Dieter Wemmer Allianz-Finanzvorstand kritisiert „Banker-Bashing“

„Es nutzt nichts, jahrelang zu diskutieren, davon wird es nicht besser.“ Das sagt Dieter Wemmer, Finanzvorstand der Allianz, über die ständige Kritik an den Banken. Das „Banker-Bashing“ müsse aufhören.
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Dieter Wemmer: Beerbt der heutige Finanzvorstand Allianz-Chef Michael Diekmann an der Konzernspitze? Quelle: Reuters

Dieter Wemmer: Beerbt der heutige Finanzvorstand Allianz-Chef Michael Diekmann an der Konzernspitze?

(Foto: Reuters)

Der Finanzvorstand der Allianz, Dieter Wemmer, stört sich an der ständigen Kritik an den Banken. „Wir beschäftigen uns zu lange mit den Fehlern des Bankensektors“, sagte Wemmer dem Handelsblatt. „Es nutzt nichts, jahrelang zu diskutieren, davon wird es nicht besser.“

Der 56-jährige Wemmer ist seit 2012 Vorstandsmitglied der Allianz SE. Zuvor war er 25 Jahre lang für die Zurich Versicherung tätig, in letzter Funktion ebenfalls als Finanzchef. Seit Anfang 2013, als er mit seinem Vorstandskollegen Oliver Bäte den Zuständigkeitsbereich tauschte, verantwortet er nun den Finanzbereich bei der Allianz. Damals wurde gemutmaßt, mit dem Wechsel könne man Wemmer auf eine Aufgabe an der Unternehmensspitze vorbereiten, wenn der Vertrag von Allianz-Chef Michael Diekmann Ende 2014 ausläuft. Eine mögliche Nachfolge ließ Wemmer jedoch offen. „Vorstandsverträge laufen nun einmal aus, das sagt nicht unbedingt etwas über die Verweildauer im Unternehmen aus“, sagte er.

Die niedrigen Zinsen setzten der Allianz laut Wemmer weniger zu als der Konkurrenz. „Wir profitieren schon die letzten Jahre im Neugeschäft von unserer Bilanzstärke.“ Nehme man die Bilanz als Referenzwert, läge der Marktanteil im Bestand bei 17 Prozent, im Neugeschäft hingegen bei 25 Prozent.

Das vollständige Interview finden Sie zum Download in unserem Kaufhaus der Weltwirtschaft unter www.kaufhaus.handelsblatt.com.

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16 Kommentare zu "Dieter Wemmer: Allianz-Finanzvorstand kritisiert „Banker-Bashing“"

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  • Ausgerechnet der Finanzvorstand der Allianz; welch eine ungeheuerliche Heuchelei! Weit ab jeder Realität.
    Glück, das ist einfach eine gute Gesundheit und
    ein s c h l e c h t e s Gedächtnis.
    Zitat: Ernest Hemingway

  • Wenn der Bayr. Ministerpräsident Horst Seehofer sich mitteilt. Zitat :" Die die gewählt sind , haben nichts zu sagen. Die was zu Sagen haben , sind nicht gewählt ."
    Und diese Sätze , von den Medien nicht aufgenommen werden ,
    muß man von einem erheblichen Vasallentum in unserem Rechtsstaat ausgehen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Bernd Trumpfheller 66

  • Sobald diese Banker endlich einmal für ihre Zockerein selber haften, nicht immer die Hand aufhalten und vom Steuerzahler, sowie Sparer ihr Versagen finanziert haben wollen, ändert sich das automatisch. Es ist auch kein Banker Bashing, sondern es wird nur laut ausgesprochen was Realität ist.

  • Fast richtig, aber haben nicht auch Sparkassen und VB die "Omis & Opis" hoch riskant Produkte ala Lehmann aufgeschwatzt aus Gewinnsucht?!?!?

  • da soll nicht nur gebashed sondern sogar veruteilt werden. Ich will mein Geld zurück, sowohl die Steuern, also auch die Enteignung! Wenn die Umsatzsteuererhöhung rückgängig gemacht wird, Stromsteuer, Benzinsteuer, demnächst Autobahnmaut (und Bundeststraßen Maut!), Solizuschlag und auch das Zinsniveau bei Tagesgeldkonten wieder auf ein erträgliches Maß von nachsteuerlichen 4% steigt, so dass man für sein Alter vorsogen kann, - dann höre ich auf zu bashen.

