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Cum-Ex-Geschäfte und die Folgen

Wie Banken in die
Steuerkasse griffen

Geldanlage Maschmeyer sieht sich als Opfer von „Cum-Ex“-Geschäften

Investor Carsten Maschmeyer will in einem Untersuchungsausschuss zu umstrittenen Dividendengeschäften aussagen – „als Zeuge und Opfer“. Er habe nie bewusst in sogenannte „Cum-ex“-Geschäfte Geld gesteckt.
21.11.2016 - 12:04 Uhr 1 Kommentar
Der Investor hatte einen heftigen Streit mit der Bank Sarasin ausgefochten über Fonds, in die er Geld gesteckt hatte. Quelle: dpa
Carsten Maschmeyer

Der Investor hatte einen heftigen Streit mit der Bank Sarasin ausgefochten über Fonds, in die er Geld gesteckt hatte.

(Foto: dpa)

Der Finanzinvestor Carsten Maschmeyer hat nach eigener Aussage nie wissentlich in die unter „Cum-Ex“-Geschäften bekannt gewordenen Aktiendeals zulasten der Staatskassen investiert. „Ich halte solche Gestaltungen für schlicht unmoralisch“, sagte der Unternehmer dem Magazin „Focus“.

Die Schweizer Bank Safra Sarasin habe jedoch „Geld zweckentfremdet und vertragswidrig wohl in einen Cum-Ex-Fonds investiert“. Dieser Fonds sei ihm als reiner Dividendenfonds dargestellt worden, „mit der Bestätigung an meine Steuerberater, dass hier keine Leerverkäufe stattfinden“, sagte Maschmeyer nach Angaben des Blattes.

Maschmeyer sagt an diesem Donnerstag vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestages aus. Er werde als Zeuge und Opfer aussagen, sagte er. Schließlich habe seine Anzeige die Razzia bei Safra Sarasin ausgelöst, „mit der dann der ganze Schwindel aufflog“.

Bei den auch „Dividendenstripping“ genannten komplizierten Geschäften wurden Aktien mit (cum) und ohne (ex) Ausschüttungsanspruch um den Dividendenstichtag eines Unternehmens rasch zwischen mehreren Beteiligten hin- und hergeschoben. Das führte dazu, dass Steuerbescheinigungen für Kapitalertragsteuern mehrfach ausgestellt wurden, die so aber gar nicht gezahlt wurden. Die Behörden kamen dem erst später auf die Schliche.

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    Nach mehr als zehn Jahren war das Steuerschlupfloch geschlossen worden, doch die Opposition im Bundestag will die Vorgänge in einem Untersuchungsausschuss aufklären. Der Gesamtschaden wird auf zwölf Milliarden Euro geschätzt. Unter Juristen gehen die Meinungen darüber auseinander, ob es illegale Geschäfte waren. 

    • dpa
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    1 Kommentar zu "Geldanlage: Maschmeyer sieht sich als Opfer von „Cum-Ex“-Geschäften"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

      @ Herr Hoffmann

      ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
      Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

      @Porters

      VIELEN DANK Herr Porters,
      es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
      Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
      Schön das Sie das zu schätzen wissen.

      Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
      Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr......

      ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
      Danke

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