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Deutsche Bank Hedgefonds-Abzug steigert den Druck

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Probleme an vielen Fronten

Die Aktie der Bank befindet sich seit Wochen fast im freien Fall, weil Investoren damit rechnen, dass Cryan sich mit einer gewaltigen Kapitalhöhung Geld beschaffen muss, um seine Finanzreserven aufzustocken. Beim Stresstest der Europäischen Zentralbank, einer Simulation von Krisen-Szenarien, hat sein Geldhaus verhältnismäßig schlecht abgeschnitten. Cryan bestreitet die Notwendigkeit einer Kapitalerhöhung. Damit wachsen aber die Befürchtungen, dass er sich zu spät dazu entscheidet und dann den Kurs umso mehr unter Druck bringt.

Außer einer schwachen Ertragslage und einer relativ dünnen Kapitaldecke gibt es keine akuten Anzeichen dafür, dass die Bank in ernsten Schwierigkeiten steckt, so lange sie die Forderungen der US-Behörden auf ein erträgliches Maß herunterhandeln kann.

In den USA dürfte auch niemand ein Interesse haben, die Bank aus der Bahn zu werfen, weil die Rückwirkungen auf das gesamte Finanzsystem verheerend wären. Denn die Deutsche Bank ist weltweit in vielfältiger Weise finanziell vernetzt und daher in hohem Maße wichtig für die Stabilität des Finanzsystems.

Das Geschäftsmodell der Deutschen Bank ist seit langem problematisch, was aber Jahre lang wenig gestört hat, nachdem das Geldhaus vergleichsweise gut durch die Finanzkrise gekommen war. Die Bank ist relativ stark im risikoreichen, internationalen Investmentbanking aktiv und hat eine vergleichsweise dünne Basis im heimischen kommerziellen Bankgeschäft, wo die Konkurrenz, unter anderem durch die Sparkassen, sehr groß ist.

In den USA mischt die Deutsche Bank in einigen Bereichen des Investmentbanking sehr erfolgreich mit, hat aber auch dort keine Kundenbasis, die mit dem soliden Stamm der amerikanischen Häuser vergleichbar wäre. Hinzu kommen hausgemachte Probleme.

Die Kosten sind seit langem hartnäckig zu hoch, die Risikokontrolle war lange Zeit den hochgesteckten Gewinnzielen untergeordnet, die Modernisierung der Technik kam zu spät. Cryan, seit rund fünf Quartalen im Amt, kämpft daher an allen Fronten zugleich.

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