Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Danièle Nouy EZB-Bankenaufseherin beklagt Lücken bei der Geldwäsche-Bekämpfung

Drei Fälle von Geldwäsche hat es in der Euro-Zone 2018 schon gegeben. Die oberste EZB-Bankenaufseherin beklagt nun Schwachstellen bei der Bekämpfung.
Kommentieren
„Es ist sehr peinlich, von den US-Behörden abhängig zu sein. Das muss sich ändern“, sagt die oberste EZB-Bankenaufseherin. Quelle: AFP
Danièle Nouy

„Es ist sehr peinlich, von den US-Behörden abhängig zu sein. Das muss sich ändern“, sagt die oberste EZB-Bankenaufseherin.

(Foto: AFP)

Frankfurt Die oberste EZB-Bankenaufseherin Danièle Nouy hat nach den Turbulenzen um die lettische ABLV Schwachstellen bei der Geldwäsche-Bekämpfung in der EU beklagt. „Es ist sehr peinlich, von den US-Behörden abhängig zu sein. Das muss sich ändern“, sagte die Französin am Montag im Wirtschafts- und Währungsausschuss des EU-Parlaments.

Erst durch US-Behörden waren Vorwürfe öffentlich geworden, ABLV habe Kunden ermöglicht, UN-Sanktionen gegen Nordkorea zu unterlaufen. Das Institut gehört zu den von der Europäischen Zentralbank (EZB) direkt beaufsichtigten Geldhäusern. Die Bank wurde inzwischen als nicht mehr überlebensfähig eingestuft.

Die Überwachung und Durchsetzung der Anti-Geldwäsche-Gesetze sei nicht der EZB übertragen worden, kritisierte Nouy. Nur wenn Gesetzesverstöße von den zuständigen Behörden festgestellt worden seien, könne die Aufsicht diese Informationen für ihre Aufgaben nutzen und etwa Lizenzen entziehen. Aber solche Schritte seien von begrenztem Ausmaß. Die Werkzeuge der Aufsicht seien nicht geeignet, um Geldwäsche-Aktivitäten nachzuspüren.

Zu begrüßen sei, dass es eine fünfte Geldwäsche-Richtlinie in der EU geben werde, ergänzte die Bankenaufseherin. Diese kläre zumindest, dass es einen Austausch von Informationen der nationalen Behörden mit der EZB geben könne. „Das gilt bislang nicht ausdrücklich. Daher sind wir bisher völlig vom guten Willen der nationalen Behörden abhängig.“

  • rtr
Startseite

0 Kommentare zu "Danièle Nouy: EZB-Bankenaufseherin beklagt Lücken bei der Geldwäsche-Bekämpfung"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote