Die DWS-Zentrale in Frankfurt

Mit dem Börsengang erhält die Deutsche Asset Management ihre alten Namen zurück.

(Foto: picture alliance / APA/picturede)

Deutsche Asset Management Deutsche Bank-Fondstochter sammelt wieder kräftig Kundengeld ein

Kurz vor ihrem geplanten Börsengang meldet sich die Deutsche Asset Management mit Kapitalzuflüssen über knapp 16 Milliarden Euro zurück. Außerdem nennt sie neue Details zur Struktur der künftigen Gesellschaft.
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FrankfurtDie Deutsche Asset Management (Deutsche AM) hat ihre Absatzschwäche des Jahres 2016 offenbar überwunden: Im vergangenen Jahr setze sie Fonds im Wert von netto 15,8 Milliarden Euro ab. Das passt den Bankmanagern sicher gut in die Vorbereitungen für den geplanten Börsengang. Denn Finanzkreisen zufolge will die Deutsche AM im ersten Halbjahr, vielleicht auch noch im ersten Jahresviertel 2018 an die Börse.

Die guten Zahlen lassen sich in einer Präsentation über die Deutsche AM auf der Website des Mutterkonzerns Deutsche Bank nachlesen. Im Jahr 2016, als wegen einer hohen Strafandrohung aus den USA und Umstrukturierungen Zweifel an der gesamten Bank aufgekommen waren, hatten Kunden per Saldo mehr als 30 Milliarden Euro abgezogen. In 2015, dem letzten „normalen“ Jahr vor den Turbulenzen, hatte der Mittelzufluss bei 19 Milliarden Euro gelegen.

Insgesamt verwaltet die Fondstochter der Deutsche Bank Ende 2017 rund 700 Milliarden Euro. Im Jahr 2016 waren es noch 689 Milliarden, 2015 714 Milliarden an Kundengeldern, die in verschiedenen Fonds und Mandaten betreut werden. Im vergangenen Jahr sammelte der Fondsanbieter vorrangig neues Kundenkapital bei aus verschiedenen Wertpapieren gemischten Fonds, neudeutsch Multi Asset, den passiven ETF-Fonds und bei Anleihenfonds ein.

Im Zuge des Börsengangs soll die Deutsche AM in DWS umbenannt werden. Damit wird sie den Namen ihrer heutigen, bekannten Marke für Privatanlegerfonds tragen. Das ganze wird allerdings nur ein Teil-Börsengang werden, denn die Deutsche Bank will rund ein Viertel der Vermögensverwaltung an Investoren verkaufen. Er könnte rund zwei Milliarden Euro in die Kassen von Deutsche-Bank-Chef Jon Cryan spülen, wie in Finanzkreisen erwartet wird. Im Zuge dessen wird die bisherige Deutsche-Bank-Sparte in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien umgewandelt, wodurch sich die Deutsche Bank dauerhaft Einfluss sichert - selbst dann, wenn ihr Anteil sinkt.

Wie aus der am Donnerstag bekannt gewordenen Präsentation hervorgeht, soll diese Gesellschaft dann in eine normale Aktiengesellschaft umgewandelt werden, wenn der Anteil der Deutschen Bank auf unter 40 Prozent sinkt. Im Aufsichtrat sitzen nach dem Börsengang drei Vertreter der Deutschen Bank, fünf unabhängige Mitglieder und vier Vertreter der Mitarbeiter. Die Wahl der Rechtsform KGaA war von zahlreichen Analysten und potenziellen Investoren kritisiert worden, weil die Deutsche Bank dadurch auch nach dem Börsengang quasi das alleinige Sagen bei der neuen Firma hat.

Außerdem wird der Präsentation zufolge ein gemeinsamer Ausschuss gegründet. In ihn sollen je zwei Vertreter des Komplementärs, also des Deutsche-Bank-Konzerns, und des Aufsichtsrates kommen. Dieser „Joint Comittee“ genannte Ausschuss wird über bestimmte Themen abstimmen dürfen, etwa die Vergütung der Geschäftsführung der neuen Aktiengesellschaft. Damit soll der Aufsichtsrat ein größeres Mitspracherecht bekommen als in der Rechtsform der KGaA üblich.

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1 Kommentar zu "Deutsche Asset Management: Deutsche Bank-Fondstochter sammelt wieder kräftig Kundengeld ein"

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  • DEUTSCHE ASSET MANAGEMENT
    Deutsche Bank-Fondstochter sammelt wieder kräftig Kundengeld ein
    Kurz vor ihrem geplanten Börsengang meldet sich die Deutsche Asset Management mit Kapitalzuflüssen über knapp 16 Milliarden Euro zurück. Außerdem nennt sie neue Details zur Struktur der künftigen Gesellschaft.

    .....................

    geld einsammelt recht und Gut, aber es wird Gewiss nicht bei der EZB hinterlegt wegen Strafzinsen sondern muß investiert werden.

    Wo will man in Europa der wegen der miserable EU-Politik ständig verliert dieses geld in Europa investieren ?

    Zu Hohe Verlustrisiko für investitionen in Europa !

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