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Deutsche Bank Mitarbeiter in New York warten auf das große Sparen

Die neue Sparrunde des Frankfurter Instituts könnte die Mitarbeiter in den USA besonders hart treffen. Ein neuer Medienbericht zeigt die Folgen der langen Unsicherheit.
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Vor allem die Mitarbeiter in den USA könnten von den Stellenstreichungen betroffen sein. Quelle: AFP
Deutsche Bank

Vor allem die Mitarbeiter in den USA könnten von den Stellenstreichungen betroffen sein.

(Foto: AFP)

New York Die Ungewissheit gehört zum Alltag. Immer neue Gerüchte, Sparrunden, Chef-Wechsel. Das Hochhaus der Deutschen Bank an der Wall Street ist längst zu groß geworden. Schreibtische stehen leer. Und der geplante Umzug in ein kleineres Gebäude steht erst in zwei Jahren an. Dabei steht der große Kahlschlag noch bevor. Mitarbeiter der Bank in New York stellen sich Medienberichten zufolge auf hunderte weitere Stellenstreichungen ein, vor allem im Aktienhandel.

Die Stimmung ist entsprechend gedrückt. Immer wieder kündigen Mitarbeiter freiwillig, vor allem die Guten, berichten Kollegen. Einige von denen, die noch auf der Suche nach einem anderen Arbeitgeber sind, geben auf Linkedin ihre private Email-Adresse an, ein klares Signal an Headhunter. Dass die Jobsuche auch während der regulären Arbeitszeit stattfindet, würde von den Vorgesetzten toleriert, heißt es in einem Bericht des Finanzdienstleisters „Bloomberg.“

Wichtige Führungskräfte sind auf dem Absprung, gerade in der Investmentbank, die von den geplanten Kürzungen besonders betroffen sein wird. So wird der globale Chef des Aktienhandels, Peter Selman, die Bank sehr wahrscheinlich verlassen, hieß es in Finanzkreisen. Laut Bloomberg stehen die Umzugskisten bereits in seinem Büro im 46. Stock. Auch US-Chef Tom Patrick stehe offenbar vor der Ablösung.

Selman soll im vergangenen Jahr bereits dafür geworben haben, 300 Millionen an Kosten für die defizitäre Einheit zu senken. Doch die Verantwortlichen hätten das ausgeschlagen, nur um jetzt besonders harte Einschnitte durchzusetzen. Das steigert zusätzlich den Frust. Die Bank wollte den Bericht nicht kommentieren.

Vorstandschef Christian Sewing hat harte Einschnitte angekündigt. Medienberichten zufolge könnte der Aufsichtsrat diese bei seiner Sitzung am 7. Juli beschließen. Am Ende könnte das Projekt zwischen 15.000 und 20.000 Jobs kosten, heißt es. Sollten die Sparpläne so umgesetzt werden, träfe es mehr als ein Fünftel der Belegschaft – diese betrug Ende des ersten Quartals rund 91.500 Mitarbeiter.

Einige Mitarbeiter in New York versuchen weiter zuversichtlich zu bleiben. „Ich hoffe, es gibt bald eine klare Ansage“, sagt einer, der seinen Namen lieber nicht nennen will. „Dann weiß man wenigstens, wo es hin geht.“

Mehr: Die Integration der Postbank in die Deutsche Bank fordert weitere Jobs. Es sollen 1300 zusätzliche Stellen wegfallen.

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