Dramatische Kursgewinne Warum Hedgefonds eine dänische Bank im Visier haben

Hedgefonds schenken einer dänischen Bank ungewöhnliche Aufmerksamkeit. Deren Aktienkurs ist im Verhältnis zum Buchwert extrem hoch.
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Die Shorts gegen die Danske Bank belaufen sich auf 0,16 Prozent ihrer Aktien, bei der Rilba ist der Anteil deutlich höher. Quelle: Reuters
Der Rilba-Konkurrent Danske Bank

Die Shorts gegen die Danske Bank belaufen sich auf 0,16 Prozent ihrer Aktien, bei der Rilba ist der Anteil deutlich höher.

(Foto: Reuters)

FrankfurtNach der größten Übernahme in ihrer Geschichte hat die dänische Bank mit der besten Performance in den letzten zehn Jahren ungewöhnliche Aufmerksamkeit von Hedgefonds auf sich gezogen.

Die offenen Leerverkaufs-Positionen bei Ringkjobing Landbobank A/S, kurz Rilba, sind nach Angaben von IHS Markit auf etwa 3,6 Prozent der Aktien angewachsen, das höchste Niveau seit mindestens 2006. Noch im Januar betrug der Short Interest weniger als 0,01 Prozent. Es ist auch erwähnenswert, dass es bei keiner der Banken mit einer Erstnotiz in Dänemark eine Short-Wette gibt, die größer als 1 Prozent ist. Shorts gegen Danske Bank A/S belaufen sich auf 0,16 Prozent ihrer Aktien.

Nach Einschätzung von Mads Thinggaard, Analyst bei ABG Sundal Collier, machen Rilbas dramatische Aktienkursgewinne das Kreditinstitut zu einem interessanten Ziel. Die Aktien der Bank sind in den letzten zehn Jahren um fast 150 Prozent gestiegen. Der Bloomberg-Index der europäischen Finanzwerte verlor in dem Zeitraum indes fast 50 Prozent, während Danske Bank um weniger als 60 Prozent stieg.

Der Aktienkurs sei „sicherlich hoch“ im Verhältnis zum Buchwert der Bank, sagt Thinggaard, er würde die Aktie jedoch nicht „leer verkaufen“. ABG rät Kunden, die Aktie zu kaufen, wie aus von Bloomberg zusammengestellten Daten hervorgeht.

Rilbas jährliche Rendite auf das Stammkapital ist die höchste unter den größten dänischen Banken und das Dreifache des Durchschnitts im Bloomberg Europe Banks Index.

Vielleicht noch wichtiger: Rilba hat gerade die größte Übernahme ihrer Geschichte abgeschlossen. In diesem Jahr hatte die Bank bei der Übernahme von Nordjyske Bank A/S für rund 3,3 Milliarden Kronen (443 Millionen Euro) in bar und in Aktien Jyske Bank A/S ausgestochen.

„Bei solchen Deals gibt es immer Risiken“, sagte Thinggaard. Er wies auch darauf hin, dass der plötzliche Anstieg der Short-Positionen gegen Rilba Teil eines Arbitragehandels sein könnte, bevor die Nordjyske-Transaktion abgeschlossen ist.

  • Bloomberg
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