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Deutsche Kreditwirtschaft Bankenverbände fordern Reform neuer Regeln für Wertpapiergeschäfte

Deutschlands Bankenverbände fordern Reformen der „Mifid II“-Richtline. Sie sei ein Ärgernis für Kunden und Alptraum für Kreditinstitute und Berater.
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Die EU-Richtlinie greift in Deutschland seit dem 3. Januar 2018. Seither müssen Banken jedes Telefonat eines Kunden mit einem Wertpapierberater aufzeichnen und für mindestens fünf Jahre archivieren. Quelle: dpa
Bankenskyline in Frankfurt am Main

Die EU-Richtlinie greift in Deutschland seit dem 3. Januar 2018. Seither müssen Banken jedes Telefonat eines Kunden mit einem Wertpapierberater aufzeichnen und für mindestens fünf Jahre archivieren.

(Foto: dpa)

FrankfurtDeutschlands Bankenverbände dringen auf eine Überarbeitung der seit Anfang 2018 geltenden Regeln für Wertpapiergeschäfte. Die „Mifid II“-Richtlinie sei „ein Ärgernis für Kunden“ und „ein Alptraum für Kreditinstitute und Berater“, kritisierten die fünf großen Bankenverbände, die in der Deutschen Kreditwirtschaft (DK) organisiert sind, am Donnerstag – und untermauerten dies mit einer Umfrage unter Kunden und Banken.

„Wir wollten Leute für den Kapitalmarkt begeistern - das Gegenteil ist der Fall“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Privatbankenverbandes BdB, Andreas Krautscheid, in Frankfurt. In Brüssel müsse die „Mifid II“-Überarbeitung ganz oben auf die Agenda. „Das muss eines der ersten Projekte der neuen EU-Kommission sein.“ Es müsse zum Beispiel stärker zwischen Amateuren und Profis in der Wertpapieranlage unterschieden werden.

Die EU-Richtlinie greift in Deutschland seit dem 3. Januar 2018. Seither müssen Banken jedes Telefonat eines Kunden mit einem Wertpapierberater aufzeichnen und für mindestens fünf Jahre archivieren. Bei Rechtsstreitigkeiten soll sich so leichter nachvollziehen lassen, ob ausreichend über Risiken aufgeklärt wurde. Zudem müssen Kunden vor der Entscheidung für ein Finanzprodukt eine genaue Aufstellung erhalten, wie viel sie das Produkt kostet.

Für die von der DK in Auftrag gegebenen Studie wurden 2852 Kunden sowie 153 Banken und Sparkassen befragt. Ergebnis: Viele Kunden fühlten sich durch die Fülle an Informationen überfordert und verunsichert, etliche hielten sich bei Wertpapiergeschäften zurück. Für die Institute seien zudem im Schnitt Umsetzungskosten von 3,7 Millionen Euro angefallen – hochgerechnet auf die etwa 1600 Institute in Deutschland insgesamt knapp 6 Milliarden Euro. Die Finanzaufsicht Bafin hat sich in den vergangenen Wochen ebenfalls erneut ein Bild gemacht, wie die als Verbraucherschutz gedachten Vorgaben wirken.

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