Deutsche-Bank-Co-Chef Cryan will auf Kapitalerhöhung verzichten

Keine Kapitalerhöhung – da ist der neue Co-Chef der Deutschen Bank, John Cryan, deutlich. Spekulationen darüber seien unbegründet, versichert er – und bereitet Aktionäre auf eine lange Umbauphase vor.
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Zum 1. Juli löste John Cryan seinen Vorgänger Anshu Jain als Jürgen Fitschens Co-Chef bei der Deutschen Bank ab. Ab Mai 2016 soll er das Geldhaus alleine führen. Quelle: Reuters
Neuer Co-Chef

Zum 1. Juli löste John Cryan seinen Vorgänger Anshu Jain als Jürgen Fitschens Co-Chef bei der Deutschen Bank ab. Ab Mai 2016 soll er das Geldhaus alleine führen.

(Foto: Reuters)

FrankfurtDer neue Co-Chef der Deutschen Bank, John Cryan, plant vorerst keine Kapitalerhöhung. „Ich weiß, dass es diese Spekulationen gibt“, sagte der Brite am Donnerstag in einer Telefonkonferenz. „Eine weitere Kapitalerhöhung wird unsere Kernprobleme nicht lösen.“ Zudem sei die Ausgabe neuer Aktien nicht im Interesse der Anteilseigner. „Unsere Hauptherausforderung ist nicht strategischer Natur, wir haben ein strukturelles Kostenproblem, das ist offensichtlich.“

Zugleich bat Cryan um Geduld beim Umbau der Bank: „Es wird Jahre dauern, zu liefern.“ Cryan hatte zum 1. Juli Anshu Jain als Teil der Doppelspitze mit Jürgen Fitschen abgelöst. Nach der Hauptversammlung im Mai 2016 soll der Brite alleiniger Konzernchef werden.

Das Banken-Chamäleon
Zeugnis der Anfangstage
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Der 10. März 1870 ist der Gründungstag der Deutschen Bank. Standort war damals nicht Frankfurt, sondern Berlin. Gründer waren Privatbankier Adelbert Delbrück und der Politiker Ludwig Bamberger. Erster Vorstandssprecher ist Georg von Siemens. Im Gründungsstatut wird die Bedeutung des Auslandsgeschäfts unterstrichen: „Der Zweck der Gesellschaft ist der Betrieb von Bankgeschäften aller Art, insbesondere Förderung und Erleichterung der Handelsbeziehungen zwischen Deutschland, den übrigen Europäischen Ländern und überseeischen Märkten.“ Eine klare Ausrichtung des jungen Instituts.

Hauptsitz in Berlin
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So sah die Zentrale der Deutschen Bank in Berlin aus, hier auf einer späteren Aufnahme aus dem Jahr 1929. Ab 1880 finanzierte die Bank zunehmend Industrieprojekte. Der Ausbau des Filialnetzes hatte zunächst keine Priorität, die meisten Geschäfte wurden aus Berlin abgewickelt.

Frankfurt kommt erst später
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Weiteres Standbein ist von Beginn an das Einlagengeschäft. Bis 1873 eröffnet die Bank Filialen in Bremen, Hamburg, Yokohama, Schanghai und London. London ist schon damals die wichtigste Auslandsniederlassung. Die Filiale in Frankfurt am Main, heute der Hauptsitz, öffnet erst 1886. Im Bild die Niederlassung an der Frankfurter Kirchnerstraße anno 1914.

Filiale in der Fuggerstadt
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Die Filialen prägten natürlich auch nicht überall das Stadtbild, so wie in Berlin und später in Frankfurt. Diese Aufnahme zeigt die Straßen von Augsburg zur Jahrhundertwende – also 1900.

Geschäftssitze im Wandel der Zeit
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Gegen Ende des ersten Weltkriegs entstand dieses Foto von kaiserlichen Militärs vor der Niederlassung in Bremen. An der Filiale in der Hansestadt lässt sich der Wandel im Stadt- und Bankenbild gut illustrieren.

Bremen 50 Jahre später
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Das historische Gebäude am Domshof blieb der Handelsstadt Bremen erhalten. Das Umfeld hat sich komplett verändert – das gilt auch für Geschäftsfelder. Auf Wandel musste das Institut in seiner Geschichte immer wieder reagieren.

Neuausrichtung nach dem Ersten Weltkrieg
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Mit Ende des Erste Weltkriegs war auch das Auslandsvermögen des Instituts verloren. Die schwierige Wirtschaftslage nebst Inflation in der Weimarer Republik macht es der Deutschen Bank nicht einfach. Im Bild ein Kassenschalter aus dem Jahr 1920.

  • dpa
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1 Kommentar zu "Deutsche-Bank-Co-Chef: Cryan will auf Kapitalerhöhung verzichten"

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  • Kapitalerhöhungen hat die FED untersagt, sowie mitgeteilt, der Konzern Deutsche Bank AG ist geschäfts- und kreditunfähig.
    siehe auch
    Az: 810 IN 652/13 AG Frankfurt am Main
    Insolvenzantragsverfahren

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