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Detelina Subeva Das Geständnis dieser Bankerin bringt die Credit Suisse in Bedrängnis

Detelina Subeva hat ihre Beteiligung an einem milliardenschweren Schmiergeldgeschäft eingeräumt, das Mosambik in eine Schuldenkrise stürzte.
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Vor Gericht räumte die ehemalige Credit-Suisse-Bankerin ein, 200.000 Euro Schmiergeld erhalten zu haben. Quelle: Bloomberg/Getty Images
Detelina Subeva

Vor Gericht räumte die ehemalige Credit-Suisse-Bankerin ein, 200.000 Euro Schmiergeld erhalten zu haben.

(Foto: Bloomberg/Getty Images)

New YorkSie ist die erste Bankerin, die sich im Mosambik-Skandal schuldig bekennt. Detelina Subeva sei Teil eines Betrugs- und Geldwäschesystems des hochverschuldeten afrikanischen Landes gewesen, räumte sie am Montag in einem Gericht in Brooklyn ein und brachte damit auch ihren ehemaligen Arbeitgeber, die Schweizer Bank Credit Suisse, weiter in Bedrängnis.

Die 37-Jährige war im Januar gemeinsam mit zwei ehemaligen Kollegen in New York angeklagt worden. Sie hatten 2013 einen etwa zwei Milliarden US-Dollar schweren Kredit an Mosambik eingefädelt, der von internationalen Investoren gezeichnet wurde. Mit dem sogenannten „Thunfisch-Bond“ hätten maritime Projekte wie eine Thunfisch-Fangflotte finanziert werden sollen.

Doch etwa 200 Millionen US-Dollar sollen die Banker für sich selbst und zur Zahlung von Schmiergeldern abgezweigt haben. Laut Anklage soll der Ex-Finanzminister von Mosambik rund sieben Millionen Dollar erhalten haben. Sie selbst habe 200.000 Dollar erhalten, sagt Subeva. Ob sie zu einer Haftstrafe verurteilt wird, ist derzeit noch unklar. Die beiden anderen Credit-Suisse-Banker kämpfen noch gegen ihre Auslieferung nach New York.

Der Skandal hatte weitreichende Folgen für Mosambik: Der Internationale Währungsfonds lehnte 2016 zusätzliche Hilfen ab, das Land stürzte in eine Schuldenkrise und reichte im März in London Klage gegen die Bank ein.

Mehr: Ein „Thunfisch-Bond“ stürzte Mosambik in die Schuldenkrise – auch, weil drei Credit-Suisse-Banker angeblich Geld abzweigten. Lesen Sie hier die Details der Anklage.

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