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Dekabank Georg Stocker wird neuer Deka-Chef

Der Vertriebsmann und bisherige Vorstand war nicht unumstritten. Doch Sparkassenpräsident Helmut Schleweis setzte am Ende seinen Favoriten durch.
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Dekabank: Georg Stocker wird neuer Deka-Chef Quelle: dpa
Georg Stocker

Georg Stocker ist seit 2012 bei der Deka und gehörte zuvor acht Jahre lang dem Vorstand der Frankfurter Sparkasse an.

(Foto: dpa)

Frankfurt Das Wertpapierhaus der Sparkassen bekommt zum Jahreswechsel einen neuen Chef. Wie der Verwaltungsrat der Deka am Donnerstag mitteilte, wird der bisherige Vorstand für den Sparkassenvertrieb Georg Stocker an die Spitze des Unternehmens aufrücken. Damit setzt Sparkassenpräsident Helmut Schleweis, der Verwaltungsratschef der Deka ist, seinen Kandidaten doch noch durch.

Schleweis hätte Stocker gerne direkt zum Nachfolger von Michael Rüdiger gekürt. Doch Anfang Dezember, als Rüdigers Rückzug bekannt geworden war, bremsten Teile des Deka-Kontrollgremiums den obersten Sparkassenlobbyisten aus und drängten auf eine offene Nachfolgesuche. Wie offen der Auswahlprozess nun tatsächlich war, ist unklar. Dem Vernehmen nach gab es zuletzt neben dem 54-jährigen Stocker keinen weiteren Kandidaten für den Spitzenposten.

Fest steht: Stocker folgt auf Rüdiger, der die Deka auf eigenen Wunsch und aus „Gründen der persönlichen Lebensplanung“ verlässt. In der Sparkassenorganisation betrachten das viele als Verlust, es wird erwartet, dass der 55-Jährige künftig weitere Aufsichtsratsmandate übernimmt. Eigentlich wollte Rüdiger früher ausscheiden, nun bleibt er bis Jahresende.

Der Gegensatz zwischen Rüdiger und Stocker jedenfalls ist groß. Während Rüdiger vor seinem Deka-Start Ende 2012 bei der Schweizer Großbank Credit Suisse das Zentraleuropageschäft geleitet hatte, ist Stocker Sparkassenmann durch und durch. Auch er ist seit 2012 bei der Deka, zuvor gehörte er acht Jahre lang dem Vorstand der Frankfurter Sparkasse an. Davor arbeitete er schon einmal bei der Deka und bei der Bayerischen Landesbank.

Stocker gilt bei den knapp 400 Sparkassen als gut verdrahtet und wird geschätzt. Das dürfte auch daran liegen, dass er den Vertrieb der Deka umgekrempelt hat. So stellte die Deka knapp 200 Mitarbeiter ein, die vor Ort in den Sparkassen arbeiten. Dass Sparkassenkunden wieder mehr in Deka-Fonds und -Zertifikaten anlegen, gilt maßgeblich als Stockers Verdienst.

Die Deka verwaltet viel Geld – 288 Milliarden Euro – für die Sparkassen sowie deren Kunden, aber auch für externe Investoren wie Pensionskassen. Im Dezember waren noch vereinzelt Zweifel laut geworden, ob Stocker das Format für das Amt hat. Schließlich könnte die Deka ein wichtiger Baustein sein in der Super-Landesbank, die Schleweis vorschwebt. Der Sparkassenchef propagiert seit Herbst 2018 die Idee einer Sparkassenzentralbank – möglichst ohne Beteiligung der Bundesländer.

An der Deka sind nur die regionalen Sparkassenverbände beteiligt. Neu in den Deka-Vorstand rückt zudem zum 1. Mai Daniel Kapffer auf. Er ist derzeit als Generalbevollmächtigter unter anderem für IT und Organisationsentwicklung zuständig.

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