Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Deutsche Bank Kernkapital der Deutschen Bank wird durch neue Bilanzierungsregeln gedrückt

Mit den neuen Bilanzierungsregeln müssen Banken Vorsorge für den möglichen Ausfall eines Kredits treffen. Das wirkt sich auf das Kapital der Banken aus.
Kommentieren
Künftig muss auch die Deutsche Bank bereits ab dem Tag, an dem sie einen Kredit ausreicht, Vorsorge für dessen möglichen Ausfall treffen. Quelle: dpa
Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt

Künftig muss auch die Deutsche Bank bereits ab dem Tag, an dem sie einen Kredit ausreicht, Vorsorge für dessen möglichen Ausfall treffen.

(Foto: dpa)

FrankfurtDie Umstellung von internationalen Bilanzierungsregeln drückt die Kernkapitalquote der Deutschen Bank leicht nach unten. Aufgrund der neuen Vorschriften habe sich die harte Kernkapitalquote (CET 1) rückwirkend zu Ende vergangenen Jahres auf 13,87 Prozent von 14 Prozent vermindert, teilte das größte deutsche Geldhaus am Donnerstag in Frankfurt mit. Rechnerisch sinkt das harte Kernkapital des Instituts dadurch nach Angaben eines Sprechers um 393 Millionen Euro auf 47,907 Milliarden Euro.

Die neuen Rechnungslegungsstandards - im Fachjargon IFRS 9 genannt - finden erstmals bei der Zwischenbilanz für das erste Quartal Anwendung. Im Kern besagen sie, dass Banken bereits ab dem Tag, an dem sie einen Kredit ausreichen, Vorsorge für dessen möglichen Ausfall treffen müssen.

Bislang dürfen - und müssen - Institute erst dann eine Risikovorsorge bilden, wenn erste Zahlungen ausgefallen sind, der Kreditnehmer also im Zahlungsrückstand ist. Viele Banken waren deshalb in der Finanzkrise in die Bredouille geraten, weil sie ihre Risiken unterschätzt haben.

Um die Neuregelung war jahrelang gerungen worden. Die Europäische Bankenaufsicht EBA erwartet, dass die neuen Regeln die sogenannte harte Kernkapitalquote der Banken (CET-1) im Schnitt um rund 45 Basispunkte schmälern werden, die EZB geht von einem Minus von 40 Basispunkten aus.

Die Deutsche Bank hatte Anfang des Jahres prognostiziert, dass die erstmalige Anwendung von IFRS 9 ihr Eigenkapital um 1,4 Milliarden Euro vor Steuern drückt. Diese erste Schätzung sei zu hoch gewesen, sagte der Sprecher. Inzwischen sei die Berechnung präzisiert worden. Zuletzt hatte die Bank ein Minus der CET-1-Quote von sieben Basispunkten erwartet.

Betroffen sind alle Banken, die nach internationalen Standards ihre Bilanz aufstellen und nicht - wie die meisten kleinen Institute, also zum Beispiel Genossenschaftsbanken und Sparkassen - nur nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs. Die Neuregelung gilt für alle Kredite, auch jene, deren Ausfallwahrscheinlichkeit als sehr gering bis nahe null gelten kann. Zudem bezieht sich IFRS 9 auch auf alte Kredite, die teilweise seit Jahren in den Büchern der Banken stehen.

  • rtr
Startseite

Mehr zu: Deutsche Bank - Kernkapital der Deutschen Bank wird durch neue Bilanzierungsregeln gedrückt

0 Kommentare zu "Deutsche Bank: Kernkapital der Deutschen Bank wird durch neue Bilanzierungsregeln gedrückt"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%