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Dänische Großbank US-Börsenaufsicht untersucht den Geldwäscheskandal bei der Danske Bank

Die US-Börsenaufsicht SEC ermittelt nun ebenfalls wegen des Geldwäscheskandals bei der Danske Bank. Derweil steigt der Druck auf eine andere beteiligte Bank aus Schweden.
Update: 21.02.2019 - 16:45 Uhr Kommentieren
Im weitreichenden Geldwäscheskandal ermitteln Behörden aus mehreren Ländern. Quelle: Reuters
Danske Bank

Im weitreichenden Geldwäscheskandal ermitteln Behörden aus mehreren Ländern.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfIm Geldwäscheskandal bei der Danske Bank ermittelt nun auch die amerikanische Börsenaufsicht SEC. Die Bank habe ein Auskunftsersuchen der SEC erhalten, teilte die Danske Bank mit. In den USA ermittelt bereits seit dem Herbst das US-Justizministerium gegen das Institut.

Die Danske Bank versicherte, vollumfänglich mit den Behörden kooperieren zu wollen. „Wir haben weder Informationen darüber, wann die Untersuchungen abgeschlossen sein werden, noch wissen wir, zu welchem Ergebnis sie führen“, erklärte Interimschef Jesper Nielsen.

Am Dienstag war mit der Swedbank eine weitere skandinavische Bank in den Fokus des Skandals geraten. In einem vorab ausgestrahlten Bericht des schwedischen TV-Senders SVT war zu sehen, wie das Geldhaus über seine Filialen im Baltikum fast vier Milliarden Euro gewaschen haben soll.

Dokumente des TV-Senders deuten darauf hin, dass die Swedbank zahlreiche Transaktionen mit der Danske Bank durchgeführt hat. Auftraggeber waren mindestens 50 Unternehmenskunden mit ein und derselben Adresse in Großbritannien sowie Privatkunden, die in Steuerparadiesen gemeldet sind.

Die Finanzaufseher in Schweden und Estland nahmen gemeinsame Ermittlungen gegen das schwedische Finanzinstitut auf, wie die Behörden am Donnerstag mitteilten. Auch Litauen beteilige sich an der Untersuchung. Die Swedbank beauftragte das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen EY den in einer TV-Sendung erhobenen Vorwürfen nachzugehen.

Der bislang größte Geldwäscheskandal in Europa war im vergangenen Jahr bekannt geworden. Die Danske Bank, Dänemarks größte Bank, soll zwischen 2007 und 2015 über seine kleine Filiale in Estland Transaktionen von Personen und Unternehmen vollzogen haben, die gar nicht in Estland leben. Das vermutete Volumen: 200 Milliarden Euro.

Die Auftraggeber der Transaktionen sollen aus Russland, Moldawien und Aserbaidschan stammen. Laut internem Untersuchungsbericht gibt es außerdem Verbindungen zu dem in russischer Haft unter mysteriösen Umständen verstorbenen Anwalt Sergei Magnitzky, der Verwicklungen der russischen Machtelite in Korruptionsgeschäfte vor mehreren Jahren öffentlich gemacht hatte.

Im weitreichenden Geldwäscheskandal ermitteln Behörden aus mehreren Ländern, darunter die USA, Großbritannien, Estland und Dänemark. Sie untersuchen seit Monaten, inwieweit die nationalen Finanzaufsichtsbehörden in den baltischen Ländern und Dänemark bei ihren Kontrollen versagt haben. Außerdem nehmen sie die internen Kontrollsysteme bei der Danske Bank unter die Lupe.

Der Skandal hat bereits mehrere prominente Opfer gefordert. Unter anderem trat im vergangenen Herbst der Chef der Danske Bank zurück. Zuletzt hatte das Institut angekündigt, sich komplett aus den baltischen Ländern zurückzuziehen. Zuvor hatte die estnische Finanzaufsicht das Institut aufgefordert, seine estnische Filiale bis Ende des Jahres zu schließen.

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  • leo
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