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Deutsche Bank und Commerzbank Bankengewerkschaft droht mit Blockade bei Postbank-Integration

Die mögliche Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank bewegt die Arbeitnehmervertreter. Sie stellen weitere Verhandlungen über die Integration der Postbank in die Deutsche Bank infrage.
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„Alle Karten müssen jetzt auf den Tisch – und zwar schnell“, fordert der DBV-Chef. Quelle: dpa
Deutsche Bank und Postbank

„Alle Karten müssen jetzt auf den Tisch – und zwar schnell“, fordert der DBV-Chef.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die möglichen Fusionsgespräche von Deutscher Bank und Commerzbank könnten die Integration der Postbank belasten. Der Deutsche Bankangestellten Verband (DBV) drohte in einer an Mitglieder verschickten Stellungnahme damit, die laufenden Gespräche mit der Deutschen Bank über die Integration der Postbank auf Eis zu legen.

„Wie kann der Vorstand der Deutschen Bank von unserer Gewerkschaft oder am Ende auch den Betriebsräten Gesprächsbereitschaft erwarten, wenn nicht klar ist, ob die neuen Einheiten aufgrund einer weiteren, von der Politik erzwungenen Fusion mit der Commerzbank auch nur das Jahr 2019 überleben werden“, fragte der DBV-Bundesvorsitzende Stephan Szukalski in einem Schreiben, das dem Handelsblatt vorliegt.

Die Gewerkschaft werde in den nächsten Tagen Gespräche mit den Verantwortlichen suchen, um Klarheit zu bekommen. „Abhängig vom Ergebnis werden wir danach für uns entscheiden, ob zum jetzigen Zeitpunkt weitere Verhandlungen zur Postbank-Integration sinnvoll sind“, so Szukalski.

Was es definitiv nicht geben könne, sei zuerst ein Arbeitsplatzabbau in Deutscher Bank und Postbank sowie anschließend ein erneuter Abbau durch eine Fusion mit der Commerzbank, „wieder zulasten von Hunderten oder Tausenden von Kolleginnen und Kollegen“. „Alle Karten müssen jetzt auf den Tisch – und zwar schnell“, forderte der Gewerkschafter.

Die Spekulationen über einen Zusammenschluss nahmen zu Wochenbeginn Fahrt auf, nachdem Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) öffentlich gesagt hatte, dass die beiden Banken die Lage ausloten würden. „Es gibt Beratungen über die Situation, wie sie ist“, so Scholz. Auch das verärgert den DBV.

„Wir finden es beachtlich – um nicht zu sagen bedauerlich –, wenn gerade der Staat als größter Einzelaktionär der Commerzbank in seiner Doppelrolle einen solchen Druck für eine offensichtlich wirtschaftlich unsinnige Maßnahme aufbaut, die obendrein noch Tausende von Arbeitsplätzen kosten würde“, so Szukalski, der auch im Aufsichtsrat der Deutschen Bank sitzt.

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