Deutsche-Bank-Prozess Eine Frage der Ehre

Jürgen Fitschen hat erbittert um seine Reputation gekämpft – und gewonnen. Der Vorwurf des Prozessbetrugs war nicht belegbar, der Co-Chef der Deutschen Bank ist unschuldig. Blamiert ist die Staatsanwaltschaft.
Deutsche-Bank-Co-Chef Jürgen Fitschen verlässt den Gerichtsaal als Sieger. Quelle: AFP
Freispruch statt Ablasshandel

Deutsche-Bank-Co-Chef Jürgen Fitschen verlässt den Gerichtsaal als Sieger.

(Foto: AFP)

München, DüsseldorfDie 35 Verhandlungstage hätte sich Jürgen Fitschen auch sparen können. Vor zwei Jahren hatte die Staatsanwaltschaft München dem Co-Chef der Deutschen Bank angeboten, die Ermittlungen gegen eine Zahlung von 500 000 Euro zu beenden. Doch für den Norddeutschen kam so ein Ablasshandel nicht infrage. Er wollte um seinen Ruf kämpfen.

Ein knappes Jahr nach Prozessbeginn bekam der 67-jährige Bankmanager am Montagmorgen späte Genugtuung: Das Landgericht München unter Vorsitz von Richter Peter Noll hat ihn vom Vorwurf des Prozessbetrugs freigesprochen. Fitschen verlässt den Saal B 273 des Strafjustizzentrums als freier Mann.

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