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Devisenskandal Britische Aufsichtsbehörde steuert Vergleich an

Gute Aussichten für eine Einigung noch in diesem Jahr: Die britische Aufsichtsbehörde FCA einigt sich im Devisenskandal offenbar mit Großbanken. Doch auch die EU-Kommission schaut genauer hin.
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Barclays könnte einen Deal mit der britischen Aufsichtsbehörde eingehen. Quelle: ap

Barclays könnte einen Deal mit der britischen Aufsichtsbehörde eingehen.

(Foto: ap)

Bangalore/Frankfurt Im Skandal um manipulierte Devisenkurse steuert die britische Aufsichtsbehörde FCA offenbar auf einen ersten Vergleich mit Großbanken zu. Eine Einigung noch in diesem Jahr sei nicht ausgeschlossen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Die FCA führe Gespräche unter anderem mit Barclays, Citigroup, JP Morgan und der UBS. Die FCA wolle den Kreis der Institute im Moment noch klein halten, um möglichst schnell zu einem Ergebnis zu kommen und Bußgelder zu verhängen. Die FCA wollte sich zu dem Bericht auf Nachfrage nicht äußern.

Dass in den Devisenskandal Bewegung kommt, hatte sich in dieser Woche bereits in anderer Hinsicht angedeutet. Die britische Betrugsbekämpfungsbehörde SFO kündigte an, strafrechtliche Ermittlungen gegen Einzelpersonen zu starten. Erste Anklagen könnte es demnach bereits im kommenden Jahr geben. Die Ermittlungen konzentrierten sich zunächst auf eine begrenzte Zahl von Personen und Finanzinstituten, hatte SFO-Chef David Green am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters gesagt.

Zahlreiche Aufsichtsbehörden in aller Welt untersuchen derzeit, ob es auf den weitgehend unregulierten internationalen Devisenmärkten zu unlauteren Absprachen bei Referenzkursen gekommen ist. Auch die EU-Kommission und die deutsche Finanzaufsicht Bafin schauen sich das genauer an. Weil der Markt so riesig ist, drohen hier nach Einschätzung von Experten weitaus höhere Strafen als im Skandal um manipulierte Interbanken-Zinssätze (Libor). Auf dem Devisenmarkt werden täglich rund 5,3 Billionen Dollar gehandelt. Die Referenzkurse, die einmal am Tag festgestellt werden, dienen Unternehmen und großen Profi-Anlegern als Basis für ihre Währungsgeschäfte. Sollten sie einen Schaden durch die Tricksereien nachweisen können, wird es für die Banken richtig teuer.

Einer der größten Devisenhändler der Welt ist die Deutsche Bank. Sie hat Finanzkreisen zufolge bereits einige Händler vor die Tür gesetzt, bei denen sie Manipulationen vermutete. Die internen Untersuchungen sind noch längst nicht abgeschlossen, wie Insider berichten. Deutschlands größtes Geldhaus hat wiederholt betont, zur Aufklärung der Affäre mit den Behörden zusammenzuarbeiten. Ob an irgendeiner Stelle bereits Vergleichsverhandlungen laufen, dazu wollte sich das Institut am Donnerstag nicht äußern.

  • rtr
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