Devisenskandal Südkoreas Behörden prüfen möglichen Schaden

Nach den US-Behörden prüfen nun Südkoreas Kartellwächter mögliche Schäden durch den Libor-Skandal. Mehrere Großbanken hatten Devisenkurse manipuliert und müssen in den USA bereits Bußgelder in Milliardenhöhe zahlen.
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Händler sollen am bisher wenig überwachten Devisenmarkt getrickst und wichtige Kurse zu ihren Gunsten manipuliert haben. Quelle: ap
Euro und Dollar an einem Wechselschalter

Händler sollen am bisher wenig überwachten Devisenmarkt getrickst und wichtige Kurse zu ihren Gunsten manipuliert haben.

(Foto: ap)

SeoulDer Skandal um manipulierte Devisenkurse ruft auch die südkoreanischen Behörden auf den Plan. Die Kartellwächter gehen der Frage nach, ob die sechs in den USA wegen der Affäre jüngst mit Milliardenzahlungen belegten Großbanken auch Unternehmen des asiatischen Landes geschädigt haben.

Der Chef der Wettbewerbsbehörde, Jeong Jae-chan, bestätigte bei einer Anhörung vor dem Parlament eine entsprechende Untersuchung, ohne Einzelheiten zu nennen. Händler der betroffenen Institute sollen am bisher wenig überwachten Devisenmarkt getrickst und wichtige Kurse zu ihren Gunsten manipuliert haben.

Im Zuge eines Vergleichs mit den US-Behörden zahlen die Institute Barclays, Royal Bank of Scotland, JP Morgan, Citigroup, Bank of America und UBS zusammen 5,7 Milliarden Dollar an Bußgeldern. Mit Ausnahme von RBS, die nicht für eine Stellungnahme erreicht werden konnte, wollten sich die Banken nicht zu den Untersuchungen in Südkorea äußern.

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