die Finanzaufsicht CFTC.

(Foto: Reuters)
Britische Banken – 1,3 Milliarden Pfund
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August 2013: Britische Banken müssen wegen falscher Beratung von Kunden erneut Entschädigungen in Milliardenhöhe zahlen. Die Aufsichtsbehörde FCA verdonnerte 13 Institute und Kreditkartenaussteller zu Kompensationsleistungen von insgesamt 1,3 Milliarden Pfund (1,5 Mrd Euro). Zu den bestraften Unternehmen zählen Barclays, HSBC und die Royal Bank of Scotland (RBS).

(Foto: AFP)
Commerzbank – 1,45 Milliarden Dollar
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März 2015: Die Commerzbank muss wegen des Streits mit US-Behörden um Sanktionsverstöße und Geldwäsche-Vorwürfe tief in die Tasche greifen. Im Rahmen eines lang erwarteten Vergleichs zahle das zweitgrößte deutsche Geldhaus 1,45 Milliarden Dollar. Die USA warfen der Commerzbank vor, gegen Wirtschafts-Sanktionen gegen den Iran verstoßen zu haben.

(Foto: Reuters)
UBS – 1,5 Milliarden Dollar
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Dezember 2012: Die Schweizer Großbank UBS zahlt wegen ihrer Rolle bei der Manipulation des weltweit wichtigsten Referenzzinssatzes Libor Bußen in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar. Wie die Bank mitteilte, leistete sie entsprechende freiwillige Strafzahlungen an amerikanische, britische und Schweizer Behörden.

(Foto: AP)
Deutsche Bank – 2,5 Milliarden Dollar
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April 2015: Die Deutsche Bank muss im Libor-Skandal eine Strafzahlung in Höhe von 2,5 Milliarden Dollar (2,33 Milliarden Euro) in Großbritannien zahlen.

(Foto: Reuters)

Im Anschluss an die Finanzkrise und den Kampf vieler Staaten gegen Steuersünder haben Banken ihre Compliance-Abteilungen in den vergangenen Jahren kräftig ausgebaut. Zusammen mit den Ausgaben für die IT war dies ein wichtiger Kostentreiber für die Branche.

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  • dpa
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