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Darlehen Deutsche Bank hilft Sal. Oppenheim

Nun ist es amtlich: Mitten in den Verhandlungen über einen Einstieg bei Sal. Oppenheim springt die Deutsche Bank der Privatbank mit einem Darlehen zur Seite. Sie gibt den rund 40 Aktionären von Europas größter Privatbank einen Kredit über 300 Mio. Euro. Damit rücken beide Banken weiter zusammen. Für die Investmentsparte gibt es offenbar schon erste Interessenten.
Die Deutsche Bank und ihr Chef Josef Ackermann haben Sal. Oppenheim aus der Patsche geholfen. Quelle: dpa

Die Deutsche Bank und ihr Chef Josef Ackermann haben Sal. Oppenheim aus der Patsche geholfen.

(Foto: dpa)

FRANKFURT. Diese Summe bringen die Gesellschafter als stille Einlage in die Luxemburger Holding ein, teilte Sal. Oppenheim mit. Damit steigt die Kernkapitalquote auf 12,3 Prozent. Sal. Oppenheim bezeichnete die Hilfe zur Kapitalstärkung als "ersten Schritt der laufenden, sehr konstruktiven Gespräche beider Häuser über eine Kapitalbeteiligung der Deutschen Bank". Die Frankfurter prüfen derzeit die Bücher der Privatbank. Mit einem Abschluss ist nicht vor Ende kommender Woche zu rechnen.

Mit der Kapitalstärkung will die Privatbank Ruhe in den Markt bringen. Analysten werteten den Schritt zu diesem Zeitpunkt dennoch als Verzweiflungstat. "Ich fürchte, dass Sal. Oppenheim so dringend Geld gebraucht hat, dass man auf das Ende der Buchprüfung nicht warten konnte", sagte Merck-Finck-Analyst Konrad Becker. Olaf Kayser von der Landesbank Baden-Württemberg sieht das ähnlich: "Sal. Oppenheim brauchte dringend Geld und hat mit der Finanzierung durch die Deutsche Bank eine gute Lösung gefunden." Später könnten die Gesellschafter Anteile an die Deutsche Bank verkaufen.

Nach dem höchsten Verlust in der Nachkriegsgeschichte im vergangenen Jahr dürfte auch das erste Halbjahr nicht gut für Sal. Oppenheim gelaufen sein. Aus der nun verkündeten Eigenkapitalausstattung von 2,1 Mrd. Euro lässt sich errechnen, dass die Bankengruppe im ersten Halbjahr rund 200 Mio. Euro Eigenkapital aufgezehrt hat. Nur wegen der Aussicht auf eine Stärkung des Eigenkapitals hatte die Ratingagentur Fitch das Rating für Sal. Oppenheim zunächst nur um eine Stelle auf A- gesenkt anstatt wie ursprünglich geplant um vier Stellen auf BBB-.

Mit dem Darlehen rücken beide Banken weiter zusammen. "Wenn die Deutsche Bank einen Kredit gibt, der klar zur Kapitalerhöhung dient, deutet alles darauf hin, dass dies der Anfang vom Einstieg ist", meint Analyst Konrad Becker von Merck Finck. Auch Sal. Oppenheim sprach von einem "ersten Schritt der laufenden, sehr konstruktiven Gespräche beider Häuser über eine Kapitalbeteiligung der Deutschen Bank".

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