  • Ich halte eine stärkere Differenzierung in der Diskussion für angebracht. Der Bankensektor wird medial gleichbehandelt an den Pranger gestellt. Das Volks- und Raiffeisenbanken und Sparkassen aber wohl nicht die Hauptschuld an der Krise tragen, bleibt unerwähnt. Es zählt ausschließlich die Schlagzeile, die möglichst reißerisch sein muss. Es ist definitiv richtig, dass Aufklärung über Missverhalten stattfindet. Da müssen die Banken endlich lernen. Es ist aber falsch, dass Banker in einer kleinen Bank mit vielleicht 2.000 Euro auf der Straße angefeindet werden. Soweit ist es leider aber schon. Ich möchte mal die Branche kennenlernen, in denen es keine schwarzen Schafe gibt.

  • Makermoney
    Wie lange braucht ein Vorstand, sich dem Widerwillen der Mehrheit der Bevölkerung ausgesetzt zu sehen, noch??

    Er sollte bis zu seinem Tode, sogar dem Nachruf des Priesters am Grabe, weiter ausgesetzt werden.

    Die Bilder dieser Personen sollten an jeder Ecke hängen, wie die Politiker, die sich zur Wi(e)derwahl stellen, auch an jeder Strassenecke hängen.

    Damit jeder sieht, was das für Personen sind, die die Volkswirtschaft IN DEN Ruin TREIBEN. Brandmaker !!!!

    Dieser Personenkreis ist noch schlimmer wie die der NPD oder der NSA. Die NPD verfolgt man durch den BND und dem Verfassungsschutz.
    Die Vorstände die mit der Kanzlerin gemeinsame Treffen abhalten, laufen frei herum. Grandioses Deutschland.

    Das sind die größten Verbrecher, die mit dem Geld der Sparer und Versicherungsnehmer am Kapitalmarkt dies Verzocken und dann nicht mehr Wissen, wie sie Policen der Versicherungsnehmer auszahlen können. Dann müssen die Versicherungsnehmer (Kapital - und Kapitalllebensversicherungen) ständig mit Zinssenkungen konfrontiert werden. Was zum Schluss darauf hinaus läuft, die Versicherung oder Bank hat verdient und der Jahrzehnte lang eingezahlt hat für eine zusätzliche Rente, wird BÖSE abgezockt.

    Die Vorstände leisten sich einen LUXUS auf den Barbados, oder Maledivien, Cote de Azur, St. Moritz etc. für Ihr zu Hause, auf Kosten der Masse der Bevölkerung.

    Mit Unterstützung von Mitgliedern unser gewählten Parlamentarier. Prost Mahlzeit !!

  • Ich hatte schon vor Monaten gesagt "die Bankenwirtschaft ist das Krebsgeschwür der Gesellschaft" dieser Kommentar wurde gelöscht. Bashing ist nur gerechtfertigt, da die "Kriminellen" weiter manipulieren, Geldwaschen,betrügen (Libor etc.) usw. usw. Wie kann es sein, das Wenige eine globale Kriese auslösen die dem Gemeinwohl / Gemeinschaft / Steuerzahlern Milliarden kosten und die dann einfach so weiter machen und nicht zur Rechenschaft gezogen werden??!!

  • Nein das Banker Bashing darf nicht aufhören. Solange es Banker (konkret die Mitarbeiter, vor allem die im Investmentbanking der Geschäftsbanken) sind, die unsere Sicherheit, unseren Wohlstand, das gesamte soziale Gefüge und unserer Wirtschaftsordnung auf's Spiel setzen nur um sich aus grenzenloser Gier heraus mit Boni selber die Taschen vollzustopfen und sich persönlich zu bereichern - solange müssen die Menschen da draußen, die dafür das Risiko tragen und am Ende bezahlen auf die Barrikaden gehen !

  • Ja, die Aktionäre bestimmen, meine Meinung. Und Moral lässt sich nicht in € beziffern. Aber das "Banker-Bashing" ist aus meiner Sicht gerechtfertigt, da die Gehälter offensichtlich bei vielen Bürgern die Moralgrenze (deutlich) überschritten hat.

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