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Dumping-Vorwürfe Commerzbank sieht sich nicht als „Billigheimer“

Die Commerzbank wehrt sich gegen Anschuldigungen, die ihr Firmenkundengeschäft betreffen. „Unsere Kreditpolitik ist unverändert konservativ”, sagt ein Sprecher. Er sieht neue Wachstumspotenziale für die Krisenbank.
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Alltag kehrt wieder ein bei der Commerzbank. Quelle: dpa

Alltag kehrt wieder ein bei der Commerzbank.

(Foto: dpa)

Berlin/FrankfurtDie in der Finanzkrise vom Staat gerettete Commerzbank wehrt sich gegen Dumping-Vorwürfe im Firmenkundengeschäft. „Wir sind nicht der Billigheimer“, sagte Spartenvorstand Markus Beumer der Zeitung „Die Welt“: „Unsere Kreditpolitik ist unverändert konservativ.“ Gerade Sparkassen und Genossenschaftsbanken werfen der Commerzbank immer wieder vor, mit der Staatshilfe im Rücken die Preise zu verderben.

Beumer räumte ein, dass das Firmenkundengeschäft von der Staatshilfe profitiert habe. Diese habe in der Krise 2009 dazu beigetragen, dass das Institut den Mittelstand weiter finanzieren konnte. Derzeit gewinne die Commerzbank monatlich bis zu 1000 Mittelständler als Kunden hinzu. „Das ist gut, reicht mir aber nicht. Wir können da sicher noch aggressiver werden“, sagte Beumer.

Für die nahe Zukunft erwartet Beumer allerdings keine steigenden Erträge in seiner Sparte: „Wir haben in den vergangenen Jahren gute Geschäfte gemacht und wir haben zusätzlich von Sondereffekten profitiert, die nun wegfallen. Nun kehren wieder normale Zeiten ein.“ Die Bank habe 2009 viel Geld für mögliche Kreditausfälle zurückgelegt, zu denen es nicht kam, weil sich die Wirtschaft schnell erholte: „Deshalb mussten wir 2011 und 2012 praktisch kein zusätzliches Geld für Wertberichtigungen aufbringen. Nun sind diese Reserven aber aufgezehrt und es kehren wieder normale Zeiten ein.“

Wachstumspotenzial sieht Beumer im Auslandsgeschäft. Damit lockt das Institut etwa den kleinen Mittelstand in Deutschland an. Zum anderen wirbt die Bank aber auch im Ausland gezielt um Firmenkunden, für die sich die Investmentbanken und Vermögensverwalter nicht interessieren. Dabei nimmt Beumer auch die Schweiz in den Blick, wo das Institut mehrere regionale Filialen eröffnen will.

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