Cum-Ex-Geschäfte 200.000 Euro ersparen Eric Sarasin ein Strafverfahren

Der ehemaliger Top-Manager von J. Safra Sarasin zahlt 200.000 Euro. Vom Vorwurf der Beihilfe zur Steuerhinterziehung und des bandenmäßigen Betrugs ist er damit befreit.
Nach Informationen des Handelsblatt zahlte Eric Sarasin exakt 200000 Euro. Das Strafverfahren wurde eigenstellt. Quelle: dapd
Deutschlandchef der Schweizer Privatbank Sarasin entgeht einem Strafverfahren

Nach Informationen des Handelsblatt zahlte Eric Sarasin exakt 200000 Euro. Das Strafverfahren wurde eigenstellt.

(Foto: dapd)

Zürich/DüsseldorfDas Steuerverfahren gegen den Schweizer Privatbankier Eric Sarasin wegen umstrittener Geschäfte mit Dividendentiteln ist gegen eine Geldauflage eingestellt worden. Der Kölner Staatsanwalt Ingo Kaiser sagte am Freitag, die Geldauflage liege im sechsstelligen Bereich. Nach Informationen des Handelsblatt zahlte Eric Sarasin exakt 200000 Euro. Er war als stellvertretender Chef der Bank J. Safra Sarasin vor gut einem Jahr wegen der Vorwürfe zurückgetreten, hatte diese aber stets zurückgewiesen. Die Ermittler hatten ihm „Beihilfe zur Steuerhinterziehung und zum gewerbsmäßigen Betrug” zur Last gelegt und die Schweizer Bank durchsuchen lassen.

Die Zahlung bedeute keine Buße und kein Schuldeingeständnis, betonte ein Sprecher Sarasins. „Mit dem heutigen Tag findet eine für mich und mein Umfeld außerordentlich belastende Zeit ein glückliches Ende”, erklärte der Bankier. „Über meine berufliche Zukunft werde ich in den kommenden Wochen und Monaten entscheiden.”

Vor der Einstellung des Verfahrens gegen Sarasin hatte die Staatsanwaltschaft Köln bereits einen anderen Ex-Sarasin Banker aus der Schusslinie genommen: Der Ex-Operativ-Chef Christian Gmünder konnte weitere Ermittlungen gegen Zahlung einer Geldauflage von 10000 Euro abwenden. Sowohl Sarasin als auch Gmünder sollen sich zudem gegenüber der Staatsanwaltschaft als äußerst kooperativ gezeigt haben.
In dem Komplex sind weiterhin rund 30 Beschuldigte im Visier der Ermittler. Dabei handelt es sich um Steueranwälte und Fondsmanager, die die Geschäfte konzipiert haben sollen. Insider gehen davon aus, dass die Ermittlungen noch lange andauern werden, schließlich aber in einer Anklage münden. Es geht insbesondere um die von Sarasin vertriebenen Sheridan-Fonds. Prominente Fondsinvestoren wie Carsten Maschmeyer und Erwin Müller fühlen sich getäuscht und haben gegenüber der Staatsanwaltschaft bereits ausgesagt.

Die Stars der Bankenwelt
Beste Devisenbank: Citibank
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Das US-Magazin „Global Finance“ hat für seine Rangliste der besten Banken 2015 Banken mehrerer Länder unter die Lupe genommen. In die Wertung flossen dabei objektive Kriterien wie das Wachstum des verwalteten Vermögens oder die Profitabilität ebenso ein wie subjektive Einschätzungen von Bankberatern oder Analysten. Die Gewinner wurden in zwölf Kategorien gekürt.

In der Kategorie beste Devisenbank wurde die Citibank ausgezeichnet. Die Marktkapitalisierung erreichte in diesem Jahr 155,8 Milliarden Dollar.

Beste islamische Bank: Al Baraka Bank
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Die Al Baraka Bank mit Sitz in Bahrain ist für „Global Finance“ das beste islamische Finanzinstitut. Die Bank verfüge über eine starke Präsenz im mittleren Osten und Nordafrika mit Standorten in Libyen, Tunesien, Sudan, Algerien, Libanon und Ägypten. Außerdem unterhält die Bank Niederlassungen in Südafrika, Indonesien, Pakistan und der Türkei. Die Marktkapitalisierung der Al Baraka Bank wurde in diesem Jahr auf 1,21 Milliarden Dollar beziffert.

Cash Management: Citigroup
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Auch im Cash Management sieht „Global Finance“ die Citibank an der Spitze. Die entsprechende Sparte der Bank verfügt über eine beeindruckende Kundenliste mit multinationalen Firmen und auch Finanzinstituten.

Bester Handelsfinanzierer: HSBC
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In der Kategorie „Bester Handelsfinanzierer” kann die britische HSBC punkten. HSBC gehört nicht nur zu den größten Unternehmen der Welt sondern ist auch Europas größte Bank. Ermöglicht wurde dies vor allem durch eine Marktkapitalisierung von 140,9 Milliarden Dollar.

Beste Sub-Depotbank: Citibank
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Und in noch einer Kategorie siegt die Citibank. Als beste Sub-Depotbank sieht „Global Finance“ das Geldhaus ganz vorne. Die US-Großbank verfüge vermögensrechtlich über das größte Depot-Netzwerk der Welt. Die Marktkapitalisierung der US-Großbank erreichte in diesem Jahr umgerechnet 155,8 Milliarden Dollar.

Beste Investmentbank: JP Morgan
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In der Kategorie beste Investmentbank wurde die US-Bank JP Morgan ausgezeichnet. Mit Einnahmen von 1,093 Milliarden Dollar allein durch Anleihe-Geschäfte ist die Bank in diesem Bereich die Nummer eins. Das Geldhaus ist die größte Bank der USA und laut „Forbes“ das weltweit zweitgrößte börsennotierte Unternehmen. Die Marktkapitalisierung der Bank erreichte 2015 231,4 Milliarden Dollar.

Beste Depotbank: Bank of New York Mellon
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Mit einer verwalteten Vermögenssumme von mehr als 27 Milliarden Dollar ist die Bank of New York Mellon laut „Global Finance“ die größte Depotbank der Welt. Die Marktkapitalisierung der US-Bank erreichte in diesem Jahr 43,2 Milliarden Dollar.

Die deutschen Behörden ermitteln seit mehr als einem Jahr im Fall der umstrittenen Cum-Ex-Geschäfte. Darunter versteht man Aktientransaktionen, die um den Tag der Dividendenzahlung der Unternehmen herum getätigt wurden. Damit konnten sich Käufer und Verkäufer die Kapitalertragssteuer auf die Dividende mehrfach vom Finanzamt zurückerstatten lassen, obwohl sie nur einmal gezahlt wurde. Ob es sich dabei um Steuerhinterziehung handelt oder ob die Banken und ihre Kunden nur ein Schlupfloch im Gesetz ausgenutzt haben, ist umstritten.

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