Digitales Geschäftskonto Finanz-Start-up Penta sammelt sieben Millionen Euro frisches Kapital ein

Finanz-Start-ups, die Services für kleine und mittlere Firmen bieten, stehen bei Wagniskapitalgebern hoch im Kurs. Davon profitiert jetzt mit Penta ein weiterer Newcomer.
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Das Fintech richtet sich an Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern. Quelle: Penta
Mastercard von Penta

Das Fintech richtet sich an Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern.

(Foto: Penta)

FrankfurtDeutsche Finanz-Start-ups mit Fokus auf Firmenkunden stehen bei Investoren derzeit hoch im Kurs. Nach dem Berliner Fintech Kontist hat jetzt auch Penta eine Series-A-Finanzierungsrunde abgeschlossen. Wie das Unternehmen dem Handelsblatt bestätigte, kommen die sieben Millionen Euro hauptsächlich von Inception Capital, einem auf Fintechs spezialisierten Investmentfonds aus Großbritannien.

Penta ist im Dezember 2017 gestartet und bietet Geschäftskonten für kleinere Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern. Mit dem frischen Geld sollen nun vor allem neue Mitarbeiter eingestellt und die Produktpalette erweitert werden.

Anfangs hatten sich Fintechs auf Dienstleistungen für private Kunden fokussiert, inzwischen gibt es zahlreiche Angebote für Firmenkunden – neben Konten beispielsweise auch Kredite und Lösungen für den Zahlungsverkehr oder die Buchhaltung.

Selbstständige und kleine Unternehmen sind dabei eine besonders interessante Zielgruppe. Von traditionellen Banken werden sie häufig vernachlässigt, denn sie haben einerseits komplexere Bedürfnisse als Privatkunden, bringen den Banken andererseits aber geringere Umsätze als große Firmen.

„Solo-Selbstständige und kleine Betriebe haben zunehmend Schwierigkeiten beim Zugriff auf Finanzdienstleistungen“, sagte Christian Fahrholz, Referatsleiter Unternehmensfinanzierung und Finanzmärkte beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), kürzlich dem Handelsblatt. Das beginne schon bei der Kontoeröffnung. In Deutschland gab es zuletzt etwa 2,3 Millionen Solo-Selbstständige und 3,1 Millionen Unternehmen mit maximal neun Mitarbeitern.

Penta unterstützt Unternehmen schon im Gründungsprozess. Sie sollen innerhalb von 48 Stunden ein Konto eröffnen und ihr Stammkapital darauf einzahlen können. „Unser oberstes Ziel ist es, das Business-Banking so einfach wie möglich zu gestalten“, sagt Geschäftsführer und Co-Gründer Lav Odorovic. Eine eigene Banklizenz hat Penta nicht, sondern bedient sich dafür der Solarisbank als Dienstleister. Aktuell habe sein Unternehmen bereits „mehrere Tausend Kunden, von denen viele unser Geschäftskonto als Hauptkonto nutzen“.

Eine Besonderheit sind die im Sommer eingeführten individuellen Kontozugänge für einzelne Mitarbeiter. Darüber können Zugriffsrechte auf das Konto verwaltet werden, und für ein Konto können mehrere Mitarbeiter Kreditkarten erhalten. In Kürze sollen weitere Features wie eine Schnittstelle zur Buchhaltungssoftware und günstige Fremdwährungstransaktionen hinzukommen. Um die Neuerungen umzusetzen, soll die Zahl der Mitarbeiter von derzeit rund 40 im kommenden Jahr auf 100 erhöht werden.

Neben Penta sind in dem Markt auch Holvi und Kontist aktiv, sie richten sich allerdings hauptsächlich an Solo-Selbständige. Daneben bieten inzwischen auch die Smartphone-Banken N26, Revolut und Bunq, die sich eigentlich auf Privatkunden fokussieren, Geschäftskonten an. Kontist hatte kürzlich die Haufe Gruppe als strategischen Investor gewonnen, zur Höhe der Finanzierung aber geschwiegen. Revolut und N26 haben in diesem Jahr in ihren jeweils dritten Finanzierungsrunden 250 beziehungsweise 160 Millionen Dollar eingenommen.

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