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Deutsche-Bank-Chef Ackermanns einsamer Abgang

Wie kaum ein anderer hat Josef Ackermann das Bild der Deutschen Bank in der Öffentlichkeit geprägt. Jetzt muss der Schweizer der neuen Doppelspitze Jain/Fitschen weichen. Doch der Führungswechsel hat Spuren hinterlassen.
16 Kommentare
Josef Ackermann räumt nach mehr als zehn Jahren seinen Vorstandssessel bei der Deutschen Bank. Sein Nachfolger Anshu Jain (l.) steht schon bereit. Quelle: dapd

Josef Ackermann räumt nach mehr als zehn Jahren seinen Vorstandssessel bei der Deutschen Bank. Sein Nachfolger Anshu Jain (l.) steht schon bereit.

(Foto: dapd)

Der Name deutet schon darauf hin: Die Deutsche Bank ist zur einen Hälfte eine Bank und zur anderen Hälfte ein Teil von Deutschland. Sie wurde auf „Allerhöchsten Erlass Seiner Majestät des Königs von Preußen“ gegründet. Das war 1870. Die Deutsche Bank stieg mit den Jahren zum größten Geldhaus des Landes auf, wurde und blieb Symbol für die deutsche Wirtschaft, ihre Stärke. Die Männer auf dem Chefsessel wirkten stets in die Gesellschaft hinein - und die Gesellschaft wirkte auf sie zurück.

In der nächsten Woche tritt Josef Ackermann von der Führung der Deutschen Bank ab. Er ist ein anderer als der, der vor mehr als einer Dekade in Frankfurt anfing. Aus dem Investmentbanker mit der Fixierung auf eine möglichst hohe Rendite wurde ein präsidialer Weltstaatsmann. Er hat der Bank - vor allem in seiner zweiten Halbzeit - gutgetan. Er hat ihr Ansehen und ihr Kapital gemehrt. Im Vorstand sind mehr Talente versammelt als in allen übrigen deutschen Banken zusammen. Den Anteilseignern bescherte Ackermann einen Gewinnregen. 27,8 Milliarden Euro in zehn Jahren - das entspricht den Gewinnen der Commerzbank seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

Anshu Jain und Jürgen Fitschen werden Ackermann Anfang Juni nachfolgen. Zwei Männer, die Ackermann gefordert und gefördert hat - und denen er dennoch die erfolgreiche Führung der Bank nicht anvertraut hätte. Wenn es nach ihm gegangen wäre. Aber es ging auf den letzten Metern der Macht nicht mehr nach ihm. Der scheidende Vorstandschef hat viele Machtkämpfe gewonnen. Diesen letzten hat er verloren, ausgerechnet gegen Aufsichtsratschef Clemens Börsig, der erst durch Ackermann wurde, was er ist. Die Geschichte des Machtwechsels ist auch deshalb die Geschichte eines tragischen Abgangs.

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16 Kommentare zu "Deutsche-Bank-Chef: Ackermanns einsamer Abgang"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Glückwunsch an die Autoren! Der Artikel liest sich wie der reinste Krimi, aber den Titel (sowohl hier und noch mehr in der Papier-Ausgabe: "Der tragische Abgang des Josef Ackermann", Warum sind die eigentlich unterschiedlich?) und den Grundton finde ich zu negativ, schließlich war es Ackermann der die inzwischen letzte rein private deutsche Bank noch am besten im Vergleich zu den anderen, inzwischen mehr oder weniger verstaatlichten, durch die größte Finanzkrise der letzten Jahre geführt hat.

  • genau!!

  • ... und wie steht es mit der gesellschaftlichen Verantwortung der Bankmanager ? Es geht nicht nur um Profit und dann auch noch auf Kosten anderer ... wieso wird das in Berichterstattungen nicht (mehr) beleuchtet ? Von dubiosen Geschäftsbeziehungen mal ganz abgesehen ...
    http://www.tagesspiegel.de/zeitung/deutsche-bank-wie-eine-betroffene-den-skandal-aufdeckte/6654688-2.html

  • Der Artikel ist gut recherchiert und spannend zu lesen. Man hat jedoch den Eindruck, dass er auf die Schnelle zusammengeschrieben worden ist und der Einsatz verschiedener Redakteure in gewisser Hinsicht negative Einflüsse hatte. Im Gegensatz zu dem bekannten Handelsblatt-Niveau strotzt dieser Artikel vor Rechtschreib- und Grammatikfehlern in einer Art und Weise, dass die spannende Lektüre doch sehr getrübt wird...

