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Deutsche Bank und Commerzbank Die neue Großbank hätte schon einen Chef

Sollte es wirklich zu einer Bankenfusion kommen, würde der neue Vorstandsvorsitzende wahrscheinlich Christian Sewing heißen. Aber so weit sind Commerzbank und Deutsche Bank noch nicht.
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In Finanzkreisen heißt es bereits, dass eigentlich klar sei, dass Sewing eine aus Deutscher Bank und Commerzbank hervorgehende Großbank führen würde. Quelle: dpa
Christian Sewing

In Finanzkreisen heißt es bereits, dass eigentlich klar sei, dass Sewing eine aus Deutscher Bank und Commerzbank hervorgehende Großbank führen würde.

(Foto: dpa)

FrankfurtNoch verhandeln sie. Auch nach vier Wochen intensiver Gespräche ist noch nicht klar, ob Deutsche Bank und Commerzbank wirklich zueinander finden werden. Die Chancen für einen Deal stünden nach wie vor 50 zu 50, ist aus dem Umfeld der Verhandlungen zu hören.

Einen wichtigen Punkt haben sich Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing und sein Kollege von der Commerzbank, Martin Zielke, bis ganz zum Schluss aufgehoben: die Spitzenpersonalien. Offiziell zumindest. Denn in Finanzkreisen heißt es bereits, dass eigentlich klar sei, dass Sewing auch das neue Institut führen würde.

Da ein Deal letztlich auf eine Übernahme der Commerzbank durch den größeren Nachbarn hinauslaufen würde, sprach von Beginn der Verhandlungen an vieles für diese Lösung.

Auch der Aufsichtsratschef der Deutschen Bank Paul Achleitner werde voraussichtlich zumindest für eine Übergangszeit diese Rolle auch bei einer fusionierten Bank übernehmen, heißt es in Finanzkreisen. Eine weitere Personalie gilt ebenfalls als sehr wahrscheinlich: Garth Ritchie. Der Investmentbanking-Chef der Deutschen Bank würde diesen Job wohl auch nach einer Vereinigung mit der Commerzbank gerne weiter machen.

Dafür spricht, dass das Corporate und Investmentbanking der Deutschen Bank sehr viel größer ist als das der Commerzbank. Außerdem hat der bei der Commerzbank für diesen Bereich zuständige Vorstand Michael Reuter bereits seinen Abgang angekündigt.

Die Suche nach einem Nachfolger liegt derzeit auf Eis. Ein Selbstgänger ist die Personalie Ritchie allerdings trotzdem nicht, denn einige einflussreiche Großaktionäre der Deutschen Bank sehen die Rolle des Managers, der gleichzeitig Vizevorstandschef ist, kritisch. Sie fragen sich, ob der nächste Investmentbanking-Chef nicht von außen kommen sollte.

Über die Personalspekulationen um Sewing und Ritchie berichtete zuerst der „Spiegel“. Das Magazin meldete auch, dass Commerzbank-Chef Zielke vorläufig als Sewings Stellvertreter und Leiter des riesigen Privat- und Firmenkundengeschäfts der neuen Bank eingeplant sei.

Zu diesem Punkt gibt es allerdings offenbar unterschiedliche Meinungen. Auf den ersten Blick spreche zwar einiges für eine solche Aufteilung. Aber tatsächlich sei noch längst nicht ausgemacht, dass die Commerzbank tatsächlich die Verantwortung für die fusionierte Privat- und Firmenkundensparte übernehmen werde, heißt es aus dem Umfeld der Deutschen Bank.

In der Commerzbank glauben viele, dass das Institut das Privatkundengeschäft besser beherrsche als der größere Konkurrent, der noch immer mit der Integration der Bonner Tochter Postbank ringt. Von Herbst 2016 bis 2020 will die Commerzbank zwei Millionen neue Kunden gewinnen, eine Million sind bereits an Bord.

Im vergangenen Jahr erreichte die Commerzbank bei Erträgen von 4,8 Milliarden Euro einen Gewinn vor Steuern von 735 Millionen Euro. Bei der Deutschen Bank lagen die Einnahmen bei 10,1 Milliarden Euro und der Vorsteuergewinn bei 829 Millionen Euro.

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