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Deutsche-Bank-Tochter DWS Fondsmanager Tim Albrecht bleibt doch bei der DWS

DWS-Chef Asoka Wöhrmann kündigt an, dass der bekannte Fondsmanager Tim Albrecht weiterhin für die Tochter der Deutschen Bank arbeiten wird.
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Wird den Fonds „DWS Deutschland“ wieder selbst steuern. Quelle: DWS
Tim Albrecht

Wird den Fonds „DWS Deutschland“ wieder selbst steuern.

(Foto: DWS)

FrankfurtDie Meldung gilt als der erste messbare Erfolg des neuen Chefs der Deutsche-Bank-Fondstochter DWS: Knapp vier Wochen nachdem Asoka Wöhrmann Chef des Fondshauses geworden ist, kündigen er und sein Chefanlagestratege Stefan Kreuzkamp den Mitarbeitern in einem Brief an, dass der bekannte Fondsmanager Tim Albrecht seinen Posten als Aktienchef Deutschland, Österreich und Schweiz behält.

Der Brief liegt dem Handelsblatt vor. Albrecht wird damit wieder für ein Kundenvermögen von rund 15 Milliarden Euro verantwortlich zeichnen. Seinen Fonds für deutsche Aktien, „DWS Deutschland“, für den der Fondsmanager in den vergangenen Jahren mehrfach Auszeichnungen erhielt, wird er wieder selbst steuern.

Albrecht hatte nach rund 20 Jahren bei der DWS im September angekündigt, Anfang 2019 zur Vermögensverwaltung der Hamburger Privatbank Berenberg zu wechseln. Finanzkreisen zufolge war dafür der Führungsstil des inzwischen geschassten DWS-Chefs Nicolas Moreau verantwortlich gewesen.

Moreau, unter dem die DWS im März an die Börse gebracht wurde, galt als distanziert gegenüber den Mitarbeitern – und als jemand, der das margenträchtige aktive Fondsgeschäft wenig schätzte. Nach Milliardenabflüssen aus DWS-Fonds hatte Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing Ende Oktober die Führungsspitze bei der Tochter ausgetauscht. Seit dem Börsengang im März hat die DWS-Aktie rund ein Viertel ihres Werts eingebüßt.

Insidern zufolge hat Wöhrmann Albrecht angerufen und ihn gefragt, ob er zurückkomme – mit Erfolg.

Auf Veränderung eingestimmt

Vor eineinhalb Wochen hatte der neue Chef mit seiner ersten Ansprache an die Belegschaft die Mitarbeiter auf Veränderungen eingestimmt. Auf die gesamte Branche kämen härtere Zeiten zu, betonte Wöhrmann. Deshalb müsse die DWS effizienter werden. Wenn die Ziele der DWS in Gefahr seien, werde er die nötigen Schritte unternehmen und neue Prioritäten setzen, machte Wöhrmann auf dem Meeting klar.

Von seinem Vorgänger Moreau hat Wöhrmann eine Reihe von Altlasten geerbt. Dazu zählt die zuletzt schwache Performance der Flaggschifffonds. Den renommierten Fondsmanager Albrecht im Haus zu halten wirkt wie eine schnelle Gegenmaßnahme.
Mit Blick auf die Fondsperformance rückt Chefanlagestratege Kreuzkamp in den Fokus, der nach Aussagen von Insidern unter enormem Druck stehe zu liefern. Dies gelte ebenfalls für das Team rund um Vertriebschef Thorsten Michalik, heißt es. Ex-Chef Moreau hatte den Vertrieb bereits als Schwachpunkt ausgemacht.
In der DWS jedenfalls rechnen viele noch in diesem Jahr mit weiteren weitreichenden Entscheidungen des neuen Chefs.

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