    Neben Buchstabendrehern, fehlenden bzw. zu vielen Worten, falscher Groß- u. Kleinschreibung, fällt insbesondere massiv auf, dass jemand mit der Nebensatzeinleitung ",dass bzw. ,das" mächtig auf Kriegsfuß steht. Dagegen verblassen selbst Flops wie "das Management Kongferenz" oder "sein Denken ist so global ausgerichtet wie das von Jains".

    Da kann man nur konstatieren: inhaltlich weiter so, aber bitte Rechtschreibprüfung durchführen bzw. Endredaktion machen.

  • "Frage nicht was Du für dein Land tun kannst ..."

    ich erinenre mal an die Herren von GM die vom Kongress dafür in die Zange genommen worden waren mit dem jet angereist zu sein. Mal sehen was von den Privatenflugzeugen in Staatsbesitz an bestand übrig belibt wenn deren Belegschft gewählt hat.

    So alnge die Steuerfahndung ncoh Geld für das Papier udn Tinte für eine Mahnung hat hat der Staat eindeutig nicht genug gespart.

  • Was denn nun 14 oder KI? Und warum soll ich ein Verfahren per Vorschuß zahlen von dem ich nahezu sicher gehen kann daß ich es gewinne und somit allenfalls Gebühren für die Gegenseite anfallen?
    [...]

    [+++Beitrag von der Redaktion editiert+++]

  • Ich bin für ein BÖRSENQUARTETT -> Bilanz auf dem Bierdeckel!

    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/diktatorenquartett-hitler-sticht-1.1057455

    Kapitalrtrag?

    Coba ((2012-1945) also 67 Jahre!
    Deuba (10 / 4 facher Ertrag) also 2.5 Jahre!
    67/2.5 = 1/33,5

    -> 33.5 mal Commerzbank!

  • wenn die Bank des Herrn Ackermann in Deutschland genau so viel Strafe hätte zahlen müssen, wie in den USA würde bei weitem nicht so da stehen, wie heute. Die Glanzlichter setzen schon lange andere. Nur schade, dass die Polotik es nicht fertig bringt, diese Herrschaften mit persönlicher Haftung zu belegen. Dann wäre von allen den schönen Millionen des Herrn A. wahrscheinlich nichts mehr übrig geblieben.

  • Das bringt es auf den Punkt.

    Mit dem Argument der harten Arbeit und der hohen Verantwortung werden Gehälter im Bereich 100 - 300 fach über dem Durchschnitt gerechtfertigt.

    Mehr als 80 h in der Woche können auch diese Eliten nicht arbeiten. Das ist das doppelte.

    Und zur Verantwortung gezogen wird keiner. Im Gegenteil. Unterm Strich, wenn es hart auf hart kommt, bekommen die größten Nieten noch Millionenabfindungen, damit sie nur gehen.
    Keiner von ihnen trägt wirklich Verantwortung im Sinne, dass er zur Verantwortung gezogen wird.
    Sie handeln ohne diese Verantwortung.
    Sie handeln verantwortungelos.

    Wir haben es mit einem unangreifbaren Finanzfeudalismus zu tun.






  • Der Artikel ist chronologisch gut aufbereitet und bietet einen ungefähren Überblick über die tatsächliche oder vermeintliche Machtkämpfe in der Bank. Dass in der DB die
    Nachfolgeregelungen nicht immer glatt über die Bühne gehen hat schon der Wechsel zu Josef Ackermann gezeigt. Auch da rollten Köpfe. Der Abgang von Josef Ackermann ist nicht optimal, aber dafür sind nicht nur die zwei Hauptdarsteller verantwortlich. Wenn man ein Resümee zur Amtszeit von Josef Ackermann ziehen kann, dann dies, da war mehr Licht als Schatten. Er hat es geschafft die Bank im Heimatmarkt D. zu stärken, die Gräben innerhalb der Bank zuzuschütten und nicht zuletzt, die Bank sicher durch die Finanzkrise 2008 gesteuert. Es wäre wirklich eine Schande gewesen, wenn Deutschlands größte Bank Staatshilfe benötigt hätte! Wer allerdings die Leistung von Dr. Ackermann nur am Aktienkurs misst, der wird enttäuscht sein! Allerdings wird dabei übersehen, dass die Bank eine Kapitalerhöhung hinter sich hat, und im wirtschaftlichen Umfeld zu bewerten ist. Da hat sich die Bank wacker geschlagen!

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