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Deutsche Bank Kirch-Anwälte alarmieren Bankenaufsicht

Der Rechtsstreit zwischen der Deutschen Bank und den Kirch-Anwälten geht in die nächste Runde. Jetzt haben die Anwälte des verstorbenen Medien-Moguls auch noch die Bankenaufsicht eingeschaltet.
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Der Rechtsstreit zwischen Deutscher Bank und den Kirch-Anwälten geht in die nächste Runde. Quelle: dpa

Der Rechtsstreit zwischen Deutscher Bank und den Kirch-Anwälten geht in die nächste Runde.

(Foto: dpa)

DüsseldorfIm Rechtsstreit mit der Deutschen Bank haben die Kirch-Anwälte nach Informationen des Handelsblatts (Mittwochausgabe) die Bankenaufsicht Bafin eingeschaltet. Sie hegen den Verdacht, dass die Deutsche Bank eine Börsen-Pflichtmitteilung hätte absetzen müssen
Das Kreditinstitut habe in einem Befangenheitsantrag gegen die Mitglieder des 5. Zivilsenates des Münchener Oberlandesgericht bemängelt, dass sich der Richter bereits gegen die Deutsche Bank festgelegt habe, schrieben die Anwälte der Kanzlei Bub Gauweiler, die die Kirch-Erben vertreten an Bafin-Präsident Jochen Sanio. Wenn die Bank aber davon ausgegangen sei oder noch immer davon ausgehe, dass sie den Prozess verliere, hätte sie angesichts der Schadensersatzforderungen, die sich zwischen mehreren hundert Millionen Euro bis hin zu einem mittleren einstelligen Milliardenbetrag summieren könnten, längst eine Ad-hoc-Mitteilung veröffentlichen müssen.
Diese wäre nach Einschätzung der Kirch-Seite auch notwendig gewesen, als die Bank erfahren hat, dass die Staatsanwaltschaft nun auch gegen Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann und andere Organmitglieder ermittle. Von diesen Ermittlungen hatte die Bank spätestens seit vergangener Woche Kenntnis. Denn die Staatsanwaltschaft, die wegen des Verdachts des Prozessbetruges gegen Ackermann und andere Manager ermittelt, hat in der vergangenen Woche die Büro- und teilweise Privaträume der Betroffenen durchsucht. Als Reaktion hatten die Anwälte der Deutschen Bank einen Befangenheitsantrag gegen den Richter in einem Münchener Schadensersatzprozess gestellt. Dieser habe aus Sicht der Bank unzulässigerweise mit der Staatsanwaltschaft zusammengearbeitet.

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