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Deutschlands Banker rechnen mit weiterer Konzentration in der Finanzbranche – Diskussion mit Ulrich Brixner, Alexander Dibelius, Thomas Fischer und Jürgen Fitschen Der Traum von nationalen Champions ist ausgeträumt

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Bestechend einfach wäre auf den ersten Blick allerdings ein ganz anderer Weg, um einen nationalen Champion zu schaffen: Der Zusammenschluss aller Sparkassen und Landesbanken unter einem Dach. „Die Sparkassenorganisation wäre nach Bilanzsumme weltweit die Nummer eins, wenn sie denn ein Konzern wäre“, sagt Dibelius. Vom Geschäftsmix wären Fusionen der auf das Filialgeschäft spezialisierten Sparkassen und der auf Großkunden ausgerichteten Landesbanken sicherlich sinnvoll. Viele auf Selbstständigkeit bedachte Sparkassen fürchten jedoch eine „vertikale Integration“ wie der Teufel das Weihwasser. Zwar entstand die LBBW aus dem Zusammenschluss von Sparkassen und einer Landesbank. Anderswo sind die Hemmschwellen aber noch hoch. Auch Fischer muss damit leben, dass „unsere Eigentümer für Nordrhein-Westfalen eine vertikale Fusion von WestLB und Sparkassen sogar vertraglich ausgeschlossen haben“. Ähnlich sieht es bei den Genossen aus. Brixner hält eine vertikale Fusion zwischen Spitzeninstituten und Volksbanken für eine „Todsünde“.

Bleiben die privaten Banken: Nachdem diverse Anläufe zu „deutschen Fusionen“ gescheitert sind, geht die Hypo-Vereinsbank (HVB) jetzt vermutlich in die Hände der italienischen Unicredito über. Der letzte Versuch einer innerdeutschen Konsolidierung platzte im vergangenen Sommer. Damals hatte die Bundesregierung mit einem Verkauf der Postbank an die Deutsche geliebäugelt. Doch scheiterte der Deal schon im Ansatz. Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann erneuerte kürzlich im Handelsblatt sein Kaufinteresse, holte sich aber postwendend eine Absage von Post-Chef Klaus Zumwinkel.

Stattdessen bereitet sich die Postbank selbst auf eine Übernahme vor: Das Institut gilt als Favorit für den Kauf der Bausparkasse BHW. Diese gilt als eine der letzten großen Akquisitionsmöglichkeiten im Inland. Als nationaler Champion würde das Duo allerdings mangels Größe nicht durchgehen. Diese Rolle bleibt in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt bis auf weiteres der Deutschen Bank vorbehalten.

Und weil das so ist, loben selbst „säulenfremde“ Banker gelegentlich den in der breiten Öffentlichkeit viel gescholtenen Rivalen. Auf die Deutsche Bank, so meint DZ-Bank-Chef Brixner, „kann man stolz sein“.

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